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Ryan Jones im Interview

Ryan Jones im Haimspiel.de-Interview - Foto: Steffen Thaut

Seit mittlerweile einem Monat ist der kanadische Stürmer wegen seiner Verletzung aus dem Spiel in Augsburg zum Zuschauen verdammt. Im Interview spricht er über den Stand seiner Genesung, beschreibt seine Eindrücke von der Entwicklung der Mannschaft unter Cory Clouston und erörtert drei der gängigsten Eishockey-Klischees.

Ryan, die wichtigste Frage natürlich zuerst: Wie geht’s dir? Wie verläuft der Heilungsprozess?

Langsam. Seit die Verletzung passiert ist, hat sich nicht viel getan. Ich werde in regelmäßigen Intervallen untersucht. Dann warte ich auf neue Informationen von den Ärzten.

Wie schwer fällt es dir, geduldig zu bleiben?

Sehr schwer. Jeder Eishockeyspieler will einfach nur spielen. Aber wenn die Gefahr da ist, dass man sich noch weiter und schwerer verletzt, dann kann man nichts tun außer abzuwarten und dem Heilungsprozess seinen Lauf zu lassen. Irgendwann wird die Verletzung weit genug verheilt sein, um wieder spielen zu können, aber so weit sind wir leider noch nicht.

Du warst grad im Einzeltraining am einen Ende des Eises, während der Rest der Jungs am anderen Ende noch ein paar Scheiben aufs Tor geschossen hat. Tut es weh, im Moment kein Teil davon zu sein?

Ja, auf jeden Fall. Abgesehen davon, nicht spielen zu können, ist es für mich gerade das Schlimmste, nicht mit den Jungs in der Kabine zu sein. Es ist fast, als ob man nicht mehr Teil des Teams ist. Wenn man seinen Terminplan unabhängig von der Mannschaft macht, dann ist man plötzlich komplett getrennt vom Rest des Teams. Deswegen versuche ich, zur gleichen Zeit zum Training zu kommen wie sie, Quatsch mit ihnen zu machen und mit ihnen zusammen im Kraftraum zu trainieren, damit ich wenigstens den Austausch mit dem Team habe. Das ist der Teil, den man sonst am meisten vermisst. Ich glaube, wenn man Spieler fragt, die ihre Karriere beendet haben, würden die genau das gleiche sagen. Mit den Jungs in der Kabine zu sein, ist ein Gefühl, was es einfach sonst nirgendwo gibt.

Wieviel konntest du in den letzten Wochen überhaupt trainieren?

Den Arm – wenig bis gar nicht. Ich konnte zwar Schlittschuhlaufen, aber ich habe seit fast fünf Wochen keinen Puck angerührt, außer mit der gesunden Hand ein paar Scheiben durch die Gegend zu flippen. Was den Unterkörper angeht, konnte ich so gut wie alles machen, um meine Kraft aufrechtzuerhalten.

Da du im Moment zum Zuschauen gezwungen bist, bietet sich natürlich an, dich nach deiner Perspektive zur Entwicklung der Mannschaft und zu Cory Clouston zu fragen. Euer neuer Trainer hat den Lernprozess, den die Mannschaft durchmachen musste, verglichen mit einer Schullaufbahn von der ersten bis zur zwölften Klasse, die man aber in nur zwei Jahren absolvieren muss. Wie nah ist die Mannschaft am erfolgreichen Schulabschluss dran?

Schwer zu sagen. Man kann definitiv sehen, dass die Mannschaft das System inzwischen deutlich besser versteht. Als Cory hier ankam, haben die Jungs alle über das System gesprochen. Das Lustige ist, dass das ein System ist, mit dem Kinder in Nordamerika aufwachsen. Von meinen 18 Jahren seit den Juniors waren es vielleicht zwei Jahre, in denen dieses System nicht gespielt wurde. Zumindest ein paar von uns haben also großes Vertrauen in dieses System. Hier mit der größeren Eisfläche liegt der Schwerpunkt sonst viel mehr auf dem Trapping und einem freier fließenden Spiel, wie wir es auch unter Niklas Sundblad gespielt haben. Man muss die Stürmer in Corys System also fast ein bisschen zurückhalten, weil alle immer sofort durchstarten, auf Geschwindigkeit kommen und die Dinge tun wollen, mit denen wir in der Vergangenheit Chancen generiert haben. Das jetzige System ist so gestaltet, dass man immer drei mögliche Wege hat, die Scheibe aus der Zone zu bringen, ohne dass man überhaupt nachdenken muss. Sobald sich die Spieler das System angeeignet haben, ist es sehr, sehr einfach zu spielen. Wenn man sich vor dem Hintergrund die Fehler ansieht, die wir im Spiel immer noch machen, dann sind wir noch nicht ganz beim erfolgreichen Schulabschluss angekommen. Schaffen wir das noch vor Ende der Hauptrunde? Schwer zu sagen. Aber ich glaube, dass wir mit dem Talentlevel und den Spielern, die wir hier haben, auch ohne den Schulabschluss eine Meisterschaft gewinnen können.

Dass das System so simpel ist, macht den größten Unterschied zum vorherigen System aus?

Es ist ein extrem simples System. Nichts daran ist irgendwie ausgefallen oder außergewöhnlich. Es geht schlicht darum, dass sich alle fünf Spieler zu jedem Zeitpunkt gegenseitig unterstützen. Man ist in der gleichen Formation, egal an welchem Ende des Eises man gerade ist. Wenn man in der eigenen Zone ist, dann weiß man, dass man die zwei Verteidiger tief hat, den Center in der Mitte tief, einen Außenstürmer an der Bande und den zweiten Außenstürmer, der rüber kommt, um den anderen Außenstürmer zu unterstützen. Einfacher und klarer geht es nicht. In unserem vorherigen System gab es eine Menge Grauzonen. Gehe ich in die Ecke, gehe ich nicht in die Ecke? Geht mein Mitspieler vor mir in die Ecke oder gehe ich vor meinem Mitspieler in die Ecke? Wenn mein Mitspieler das falsche Timing erwischt, gehe ich dann trotzdem? Zumindest in unserem Team gab es mit dem System zu viel Konfusion. Über lange Strecken der Saison sind wir deshalb von unseren Gegnern auseinandergenommen worden.

Ihr hattet mit dem vorherigen System ja aber einen guten Start in die Saison.

Ich glaube, wenn Teams unser vorheriges System nicht so schnell erkannt haben, dann konnten wir sie damit überwältigen. Ich glaube, das ist uns zum Teil gelungen. Aber das System hat zwei oder drei große Schwächen. In dem Spiel in Straubing, das wir nach Verlängerung gewonnen haben, haben die Tigers diese Schwächen aufgedeckt. Nachdem ihnen das gelungen war, haben es natürlich alle anderen Teams auf Video sehen können. Von da an war es für jeden einfach gegen uns. Unsere Schwierigkeiten hatten meiner Meinung nach mehr damit zu tun, dass unsere Gegner wussten, wie wir zu knacken waren, als dass wir unbedingt schlechter geworden sind. Wir haben halt nicht viel im System verändert. Wir haben darauf gehofft, dass es wieder den Erfolg wie zu Saisonbeginn bringen würde, aber das ist nicht eingetreten.

Du hast nach dem letzten Heimspiel gegen Krefeld gesagt, dass einige Jungs zu egoistisch sind, aber dass du trotzdem sehr an diese Mannschaft glaubst. Dazu Frage A: Hat sich der Egoismus inzwischen gelegt? Und Frage B: Ist dein Glaube an diese Mannschaft auf dem gleichen Niveau wie damals?

Zu Frage A: Ich glaube, dass es in jeder Mannschaft immer ein gewisses Maß an Egoismus gibt. Das ist das, was Spieler antreibt, besser zu werden und sich miteinander zu messen. Der interne Konkurrenzkampf ist der Antrieb dafür, als Mannschaft besser zu werden. Der Egoismus, den ich damals gemeint habe, bezog sich auf Spieler, die den Glauben an das System aufgegeben hatten und sich deswegen nicht daran gehalten haben. Das hat zu viel Durcheinander auf dem Eis und zu vielen Gegentoren geführt. Ich meinte damals nicht Egoismus in der Form, dass Spieler die Scheibe nicht abgeben wollten oder sich in der Kabine schlecht verhalten haben. Das war und ist in dieser Mannschaft nicht der Fall. Ich meinte Spieler, die meiner Meinung nach einen anderen Weg eingeschlagen haben, anstatt zu versuchen, zusammen als Team einen Weg zu finden, damit es funktioniert. Ich glaube, in letzter Instanz war das der Grund für die meisten Niederlagen.
Zu Frage B: Als ich diese Mannschaft in der Saisonvorbereitung erlebt habe, dachte ich, dass wir eine sehr gute Chance haben, die Meisterschaft zu gewinnen. Obwohl wir gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel verloren und hohe Niederlagen gegen andere Teams kassiert haben, hatte ich immer das Gefühl, dass es in dieser Kabine eine besondere Energie gibt, die einzigartig ist. Selbst nach Niederlagen waren wir gerne zusammen. Jeder hat sich für jeden ins Zeug gelegt. Jungs haben sich in Schüsse geworfen, obwohl wir mit vier Toren hinten lagen. Das sind Sachen, die einem auffallen, wenn die Dinge nicht so gut laufen. Ob ich jetzt mehr an diese Mannschaft glaube als damals, als ich das gesagt habe? Ich weiß nicht, ob man mehr an eine Mannschaft glauben kann, als ich es die ganze Zeit getan habe. Ich glaube, dass wir ein großartiges Team haben.

Die Mannschaft steht jetzt ganz offensichtlich ausnahmslos hinter dem System von Cory Clouston. Er selbst denkt, dass das der Hauptgrund war, warum ihr als Team die Wende geschafft habt. Siehst du das auch so?

Ja, hundertprozentig. Und das zeigt auch, dass alle Jungs in dieser Kabine da unten gewinnen wollen. Man hätte innerlich auch sehr einfach den Haken an diese Saison machen und sich um die nächste Saison kümmern können. Aber die Jungs wollen alle gewinnen. Sie sind stolz darauf, für die Haie zu spielen. Cory hat sein System und ein bisschen frischen Wind reingebracht. Deshalb haben wir die Wende geschafft.

Sein Spitzname „Drill Sergeant“ ist kein Geheimnis. Auf der einen Seite ist er jemand, bei dem man sich zum Beispiel seine Eiszeit verdienen muss, aber auf der anderen Seite gibt es Gesten wie z.B. dass jeder Spieler nach dem Training einen freundschaftlichen Klaps kriegt oder dass es mit allen Spielern einen fist-bump nach einem Spiel gibt. Kommt mir das nur sehr eigen vor?

Das ist etwas, was die besten Coaches der Welt können. Sie schaffen es, Spieler in die Verantwortung zu nehmen und gleichzeitig so viel persönliche Beziehung zu den Spielern aufzubauen, wie es nur geht. Cory erwartet von jedem Spieler da draußen, dass er sein Bestes gibt. Aber er weiß auch, dass er niemanden einfach anbrüllen kann, um das zu erreichen. Er erkennt an, wenn jemand etwas gut gemacht hat. Die Klapse und die fist-bumps – er gehört dazu und ist Teil des Erfolgs. Das ist ja Bestätigung für beide Seiten. Den „Drill Sergeant“ habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen. Vielleicht hebt er sich den noch auf, falls er uns für eine volle Saison bekommt. (grinst) Die Jungs spielen gerne für ihn. Es ist einfach, mit ihm umzugehen. Und er hat in kurzer Zeit gezeigt, dass er eine Leidenschaft für diesen Club entwickelt hat.

Eure Trainingseinheiten sind unter Cory Clouston deutlich kürzer, aber auch deutlich intensiver geworden.

Nordamerikanischer als das geht es nicht. Als ich damals hier ankam, war mein erstes Training ein Dienstagstraining. Wir waren für zwei Stunden auf dem Eis. Das war mein allererstes Training mit den Kölner Haien. Danach konnte ich es gar nicht glauben, dass ich gerade für zwei Stunden auf dem Eis gewesen war. (lacht) Es gibt sicher mehrere Wege. Ich persönlich bin kein großer Fan von langen Trainingseinheiten, weil man irgendwann die Konzentration verliert. Niklas Sundblad hat großen, großen Wert auf Fitness gelegt. Das wollte er durch die langen Eiszeiten erreichen. Zu dem Zeitpunkt in der Saison, als Cory zu uns kam, konnte er es sich nicht erlauben, anderthalb oder zwei Stunden auf dem Eis zu trainieren. Er hat die Situation, in der wir waren, sehr schnell erkannt. Als Spieler haben wir so ein paar Code-Wörter oder Redensarten. Eins davon ist „Erholung ist eine Waffe“. Das sagen wir immer, wenn Trainings lang werden. „Erholung ist eine Waffe“. Nur ein kleiner Scherz unter uns Jungs. Aber im Grunde stimmt das. Im Moment spielen wir fast jeden zweiten Tag. Sollten wir es in die Playoffs schaffen, dann spielen wir effektiv jeden zweiten Tag. Wir brauchen alle Spieler so frisch und erholt wie möglich. Zudem ist es leicht, über 30 oder 40 Minuten konzentriert zu bleiben, um den Kleinigkeiten die nötige Aufmerksamkeit zu widmen, die ein erfolgreiches Training ausmachen. Bei zwei Stunden auf dem Eis verliert man diese Konzentration. Man wird ungenau. Das Off-Ice-Training überlässt er uns selbst. Ich möchte glauben, dass hier in der DEL die Spieler ehrgeizig genug sind, sich selbst in bestmöglicher Verfassung zu halten. In unserem Team hier ist das zumindest der Fall. Hier sind Jungs dabei, die besser in Form sind als alle Spieler, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

Unter Niklas Sundblad hattet ihr kaum Konsequenzen zu fürchten. Ich kann mich an genau ein Spiel erinnern, in dem Dragan Umicevic im letzten Drittel keine Eiszeit mehr bekommen hat. Bei Cory Clouston müsst ihr euch eure Eiszeit in jedem Spiel neu verdienen. Wie geht ihr mit dieser Veränderung um?

Ich weiß, dass Niklas Sundblad in einem Spiel in Hamburg Patrick Hager, Philip Gogulla und mich zwei Drittel lang auf der Bank gelassen hat. Daran erinnere ich mich genau. (lacht) Aber ansonsten ist das schon sehr selten passiert. Ich habe eine Menge Trainer sagen hören, dass Eiszeit das einzige ist, was sie kontrollieren können. Das ist das einzige, was sie einem Spieler gegenüber in der Hand haben. Als Spieler weiß man das. Wenn man weiß, dass man sich seine Eiszeit verdienen muss, spielt man besser. Ich habe bis zu meiner Verletzung bislang nur drei Spiele unter Cory gespielt, aber man merkt, dass er die Bank in einer Art und Weise managt, die viele von den Jungs vorher noch nicht erlebt haben. Dabei macht er eigentlich nur das, was ein strategischer Coach macht.

Ich würde gerne zu drei Eishockey-Klischees deine Meinung hören. Nummer eins: Verteidigung gewinnt Meisterschaften.

Verteidigung als Team gewinnt Meisterschaften, wenn alle auf das defensive System vertrauen. Man verbringt wenig Zeit in der eigenen Zone, wenn man gut defensiv spielt. Viele glauben, eine gute Verteidigung ist, wenn man kein Gegentor bekommt. Aber wenn man 60 Minuten im eigenen Drittel ohne Gegentor verteidigt, dann ist das keine gute Verteidigung, dann ist das ein guter Goalie. Gute Verteidigung heißt, die Scheibe aus der eigenen Zone zu bringen. Und in der Angriffszone verteidigt man genauso. Das Wort „Verteidigung“ wird oft nur in Bezug auf das Spiel in der eigenen Zone benutzt. Dem Klischee stimme ich also bis zu einem gewissen Punkt zu, solange das Wort „Verteidigung“ im richtigen Kontext benutzt wird.

Wie Gustaf Wesslau so treffend sagte: „Verteidigung beginnt in dem Moment, in dem man die Scheibe verliert.“

Ganz genau.

Klischee Nummer Zwei: Teams, die eine schwierige Phase überwunden haben, kommen daraus gestärkt und widerstandsfähiger hervor.

Dem kann man kaum widersprechen. Das gilt ja nicht nur für Teams sondern für das Leben insgesamt. Wann immer man es schafft, eine schwierige Phase zu überwinden, macht einen das stärker. Man gewinnt an mentaler Stärke. Ein Team, was zu kämpfen hatte und es aus den Schwierigkeiten herausgeschafft hat, schafft es meiner Meinung nach beim nächsten Mal wieder aus Schwierigkeiten heraus. Wenn man nie zu kämpfen hatte und dann mit einem Problem konfrontiert wird, weiß man unter Umständen nicht, wie man sich da raushelfen soll.

Diese Mannschaft hier hatte zu kämpfen.

(lacht) Oh ja, wir haben eine Menge überwunden. Auf jeden Fall.

Ist dieses Team jetzt mental stärker und widerstandsfähiger?

Absolut. Ich meine, wir finden Wege, Spiele zu gewinnen, obwohl uns jede Menge Jungs verletzt fehlen. Im Moment müssen einige Jungs Rollen im Team übernehmen, die sie sonst nicht haben, und haben Erfolg damit. Daraus entsteht eine Menge Selbstvertrauen für sie selbst und für die Mannschaft. Es ist nicht so, dass alles fehlerfrei gelaufen ist, seit Cory hier ist. Aber selbst in den Niederlagen waren wir nie die schlechtere Mannschaft. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Solange ich von außen zuschauen muss, wünsche ich jedem in diesem Team individuellen Erfolg und der Mannschaft als Team Erfolg. Sobald ich wieder spielen kann, möchte ich einfach nur so gut und so viel dazu beisteuern, wie ich kann.

Klischee Nummer Drei: Es ist entscheidend, zum richtigen Zeitpunkt in der Saison in Bestform zu sein

Zu hundert Prozent unterschrieben. Da fällt mir gar nichts weiter dazu ein. Man muss zur richtigen Zeit in der Saison sein bestes Eishockey spielen. Wen kümmert es, ob man 140 Punkte in der Hauptrunde hatte und Tabellenführer war, wenn man danach in der ersten Playoffrunde rausfliegt. Man will sein bestes Eishockey spielen, wenn es zählt.

Spielt dieses Team hier gerade sein bestes Eishockey der Saison?

Das ist eine schwere Frage. Ich finde, dass wir in den letzten fünf oder sechs Spielen sehr gut gespielt haben. Aber es ist wichtig, dass wir nicht vergessen, dass wir vor nicht allzu langer Zeit gegen Krefeld verloren haben. Ich meine, großes Lob an Franz Fritzmeier. Krefeld ist ein gutes Team und spielt sehr gutes Eishockey. Sie schlagen gerade eine Menge Teams. Aber das war ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Genauso wie wir das Spiel gegen Schwenningen gewinnen müssen. Es ist also noch Luft nach oben, aber die Jungs spielen im Moment sehr gut.

Letzte und eigentlich wichtigste Frage: Wie entwickeln sich deine Pläne, Lukas Podolski als Prinz von Köln abzulösen?

Ich weiß nicht, was da schief läuft. Er spielt in der Türkei! Wie kann es sein, dass der Prinz von Köln in der Türkei spielt? Ich finde, ich sollte zumindest ein paar Pluspunkte dafür kriegen, dass ich hier in Köln spiele. Aber er sieht natürlich besser aus und verdient eine Menge mehr Geld als ich. Das spricht dann wohl für ihn.

Wir bedanken uns bei Ryan Jones für das Interview!

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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