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Offiziell: Mike Stewart neuer Haie-Trainer!

Haie-Trainer Mike Stewart. Foto: mcfly37.de.
Haie-Trainer Mike Stewart. Foto: mcfly37.de.

Die Kölner Haie haben Mike Stewart als neuen Haie-Trainer offiziell bestätigt. Wie haimspiel.de als erstes Kölner Medium über ein mögliches Engagement mit Stewart berichtete, wird der Kanadier nach vier Jahren in Augsburg in die Domstadt wechseln. Stewart hat einen Vertrag über zwei Jahre in Köln unterschrieben. Noch offen ist, ob Co-Trainer Tuomie mit nach Köln kommt. Sein 23-jähriger Sohn Parker Tuomie sorgt aktuell in der deutschen Nationalmannschaft für Furore. Außerdem erzielte er in der amerikanischen NCAA in 115 Spielen 95 Punkten. Kölns Thomson und Brandl besitzen unabhängig davon noch Verträge beim KEC.

Mahon: Er ist sehr kommunikativ und hat genaue Vorstellungen

Haie-Sportdirektor Mark Mahon erklärt in der offiziellen Pressemitteilung der Kölner Haie: “Mike Stewart bringt Werte mit, die genau zu unserer Club-Kultur passen. Dazu besitzt er die Fähigkeiten eines modernen Coaches. Mike ist sehr kommunikativ, hat großes taktisches Verständnis und eine genaue Vorstellung davon, wie sein Team spielen soll. Diese Idee deckt sich mit unserer Ausrichtung. Mike ist erfahren und hat bewiesen, wie erfolgreich er eine Mannschaft führen kann. Ich freue mich darauf, ab sofort eng mit Mike zusammenzuarbeiten und dass er ein Teil des KEC wird”.

Mike Stewart trifft auf alte Bekannte in Köln

Mike Stewart gilt unter den Spielern in der DEL als sehr beliebt und genießt die Autorität. Er entwickelt seine Spielsysteme weiter und kreiert so erfolgreiche Spielzeiten. Der Trainer spricht in der Kabine Deutsch und bedient damit eine Voraussetzung der Kölner Haie an den Trainer-Job. Außerdem hat bereits Ben Hanowski unter ihm in Augsburg gespielt. Auch der vermeintlich sichere Neuzugang Jon Matsumoto kennt Stewart aus seiner Zeit bei den Augsburg Panthern. In Augsburg erreichte Mike Stewart trotz kleineren Budgets im Ligavergleich 2x die Playoffs und scheiterte unter anderem in einer leidenschaftlichen Serie gegen München in diesem Jahr knapp nach sieben Spielen.

Augsburgs Sigl äußert sich zu Stewarts Entscheidung

Aus der Pressemitteilung der Augsburg Panther äußert sich auch Lothar Sigl zu Trainer Stewart: „Mike Stewart hat in den vergangenen vier Jahren tolle Arbeit für die Augsburger Panther geleistet. Mit seiner Unterstützung haben wir es geschafft, die sportliche Weiterentwicklung unseres Clubs voranzutreiben. Natürlich wären wir mit Mike auch gerne in eine fünfte gemeinsame Saison gegangen und hätten ihn somit gerne hinter der Bande eines CHL-Teilnehmers gesehen, dennoch respektieren wir natürlich seinen Wunsch nach einer beruflichen Veränderung. Wir danken ihm für seinen großen Einsatz, seinen Anteil an unseren jüngsten Erfolgen und wünschen ihm für seine private und sportliche Zukunft nur das Beste. Mike wird in Augsburg immer willkommen sein”.

Im Sommer 2018 zur Weiterbildung in Winnipeg

Mike Stewart ist ein akribisch arbeitender Trainer, der stets hohe Ansprüche an sich selbst hat. Im Sommer 2018 ist er für eine Weiterbildung nach Winnipeg geflogen und hat dort ein Camp besucht. Gegenüber der Augsburger Allgemeinen berichtete er im August: “Zu meiner Zeit sind wir ausgesucht worden, haben ein Flugticket bekommen und sind irgendwohin geschickt worden mit der Anweisung: Sei bereit, wenn wir dich brauchen. Heute sind zwei Entwicklungstrainer angestellt, die sich alleine um die potenziellen künftigen jungen Spielern kümmern. Das geht über Ernährungsberatung, mentales Training bis hin zur Schulung in Pressearbeit. Es hat sich vieles verändert und ist viel professioneller geworden”.

Stewart: Spieler, die nach Deutschland kommen, werden immer jünger

Stewart scheint ein Freund davon zu sein, die eigenen Spieler zu entwickeln und zudem aus den Trends des nordamerikanischen Marktes zu lernen. Besonders spannend für die gesamte Liga dürfte der Verjüngungstrend in der NHL sein. Nach der Meinung von Stewart könnte das auch Auswirkungen auf den europäischen Markt haben und die Qualität nochmals steigern: “Ich habe mit General-Managern der NHL gesprochen und sie haben mir bestätigt, dass die National Hockey League und die American Hockey League immer jünger werden. Der Trend geht dahin, dass fünf bis maximal sieben Profis in einem NHL-Klub richtig gut verdienen. Den Rest bilden junge, ehrgeizige Spieler, die nicht viel kosten dürfen, auch wegen der Gehalts-Obergrenze. Die Konsequenz für uns ist, dass die Spieler, die hierher kommen auch jünger werden.”.

Vertragsgespräche schon früh in der Saison?

Das Mike Stewart kein Schnellschuss war, lässt sich aus der Saisonentwicklung der Kölner Haie deuten. Nach der Entlassung von Peter Draisaitl im Januar 2019 sprach Haie-Geschäftsführer Philipp Walter schon von einem langfristigen Plan und davon, dass sich der Club in sehr weiten Gesprächen mit dem neuen Trainer befand. Es ist davon auszugehen, dass Mike Stewart bereits frühzeitig als Trainer der Kölner Haie feststand. Auch, weil bereits im Dezember 2018 aus Berlin zu hören war, dass die Eisbären Berlin das Rennen um Mike Stewart als neuen Trainer verloren haben – wegen Köln.

Ist Mike Stewart der richtige Trainer für den KEC?

Über den Autor: Dennis Wegner

Dennis gründete gemeinsam mit René im Sommer 2003 haimspiel.de und betreut die Seite bis heute als 1. Vorsitzender. Außerdem war er zwischendurch für das Haie-Fanprojekt tätig, hat mit dem Team und der Fanszene "Wir sind Haie" ins Leben gerufen und die Flyeraktion "Köln ohne Haie?" mit großem medialen Echo organisiert.

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Sharkbite #77 – Wir können es kaum erwarten
  • Thomas sagt:

    Sehr gute Nachrichten. Ich halte ihn für einen guten Trainer, der genau Vorstellungen hat wie ein Team auszusehen hat. Jetzt bin ich gespannt ob er ebenfalls gute Spieler nach Köln holen kann. In Augsburg hat man ja gesehen welche Kaliber da so möglich gewesen wären.

    Und ich bin sehr gespannt ob er die Spieler in Köln nochmal weiterentwickeln kann. Das dürfte eine spannende Saison und Reise werden, ab diesem Sommer. Ich bin damit sehr zufrieden.

    Gruß
    Thomas

  • Lukas sagt:

    Ich glaube wir sind mit Ihm auf dem richtigen Weg, jedoch hatte ich auch auf den anderen Trainer Positionen auf eine Änderung gehofft.
    Jetzt sollte man meiner Meinung nach weiter auf die Jungen Spieler wie die Tiffels Brüder setzen und ein Team um sie Formen.
    Sehe im Moment nur Positives für die Zukunft.

  • Alexander sagt:

    Ich denke wir haben alle diese Saison gesehen was Mike Stewart mit seinem Team erreicht hat das stimmt mich positiv ob die jungen deutschen Spieler genauso viel oder mehr Eiszeit in Zukunft erhalten bleibt ab zu warten.Unser Vorstand sollte ihm mehr Zeit geben als anderen Trainern in der Vergangenheit denn was es bringt schnell den Trainer zu wechseln oder ihn dann zu wechseln wenn es besser läuft dafür sind Peter Draisaitl und Hans Zach das beste Beispiel.

  • Lammi sagt:

    Ich freue mich auf Mike, aber ich glaube nicht, dass er Matsumoto für Defensivaufgaben begeistern kann, wenn doch, verliert er seine Torgefährlichkeit. Beides wird bei ihm nicht funktionieren, das hat seine erfogreiche Vergangenheit gezeigt. Wenn er überhaupt nach Köln wechselt.

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