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Fabio Pfohl zurück nach Köln

Fabio Pfohl im DNL-Team des KEC - Foto: Steffen Thaut

Wie das Fachmagazin Eishockeynews in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, sollen sich die Kölner Haie zur kommenden Saison die Dienste des 22-jährigen Centers gesichert haben. Fabio Pfohl kehrt damit nach drei Spielzeiten bei den Grizzlys Wolfsburg in die Domstadt zurück. Für die Haie hatte er in der Saison 2014/15 bereits acht Spiele bei den Profis bestritten und war in den Jahren zuvor sowohl für die DNL-Mannschaft des KEC als auch beim damaligen Kooperationspartner in Duisburg im Einsatz.

Rookie des Jahres 2016

Der Altersdurchschnitt bei den Kölner Haien ist über die letzten vier Jahre von Saison zu Saison gestiegen. Die Verpflichtung von Pfohl wirkt diesem Trend entgegen. Trotz seiner jungen Jahre bringt er einiges an Erfahrung mit. Mit den Grizzlys brachte er es in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils bis ins Finale der Playoffs. Mit seinen zwölf Einsätzen in der Champions Hockey League hat er außerdem auch schon mehr als nur ein bisschen Luft auf dem internationalen Parkett geschnuppert. Seine bisher erfolgreichste Saison hatte er 2015/16, als er in 51 Spielen 30 Punkte (8 Tore, 22 Assists) verbuchen konnte und zum DEL-Rookie des Jahres gewählt wurde.

Großes Interesse von den Top-Clubs der Liga

Bereits im Januar berichteten die Wolfsburger Nachrichten, dass die Top-Clubs der Liga Schlange stehen. Pfohls aktueller Vertrag bei den Grizzlys läuft am Ende der Saison aus, also war das Interesse am gebürtigen Waldkraiburger erwartungsgemäß groß. Dass es KEC-Sportdirektor Mark Mahon gelungen ist, den Stürmer zurück nach Köln zu holen, ist als Erfolg zu werten.

Seine gute Entwicklung in Wolfsburg schreibt Pfohl selbst auch dem Vertrauen und der vielen Eiszeit zu, die er unter Grizzlys-Headcoach Pavel Gross erhalten hat. Was er aber vor allem mitgebracht hat, ist sein großes Talent. Das wird er nun also in den Dienst der Kölner Haie stellen.

Vertragsgespräche liegen auf Eis

Die Verpflichtung Pfohls kommt in einer Zeit, in der potenzielle Vertragsgespräche mit den Spielern des bestehenden Kaders noch auf Eis liegen. Mit einer offiziellen Bestätigung des Transfers ist – wie üblich – nicht zu rechnen, bis sowohl die Kölner Haie als auch die Grizzlys Wolfsburg die aktuelle Saison beendet haben.

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Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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“Die Lösung der Probleme im zweiten Drittel müssen wir woanders suchen”

11 Kommentare

  1. Thomas
    07.02.2018

    Dumont, Tiffels, Pfohl, koehler da stehen aber einige jungen auf der Liste vom KEC. Definitiv eine Verstärkung in meinen Augen.
    Man muss nur aufpassen das man es jetzt nicht übertreibt und Jugenforscht betreibt.

    Eine Verjüngung ist dringend nötig. Aber dann auch bitte so das nicht die Hälfte in Frankfurt geparkt wird.

    Spieler wie Krämmer und Uvira müssen mal eine deutlich bessere Chance bekommen. Ich bin gespannt ob das langfristig Abgänge anstehen. Oder wer im Sommer wieder flüchtet. Man erschlage mich aber eine reihe mit Pfohl Wruck und Uvira könnte spannend sein. Alle sind läuferisch stark und wissen mit dem Puck umzugehen. Wenn man das als Team ausspielt könnte das eine richtig starke Reihe werden.

    Gruß
    Thomas

  2. Bossy
    06.02.2018

    Ein wichtiges Signal für die dringend notwendige Verjüngung des Kaders und trotzdem müsste ich eigentlich “Nein, ich glaube nicht, dass er in die Mannschaft passt” ankreuzen..

    .. denn eigentlich passt in die aktuelle Mannschaft in ihrem augenblicklichen Zustand überhaupt niemand, der auch nur annähernd sportliche Ambitionen verfolgt; aber wenn die Vertragslaufzeiten der aktuellen Haie-Spielerzusammenstellung auf ‘eliteprospects’ weitgehend stimmen sollten, dann gibt es ja auch ausreichend Spielraum für überfällige Veränderungen und Verjüngung.

    Für mich jetzt schon interessanter und spannender als das weitere Abschneiden des aktuellen ‘Teams’.

  3. Alexander
    06.02.2018

    Darüber wäre ich sehr froh wenn Pfohl zurück kommen würde.Er ist wie Bokk ein riesen Spieler der es bis in die NHL schaffen kann.

    Was Mo.Müller angeht bin ich der Meinung das Talent da ist er es aber nur ganz selten zeigt genau wie Gogulla.

    Dumont Tiffels Valentin und Weitzmann sollten öfter in der DEL Spielen sie sind große Hoffnungsträger für das Deutsche Nationalteam das Talent dieser Spieler muss man durch Einsätze fördern mir ist es lieber wir spielen eine Saison schlecht mit vielen Nachwuchsspielern und haben für die Zukunft möglichst viele DNL Spieler als dass ansehen zu müssen was die letzten Jahre der fall ist nämlich viele Große Namen aber trotzdem keinen Titel.

  4. Dietmar
    06.02.2018

    Ein richtiger Schritt. Da wo er herkommt, gibt es noch weitere gute deutsche Spieler.
    Auch die Jungs aus Frankfurt zurück holen.
    Ein rein deutsches Team wäre ein Traum.
    Und die eigene Jugend nicht vergessen.
    Dann gibt es in Köln wieder ehrliches Eishockey.

  5. 06.02.2018

    Ich hab neulich noch von der Regel gelesen, dass mindestens ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kader sein muss. Hoffentlich wird das jetzt kein Alibi-Zuwachs, der den Abgang eines “Altforderen” rechtfertigt. Oder bin ich der Einzige, der das Gefühl hat, dass Mo sich immer mehr zurückzieht?

    • Dario
      06.02.2018

      Ich hoffe als Fan von Mo. Müller nicht das dem so Ist, ich meine aber mich zu erinnern das er letzte Saison schon mal etwas sagte wie: “Mal sehen wieviele Spiele ich noch mache. Ich glaub Gedanken aufzuhören hat er schon. Wäre doch sehr interessant dazu ein Interview mit ihm zu lesen.

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