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Zurück in der Realität: Wie geht es beim KEC weiter?

Haie-Kapitän Christian Ehrhoff - Foto: Andreas Dick

Es liegt nicht nur ein ereignisreicher Sonntag hinter den Kölner Haien, sondern hoffentlich auch ein ereignisreicher Sommer vor ihnen. Zu Ende ging mit der 1:5-Niederlage in Spiel 6 nicht nur die Spielzeit 2017/18 für den KEC. Auch für die große Karriere von Haie-Kapitän Christian Ehrhoff fiel mit der Schlusssirene der letzte Vorhang. Im gleichen Moment verließ man aber auch die Parallelwelt der Playoffs und kehrte mit einem Schlag zurück in die Realität.

Ausnahmesituation Playoffs

Für die vergangenen zwei Wochen war weitestgehend vergessen, was in der Hauptrunde passiert war. Nach einer Saison voller Probleme auf unterschiedlichsten Ebenen und den größten Turbulenzen seit der Spielerrevolte gegen Trainer und Clubführung vor zwei Jahren, war mit dem Beginn des Viertelfinals Ruhe eingekehrt. Ruhe in der Mannschaft, der Clubführung, bei den Fans und in den Medien – in Köln weiß man, was Playoffs bedeuten. Bestes Beispiel dafür ist, dass der krönende Abschluss des Hauptrunden-Theaters kaum Beachtung fand: Am Tag von Spiel 1 in Nürnberg fand mittags der Gerichtstermin zwischen den Kölner Haien und Shawn Lalonde statt, der sich nach seinem Rauswurf zurück ins Team klagen wollte. Es war eine Non-Story.

Allerdings schlugen zumindest in der Kölner Anhängerschaft auch während der Serie gegen Nürnberg zwei Herzen in der Brust. Zum einen machen Playoffs zwar unfassbaren Spaß und man nimmt so viel davon mit, wie man kriegen kann, zum anderen hing aber die Befürchtung in der Luft, dass ein halbwegs erfolgreiches Abschneiden dem ersehnten und nötigen Umbruch in der Mannschaft die Argumentationsgrundlage entzieht.

Erkenntnisse direkt nach Spielschluss

Es ist per se keine Schande, im Viertelfinale auszuscheiden. Nach großem Kampf kann man das erhobenen Hauptes tun. Die Frage, die KEC-Sportdirektor Mark Mahon und Headcoach Peter Draisaitl nun klären müssen, ist, ob man gegen Nürnberg den größtmöglichen Kampf geliefert hat und mit diesem Kader schlicht nicht mehr drin war. Eine Teilantwort darauf gab Mahon bereits direkt nach der 1:5-Niederlage und dem daraus resultierenden Saison-Aus.

„Spiel 2 hat uns gekostet. Da gewinnst du auswärts und führst in Spiel 2 danach zuhause mit 2:0 und gibst dann drei Tore ab. Ich meine, wir haben in den ersten drei, vier Spielen phasenweise sehr gut gespielt. Nürnberg hat in den letzten beiden Spielen eindeutig die Serie übernommen und jeden Fehler, den wir gemacht haben, gnadenlos ausgenutzt. Es ist enttäuschend, weil du jetzt in dieser Saison schon wieder die letzten Spiele zuhause verloren hast“, fasste Mahon das Viertelfinale zunächst aus Kölner Sicht zusammen und ergänzte dann: „Die beiden 93er haben sich ausgeglichen. Uvi war überragend für uns in der Serie. Aber sicherlich hat Nürnberg mehr Qualität. Hundertprozentig.“

KEC weit weg von konkurrenzfähiger Tiefe

Natürlich hat mit Justin Shugg ein wichtiger Kreativkopf in den Playoffs gefehlt. Rückblickend war der Grund für seinen Ausfall der unglückliche Zusammenprall mit Teamkollege Alexandre Bolduc im letzten Hauptrundenspiel in Ingolstadt, bei dem er sich wohl eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Fredrik Eriksson, der sich nach seiner offensichtlichen Bänderverletzung aus dem letzten Spiel gegen Mannheim mit einer Knie-Schiene spielfähig geschraubt hatte, war zwangsläufig nicht in der Lage, auf Normalniveau zu spielen. Als außerdem noch Alexander Sulzer nach guten Leistungen in der Serie in Spiel 5 ohne Fremdeinwirkung aus dem Spiel ausschied, was ein erneutes Aufbrechen seiner alten Probleme vermuten lässt, versuchte Kapitän Christian Ehrhoff auf Biegen und Brechen, alles zu kompensieren. Aber letztendlich hätte auch das volle Aufgebot der Haie – inklusive Nick Latta und Shawn Lalonde – gegen die Tiefe im Nürnberger Kader nicht mithalten können.

Kommt der Umbruch?

Die Idee im vergangenen Sommer, das Team offensiv aufzurüsten, war nach den Erkenntnissen der Vorsaison absolut richtig. Die Verpflichtung der DEL-erfahrenen Augsburger Stürmerkollegen Hanowski und Shugg definitiv ein Upgrade in dieser Abteilung. Das Experiment Dylan Wruck hätte ohne große Aufmerksamkeit mitlaufen können, wenn die Schlüsselposition Mittelstürmer adäquat besetzt gewesen wäre. Die Frage bleibt, ob man die angepeilte Qualität speziell auf der Center-Position in den Top 6 tatsächlich mit Alexandre Bolduc und Kai Hospelt inhaltlich erfüllt sah oder ob der Etat und/oder der Markt nicht mehr hergegeben haben. Felix Schütz kam zwar lange als Center zum Einsatz, war aber planmäßig als Flügelstürmer verpflichtet worden.

Der frühe und lange Verletzungsausfall von Alexandre Bolduc war dann außerdem alles andere als hilfreich. Ersatzmann Blair Jones war ebenso wenig ein Spielmacher. Nachverpflichtung Bill Thomas zeigte Ansätze von Spielmacher-Qualitäten mit einigen feinen Pässen in seinen ersten Spielen, verblasste dann aber im Verlauf der Restsaison zusehends.

Die diesjährige Off-Season schickt sich jetzt schon an, mit der einen oder anderen Überraschung aufzuwarten. Die erste folgte direkt nach dem Playoff-Aus in Spiel 6, als Christian Ehrhoff noch am Sonntagabend sein Karriereende bekanntgab. Auch Felix Schütz hielt sich im Interview gegenüber dem Express nach Spielende alle Optionen offen, als er sowohl ein Engagement im Ausland als auch den Wechsel zu einem anderen DEL-Club nicht ausschloss. Die kritischen Äußerungen des Erdingers beschränkten sich dabei nicht nur auf die Baustellen innerhalb Mannschaft. Auch die internen Strukturen im Club nahm er unter Beschuss. Spätestens an dieser Stelle ist es nun mit der Playoff-bedingten Ruhe wieder vorbei.

Was kann Draisaitl unter Normalbedingungen?

Die Weichen für die kommende Spielzeit wurden bereits in der Olympia-Pause mit der Vertragsverlängerung von Peter Draisaitl gestellt. Während das On-Ice-Personal sich während der Playoffs noch beweisen sollte, erhielt der Headcoach bereits das Vertrauen der Clubführung. Die Kölner Anhängerschaft begegnete vor allem dem Zeitpunkt der Meldung mit Unverständnis. Im Vergleich zur Amtsübernahme durch Cory Clouston nach Niklas Sundblad war der Effekt des Trainerwechsels bei Draisaitl deutlich subtiler ausgefallen. Es blieb von außen nicht nachvollziehbar, was genau die Vertragsverlängerung bereits vor Ende der Hauptrunde rechtfertigte.

Clouston hatte vor zwei Jahren und mit wenig Zeit vor den Playoffs radikalere Änderungen im System vorgenommen und zudem mit einer Mannschaft gearbeitet, die im Zuge der Auseinandersetzungen mit seinem Vorgänger Niklas Sundblad und dem Club eine eingeschworene Gemeinschaft geworden war. Peter Draisaitl hingegen kam im vergangenen November in eine missgestimmte Kabine, in der individuelle Unzufriedenheiten das Arbeitsklima belasteten. Der Abgang von Nick Latta, der Rauswurf von Shawn Lalonde sowie die immer wiederkehrenden Leistungsverweigerungen einzelner verbliebener Akteure zeugten davon, dass Draisaitl im Gegensatz zu Clouston mehr auszumerzen gehabt hätte als nur ein überambitioniertes Spielsystem. Aussagen wie die von Felix Schütz belegen, dass ihm das bis zum Schluss nicht gelungen ist.

Draisaitls Performance als Trainer ist deswegen kaum zu beurteilen. Es lässt sich von außen nicht sagen, wie viele seiner Personalentscheidungen und Reihenumstellungen tatsächlich seinen taktischen Ideen und wie viele dem Bedarf an Handling der Kabine geschuldet waren. Nicht zuletzt deswegen ist es interessant, dass sich die Gerüchte um Vertragsauflösungen mehren. Sollte der KEC jetzt tatsächlich konsequent alle Negativ-Faktoren eliminieren und ein Arbeitsumfeld für Draisaitl schaffen, in dem der sportliche Auftritt nicht nur im Mittelpunkt steht sondern auch wirklich auf Basis des Coachings bewertet werden kann, kann sich der Headcoach tatsächlich beweisen. Bislang hat er nur am einen Ende des Regals die Scherben zusammengekehrt, während am anderen Ende weiterhin Porzellan zu Boden krachte.

Marcel Müller möglich, Fabio Pfohl gilt als sicher

Das Spielermaterial, das Mark Mahon Draisaitl dafür an die Hand geben möchte, soll vorrangig vier Eigenschaften erfüllen: Jünger, schneller, kämpferischer, leidenschaftlicher. Attribute also ein bisschen abgerückt von Erfahrung und Routine, die aber in der Mischung dennoch erhalten bleiben sollten. Die Verpflichtung von Fabio Pfohl geht einen Schritt in diese Richtung. Auch ein eingeplanter Stammplatz für Dominik Tiffels fällt in diese Kategorie. Zudem stehen mit Lucas Dumont und Mick Köhler zwei junge Spieler in den Startlöchern, eine konstantere Rolle in den Planungen von Mark Mahon und Peter Draisaitl zu spielen. Auch Goalie Hannibal Weitzmann wird wohl dauerhaft seinen Weg in den Profikader finden.

Als wahrscheinlich gilt nach Haimspiel.de-Informationen die Verpflichtung von Marcel Müller. Der gebürtige Berliner würde nach seinem Abgang unter der Saison vor vier Jahren und nach Stationen in Krefeld, Hamburg, Linköping und Leksand in die Domstadt zurückkehren. Bei den Pinguinen trug er zuletzt die Offensive mit seinen Reihenkollegen Daniel Pietta und Dragan Umicevic und erzielte dabei eine Punkteausbeute (24 Tore, 28 Assists in 43 Spielen), die er zuvor vergleichbar lediglich in seiner Saison mit den Kölner Haien vor seinem Wechsel zu den Toronto Marlies erreichte. Ob der 29-jährige Linksschütze als Ersatz oder Konkurrenz für die Außen-Position geplant wäre, wird sich zeigen, wenn alle Abgänge klar sind.

Mit einer Vertragsverlängerung ist wohl für Verteidiger Corey Potter sowie den letztjährigen Neuzugängen Justin Shugg und Ben Hanowski zu rechnen. Die Liste der wahrscheinlichen Abgänge ist deutlich länger. Alexandre Bolduc, Fredrik Eriksson, Nico Krämmer, Daniar Dshunussow, Justin Peters und Bill Thomas werden in der kommenden Saison voraussichtlich genauso wenig im Haie-Trikot spielen wie Jean-Francois Boucher, der bereits in der abgelaufenen Saison über Monate keine Spieleinsätze mehr erhalten hatte.

Passendes Personal für zugeordnete Rollen

Zu einem konkurrenzfähigen Team gehört mehr als nur die Summe talentierter Spieler. Der Auftritt der Nationalmannschaft wurde oft als positives Beispiel für funktionierendes Teamplay herangezogen. Der Kader, den Marco Sturm für die Olympischen Spiele zusammengestellt hatte, zeichnete sich neben herausragendem Teamspirit auch durch eine sehr klare Rollenverteilung aus, die jeder einzelne annahm und ausführte. „Da stellt sich keiner auch nur einen Millimeter über das Team“, hatte Peter Draisaitl über die deutsche Auswahl gesagt. Und schon da klang deutlich durch, dass er sich das auch für seine Mannschaft wünschen würde.

Das ist auch die Zielsetzung von Mark Mahon. Er will eine Mannschaft zusammenstellen, die vor allem auch die Herzen der Fans mit Kampf und Einsatz zurückerobern soll – und zwar schon während der 52 Hauptrundenspiele. Ob ihm die auslaufenden Verträge genug finanziellen Spielraum geben, den großen Hebel anzusetzen, bleibt abzuwarten. Zu wünschen ist ihm der Mut, den großen Umbruch zu wagen, sowie die Geduld der Geldgeber, diesen Schritt mitzugehen.

Konsequenten Neuaufbau erlauben

Eine Meistermannschaft baut man nicht in einem Sommer. Schon gar nicht, wenn die Basis erstmal neu definiert werden muss. Um die ermüdende Negativ-Spirale aus Problemen in der Kabine, sportlichen Misserfolgen und Trainerentlassungen der letzten Jahre zu durchbrechen, muss nicht nur rigoros ausgemistet und sorgfältigst neuverpflichtet werden. Es muss auch die Zeit eingeräumt werden, aus einem Neuanfang etwas wachsen und entstehen zu lassen. Eine Fortsetzung der Flickschusterei der letzten Jahre wird keine nachhaltige Besserung bringen.

Für die vergangenen zwei Wochen war weitestgehend vergessen, was in der Hauptrunde passiert war. Allerdings hat bereits Spiel 6 jeden, der diese Mannschaft nicht nur in den Playoffs nah verfolgt, daran erinnert, wie viel bei den Kölner Haien zu tun ist. „Wir werden jeden Stein umdrehen“, hat Mark Mahon am Sonntagabend gesagt. Wenn man zurück in die Erfolgsspur finden und die Haie-Fans überzeugend zurückgewinnen möchte, sollte man dann aber auch keine Angst davor haben, die Konsequenzen aus dem zu ziehen, was man unter diesen Steinen findet.

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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Karriereende: Christian Ehrhoff hört auf

21 Kommentare

  1. Jochem
    26.03.2018

    Stimme dem Artikel voll zu, aber dann sollte man auch über Spieler wie Hospelt und Gogulla nachdenken, die sicher zu den Spitzenverdienern gehören, die in dieser Saison viel zu viel schuldig geblieben sind. Wie allerdings ein Marcel Müller (trotz der guten Scorerwerte in Krefeld) in ein kämpferisches neues Team passen soll, erschließt sich mir nicht. Ist er nicht genau wegen fehlendem Engagement seinerzeit gegangen worden???

    Warum holt man nicht Bock aus Schweden? Wir brauchen ein deutsches Spielerkorsett, das momentan eigentlich nur mit Müller, Zerressen und Uvira vorhanden ist. Ausserdem brauchen wir schußstarke Defensivleute, als Ergänzung zu Müller, Zerressen und Tiffels. Mit Erhoff ist der Letzte aus dem Aufgebot gegangen. Zu Schütz nur soviel: Sportlich sicher einer der Stärksten im Team (mache ihm für diese Saison auch keinerlei Vorwürfe!) aber halt ein Profi, dem jede Vereinsbindung abgeht und nur da spielt wo er mehr verdient. Wenn er sich nicht eindeutig für eine ganze Saison erklärt, dann muß man auch da einen Schnitt machen, auch wenn das sehr schmerzlich ist.

    Hoffentlich hält man Uvira, er verkörpert eigentlich alles was jetzt notwendig ist . Wenn alle seine Einstellung gehabt hätten, dann wäre die Saison anders verlaufen. Uvira war für mich die Symbiose aus Leistung und Willen, das hat mir in der Mannschaft doch bei vielen gefehlt.

    Vielleicht hat ja die Haieführung die Ansprüche für die nächsten Jahre auch schon runtergeschraubt, nicht umsonst sind ja keine Viertelfinalspiele mehr im Dauerkartenpaket 1 eingeschlossen.

    Mal sehen, ob und wer denn die Rundumerneuerung für das Team wirklich umsetzen will und kann.

    • Ich
      26.03.2018

      Bock wär sicherlich einer auf dem man den Neuaufbau mitaufbauen kann. Bei Gogulla kann ich nur sagen, klar war es nicht seine beste Saison, aber er ist eine Identifikationsfigur und hat bis 2017 gezeigt was er kann. Uvira gehört in Reihe 1

    • Oliver
      27.03.2018

      Du kannst mal davon ausgehen, der hat garkeinen “Bock” bei den Haien aufzulaufen.
      A verdient er sicher gerade besser, und müsste hier über finanziert werden.
      B will der junge in die NHL da ist es von hier noch mal nen ticken schwerer.

      Das könnten vielleicht so 2 wichtige Gründe sein?!!
      Aber wenn wir hier bei wünsch dir was sind :-) Ich nehme auch gerne den Crosby ist jetzt kein Deutscher, aber he der soll ganz gut im Toreschießen sein :-P

  2. Gabriele Umland
    26.03.2018

    Also wer will den Marcel Müller haben von den Fans die ich kenne keiner

    • Olga
      26.03.2018

      @Gabriele Umland: Malla in der Form, die er zuletzt an den Tag gelegt hat, nehme ich mit Kusshand zurück. Sollte er sich allerdings auf die faule Haut legen, würde ich ihn auch persönlich wieder aus der Arena heraustragen und am Bahnhof oder Flughafen absetzen. ;-)

      @Jochem: Malla hat sich in den letzten Jahren auch weiterentwickelt. Ich denke, er hat inzwischen begriffen, dass Talent allein nicht reicht. ;-) Falls ich mich irren sollte: Siehe oben.

      @Ralf: Die erste Playoff-Runde sind die vormals so genannten “Pre-Playoffs”. Da muss man nichts meinen, das kann man nachlesen. ;-)

      @Henrike: Danke für den klugen Artikel.

  3. Björn Meyer
    26.03.2018

    Wird es wie in den letzten Jahren eine Auswertung geben wo sich die Spieler nach und nach an der Geschäftstelle einfinden werden? Wenn ja ist schon bekannt wann die stattdfinden wird?

  4. Bossy
    26.03.2018

    Liebes Haimspiel-Team,
    wenn gleich mehrere Personen unabhängig voneinander, u.a. gestern bei mir im Block, Euren Live-Ticker von den Abschlussgesprächen als Saisonhöhepunkt ansehen, dann kann der KEC, ob das nun ironisch gemeint war oder auch nicht, keine gute Saison gespielt haben. ;-)

    Wer noch einmal optisch zusammengefasst sehen will, woran es bei den Haien des Jahrgangs 2017/18 gehapert oder schlicht gemangelt hat, der braucht im Grunde nur das Spiel von gestern noch mal bei der Telekom aufzurufen, da war doch schon ziemlich viel dabei.

    Nur ein Detail greife ich mir davon noch einmal heraus,
    denn das Spieler wie Trainer im letzten Drittel nahezu jegliches ernsthaftes Aufbäumen unterlassen haben, ist ein unwürdiger, aber damit auch irgendwie wieder sehr passender Abschluss für diese Saison gewesen.
    Dem traditionsreichen Hai auf der Brust haben sie damit jedenfalls noch einmal ordentlich einen mitgegeben.

    Wenn man dagegen vergleicht, wie sich Wolfsburgs letztes Aufgebot am Freitag auswärts in Berlin gegen das Saisonende gestemmt hat, und das nach einem 1:8 ein paar Tage zuvor, dann sollte den Spielern und Trainern der Haie angesichts ihres gestrigen ‘Kampfes’ eigentlich die Schamesröte ins Gesicht schießen.

    Und dass die Haie mit drei Heimniederlagen hintereinander in einer einzigen Playoff-Serie auch noch ihren Rekord von der Finalserie 2014 eingestellt haben, rundet das ganze Übel dann auch statistisch noch ab.

    Als abschließendes Fazit lege ich noch eine schon ziemlich abgenudelte Single auf, die leider noch sehr weit oben auf dem Plattenstapel lag:

    Das alles hätte man auch wieder billiger haben können.

    Viel billiger.

  5. Ralf
    26.03.2018

    Im kommenden Jahr ist im Paket 1 die 1. Playoff-Runde enthalten.
    Das ist doch das Viertelfinale?!

    • Sandro
      26.03.2018

      Nein, das sind die Pre-Playoffs!

      • Ralf
        26.03.2018

        Wenn du meinst.

  6. Alexander
    26.03.2018

    Wenn es so kommt wie ihr schreibt würde ich mich für Hannibal freuen auch wenn ich den Abgang von Peters der ja grade erst eine neue Maske bekommen hat nicht verstehe.Dschunussow ist ein guter Goalie aber wir brauchen nicht 4 gute Torhüter das Geld kann man sich sparen.

    Boucher war in den spielen die er gespielt hat nicht überzeugend genug sehe ich auch so.Bolduc,Eriksson und Thomas hätten gehalten werden müssen das sind Führungsspieler.Krämmer ist ein guter Ergänzungsspieler solche Spieler braucht eine Mannschaft man muss nicht 20 Tore in einer Saison schießen aber wenn jeder seinen Job macht dann hat man Erfolg.

    In der Organisation des Vereins gab es immer mal Unruhen aber es gab auch große Erfolge zu feiern.Wenn man nicht aufpasst geht der Weg nach unten.

  7. Ich
    26.03.2018

    Bitte am Draisaitl festhalten!! Wenn er seinen Kader zusammenstellen kann dann wird er auch was reißen. Vor allem greift er auch durch und hat keine Angst vor großen Namen.
    Allerdings müssten wir die Mannschaft ausmisten und für mich klingen Pfohl und Müller nach guten Leuten. Parkes und Hungerecker wären auch gute Leute, welche vielleicht schwer zu verpflichten sind aber die Möglichkeit ist da. Dazu müssen aber auch noch Spieler kommen welche für zusätzliche Qualität, Spritzigkeit und Tiefe sorgen

  8. Alexander
    26.03.2018

    Weiss jemand ob unser Torwarttrainer Jonas Forsberg mit Peter Forsberg verwandt ist???

  9. Ingo
    26.03.2018

    Ich würde mir auch wünschen dieses Wort Meisterschaft überall – auch im Intro vor den Haimspielen- raus zu nehmen. Wir müssen wieder etwas aufbauen, mit unseren deutschen Spielern wie Dumont, Valentin, Tiffels oder Weitzmann. Die brauchen Zeit, die ich Ihnen gerne geben würde. Nürnberg oder andere Mannschaften sind über Jahre zu Top-Teams oder Meisterschaftsanwärtern geworden. Aber geschickte Zukäufe bei einer soliden, auch deutschen Basis (Reimer, Pförderl, Ehliz, Mebus….) brauchen Zeit. Jetzt heisst es viel aufzuräumen und auszusortieren. Auch schwierige Entscheidungen zu treffen (Mulock, Hospelt, Gogulla, Potter etc.) um an einer echten Zukunft zu arbeiten. Meine Hoffnung ist aber leider gering……

  10. Pinguin
    26.03.2018

    Leider habe ich wenig Hoffnung, dass sich grundlegend etwas ändern wird. Den Eigentümern, dass sind Gesellschafter letztlich, der Haie fehlt es, im Gegensatz z.B. zu Herrn Sabo, an Geduld. Es werden mit Sicherheit wieder hektisch Spieler nach irgendwelchen Videos verpflichtet und heraus kommt erneut eine Gruppe von Angestellen, ich vermeide bewusst das Wort Mannschaft, die nur bedingt gewillt ist das aufs Eis zu bringen, was die Fans sich erhoffen.
    Insofern können die Haie mittlerweile selbst von Bremerhaven lernen. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die DEG ihrer Linie treu bleibt und vielleicht irgendwann wieder erfolgreicher ist als jetzt.

  11. Thomas Rondorf
    26.03.2018

    Seit mir nicht Böse, aber Gogulla ist und bleibt ein Talent. Zweikämpfe meidet er wie die Pest. Er fährt keinen Check zu Ende und tut nichts für die Defensive. Und seine Qualitäten als Stürmer lassen mittlerweile stark zu wünschen übrig. Seine Leistung diese Saison grenzt an Arbeitsverweigerung. Wenn ein Umbruch dann wäre er für mich der erste der geht (ab in seine Heimat). Hans Zach hat das schon vor Jahren erkannt.

  12. Wolfgang Baum
    26.03.2018

    Also die Namen gogulla und hospel
    die kann man gerne frei stellen und ab in die Wüste schicken was die geliefert haben war für mich Arbeitsverweigerung

  13. Bjoern Geißler
    26.03.2018

    Liebe Haiefans,
    jetzt malt Mal nicht alles schwarz. Ihr habt eine super Serie gespielt. Alle Spiele gegen euch waren knapp. Auch gestern. Vom Ergebnis her war es eindeutig wenn man die nackten Zahlen betrachtet. Ihr hattet gestern einige 100prozentige Torchancen, allerdings kein Scheibenglück. Was auch beeindruckend war war euer Powerplay. Das können wir Icetigers schon die ganze Saison nicht. Wenn der Puck einmal dreckig bei uns im eingeschlagen wäre, dann wäre es für uns noch ein ganz heißer Tanz geworden.
    Sorry liebe Haiefans, aber wenn wirklich jeder daran geglaubt hätte, dann hätte eure Arena vom opening face Off an beben müssen und das bis zur Schlußsirene.
    Was euer Team betrifft. Meister wird man nur mit einem eingespielten Team. Unsere Rumpfstangen sind ein Leo Pföderl, ein Yasin Ehliz, ein Patrick Reimer und ein Steven Reinprecht. Alle anderen Spieler ergänzen das Gerüst. Das stimmt bei euch nicht so. Ihr habt auf Routine gesetzt und auf Spieler die schon über ihren Zenit hinaus sind. Was Euch gefehlt hat, waren junge Spieler die auch bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Ein Leitwolf wie Christian Ehrhoff war da zu wenig. Ihr habt euch über Dane Fox das Maul sprichwörtlich zerrissen, aber dieser 24 jährige Boy hat immer eine Gefahr für eure Verteidiger ausgestrahlt. Provozieren hat er auch drauf. Ich glaube insgeheim wünscht ihr euch auch so einen Spieler.
    Was von unserer Seite nicht schön war, war der Flaschenwurf. Das hätte Mike Flanegan nicht machen dürfen. So sehen es sehr viele Icetigersfans. Alles in allem freue ich mich jetzt schon auf die neue Saison mit Euch.
    Sportliche Grüße aus Nürnberg

  14. Marcel
    26.03.2018

    Danke für die netten objektiven Worte aus Nürnberg. Natürlich hätten wir diese Serie gewinnen können, allerdings war sie ein Spiegelbild dieser Saison wenn nicht der letzten 3 Spieljahre. Einzelne Highlight‘s mit tollen Siegen sind immer wieder drin aber leider nur noch die Ausnahmen. Da hat sich das Verhältnis von überzeugenden, abgezockten Spielen und Ergebnissen zu unkonzentrierten und dummen Niederlagen in den letzten Jahren konstant gedreht.
    Seit dem Abgang von Uwe Krupp ist dieser Verein auf der sportlichen Führungsetage jämmerlich aufgestellt. Aktuell in Person von Herrn Mahon. Jedes Jahr wird ein ausländischer Flop nach dem anderen eingekauft (Ausnahme sind hier Hanowski und Shugg).
    Herr Gotthardt verliert hoffentlich nicht bald die Lust an diesem tollen Verein, jedoch wäre er gut beraten einen Vollprofi mit entsprechender Vita und Leistungsnachweisen als Sportdirektor zu verpflichten, denn das Preis- Leistungsverhältnis in den letzten Jahren der einzelnen Kader stimmt vorne und hinten nicht.

  15. Thomas
    27.03.2018

    Also ich musste das erstmal etwas sacken lassen. In dieser Saison wurden viele Fehler gemacht. Viele davon mit Ansage, für die ich ja mehrfach kritisiert wurde.

    Es muss ein Umbruch her, und zwar ein großer. Das ist inzwischen ja ein Eier Tanz vom feinsten geworden. Spielerrevolten, Spieler die offen aussprechen, sie verstehen garnicht warum sie auf der Tribüne sitzt und für so eine Liga zu gut dafür sind, oder Spieler die für schlechte Leistungen dafür belohnt werden, zu Hause zu bleiben und nicht mit nach Berlin dürfen, damit Sie dann weiter genauso wenig bringen wie vorher auch, nicht wahr Herr Gogulla?

    Diese Saison muss man nichts schön reden! Hier mal eine Saison Analyse von mir. Spieler wie Blair Jones haben nichts gebracht außer unnötige Strafen. Wruck, Peters, Thomas, Krämmer, Boucher, Bolduc alles Spieler die leider garnichts gebracht haben. Hier muss es eine Veränderung geben.

    Kein Kreativer Center der eine Reihe führen konnte. Am besten haben noch Schütz, Hanowski und Shugg funktoniert, was aber zerissen worde, ohne nöten.

    Es braucht auf der Center Position mindestens 3 neue Spieler. Die Flügelspieler müssen schneller und teamorientierter sein. Glückwunsch aber Marcel Müller ist da nicht der richtige. Fox soll übrigens aus Nürnberg im Gespräch sein.

    Es müssen junge Spieler mehr Chancen bekommen. Dumont macht alles richtig und spielt nicht. Tiffels kommt nur weil man einen Lalonde endlich in die Wüste schickt. Auch einen Weitzmann würde ich wie einige andere hier eine Chance geben.

    Und am Ende, was treibt Mahon hier eigentlich eine ganze Saison? Die Verpflichtungen sind bisher ja auch kein Indiz für eine Vertragsverlängerung. Herr Draisaitl hat auch nicht mehr hinbekommen als ein Clouston, aus meiner Sicht. Aber auch er darf hier weiter machen. Das rechtfertigt man nur, wenn er wirklich hart durchgreift und endlich ein TEAM!! auf die Beine stellen kann. Bisher bin ich davon null überzeugt.

    Es gibt einfach zu viele Baustellen als das ich die Haie in den nächsten Jahren gut aufgestellt sehe. Das wird ein spannender Sommer befürchte ich.

    Wann sind denn die Spielergespräche?

    Gruß
    Thomas

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