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Ohne Eriksson in Spiel 1 und 2, Shugg mit Fragezeichen

KEC-Verteidiger Fredrik Eriksson - Foto: Andreas Dick

Vor dem Start ins Viertelfinale steht fest, dass die Kölner Haie nur mit sechs gelernten Verteidigern nach Nürnberg anreisen. Fredrik Eriksson ist laut Peter Draisaitl mindestens für die Spiele 1 und 2 gegen die Ice Tigers noch nicht wieder einsatzfähig. Zudem steht ein kleines Fragezeichen hinter dem Gesundheitszustand von Justin Shugg. Es ist nicht klar, ob der Stürmer auflaufen kann.

Einsatz von Shugg unsicher

Wie zu Playoffzeiten üblich, gab Peter Draisaitl keine Auskunft darüber, um was für eine Verletzung es sich bei Justin Shugg handelt. Auch nicht darüber, wann es sich entscheidet, ob er spielen kann oder nicht. Sollte Shugg ausfallen, wird Dylan Wruck ins Line-Up nachrücken.

Eriksson fehlt mindestens in Spiel 1 und 2

Klarheit herrscht indessen über Fredrik Eriksson. Der Schwede wird mindestens in den Spielen 1 und 2 nicht einsatzbereit sein. Darüber hinaus wollte Draisaitl noch keine Prognose abgeben. Somit wird Dominik Tiffels in beiden Spielen weiter an der Seite von Moritz Müller zum Einsatz kommen. Außerdem ist geplant, Jean-Francois Boucher als 7. Verteidiger mit auf den Spielberichtsbogen zu nehmen.

Außer Eriksson und Shugg sind alle Spieler aber fit. Auch die Krankheitswelle, die in den letzten Wochen durch die Kabine ging, ist überstanden.

Die Ungeduld wächst

So gut, wie die Woche Spielpause zum Auskurieren der diversen Blessuren und zur Vorbereitung auf den Gegner auch waren, macht sich inzwischen eine Mischung aus Vorfreude und Ungeduld breit.

„Eine Woche spielfrei zu haben, ist zwar toll, um den Körper zu regenerieren, aber es ist auch schwierig, weil man endlich loslegen will“, findet Corey Potter. „Die Spielpause war schon gut, aber jetzt kann man die beiden ersten Spiele am Mittwoch und Donnerstag gar nicht mehr abwarten.“

„Ja, Gott sei Dank geht es jetzt endlich los“, meint auch T.J. Mulock. „Erst war ein ganzer Monat spielfrei, dann spielt man drei Spiele, dann waren wieder fast zwei Wochen spielfrei. Wir wollen jetzt einfach endlich loslegen.“

Kai Hospelt teilt diese Meinung ebenfalls: „Es ist gut, dass es jetzt endlich losgeht. Das war jetzt nicht so einfach. Wir hatten einen Monat spielfrei, dann drei Spiele, jetzt wieder zehn Tage spielfrei. Ich kann nur für mich sprechen, aber mir reicht es jetzt mit Training. Ich bin froh, wenn wir jetzt endlich spielen.“

Abfahrt am Dienstag

In diesem Punkt sind die Ice Tigers in der gleichen Situation. „Wir spielen gegen eine Mannschaft, die auch frei hatte“, erklärt Hospelt. „Es ist immer ein bisschen komisch, wenn du warten musst und die anderen spielen schon. Da gibt es jetzt keinen Vor- oder Nachteil für irgendjemanden.“

Am Dienstag geht es nach einer letzten Trainingseinheit per Bus nach Nürnberg. Beide Mannschaften reisen nach Spielende am Mittwochabend per Flugzeug nach Köln, um so viel Ruhezeit wie möglich vor Spiel 2 zu haben, das bereits am Donnerstagabend in der Lanxess Arena ausgetragen wird.

Erstes Bully in Spiel 1 ist am Mittwoch, um 19:30 Uhr. Wir übertragen die Partie live ab 19:15 Uhr.

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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DNL: Finale oder Saisonende?

9 Kommentare

  1. Michael
    22.03.2018

    Hallo liebe Kölner,
    für die Meisterschaft reicht es leider nicht (München ist zu übermächtig), aber für Nürnberg sollte es genügen!
    Gruß maus Wolfsburg!

  2. Bossy
    13.03.2018

    Mit Blick auf den aktuellen Kader, v.a. die Besetzung der Center-Positionen, und die ganz wenigen überzeugenden Vorrundenauftritte kann ich kaum glauben, dass hier das Wort ‘Meister’ zu finden ist. :D

    Außerdem ist der erhoffte Effekt des Trainerwechsels doch schon längst verpufft; mich zumindest können 15 Siege aus 29 Spielen, diverse verlustig gegangene Spieler (Latta, Lalonde) sowie immer noch nicht gefundene Angriffsreihen bislang nicht überzeugen.

    Die Haie sollten erst mal zusehen, dass sie ein drittes Heimspiel erkämpfen, was in meinen Augen schon ein erster Erfolg wäre – dann sehen wir weiter.

    So weit ich mich erinnern kann, hat man in dieser Saison erstmals seit DEL-Gründung beide Heimspiele gegen Nürnberg verloren, und das auch noch jeweils nach 2:0-Führung – sorry, aber das geht gar nicht.

    Aber leider sind die Zeiten, in denen sich ein KEC-Team über den sportlichen Revanche-Gedanken für einzelne Vorrundenspiele oder eben Playoff-Serien motivieren konnte, schon lange vorbei, das zeigt sich immer wieder in den diversen Spieler-Interviews und v.a. auch in den zahlreichen emotionslos heruntergespielten Derbys.

  3. Alexander
    12.03.2018

    Die Zeichen um Meister zu werden stehen gut meines Wissens war es in der Vergangenheit so dass immer wenn wir auf dem 6ten Tabellen Platz nach der Hauptrunde waren wir auch Deutscher Meister geworden sind.

    2002 habe ich vor dem TV meine erste Haie Meisterschaft feiern dürfen da hatten wir auch Führungsspieler die verletzt waren das ist kein Grund jetzt den Kopf in den Sand zu stecken.

    Vielleicht ist das sogar ein Vorteil auch in betracht der Zukunft man stelle sich mal vor es käme ein DNL Spieler in den Playoffs zum Einsatz der richtig gute Playoffs spielt oder sogar das entscheidende Tor schießt das wäre doch was wird mal langsam Zeit wieder Meister zu werden.

    Der Glaube daran ist wichtig und hat der Deutschen Nationalmannschaft geholfen welcher Deutsche Fan hat denn vor dem Start der Olympischen Spiele geglaubt das wir eine Medaille mit nach Hause bringen?Wohl keiner aber genau das ist es was einen stark macht und man muss drauf achten wenige Strafen zu kassieren.

  4. Thomas Henze
    12.03.2018

    Na da haben wir ja auch schon die Erklärung, wenn wieder nach dem Viertelfinale Ende ist. Dezimierte Verteidigung durch Freistellung von Lalonde und der Ausfall von Eriksson. Mir kommt gerade das Deja vue 2017 mit Patrick Hager im Kopf hoch

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