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Zentrales DEL-Vorbereitungsturnier: Der “Telekom-Cup” in Düsseldorf

Foto: Basti Sevastos.
Der Telekom-Cup findet in Düsseldorf statt. Foto: Basti Sevastos.

In den letzten Wochen wurde bereits darüber gemutmaßt, jetzt steht es offenbar fest. Die Liga wird ein zentrales DEL-Vorbereitungsturnier mit allen Clubs in Düsseldorf spielen – den „Telekom-Cup“. Neben dem eigentlichen Turnier sind weitere Testspiele in Düsseldorf möglich.

Turnier findet im ISS-Dome statt

Während die Kölner LANXESS arena erfolgreich für „Konzerte“ Konzepte entwickelte, suchte die Stadt Düsseldorf explizit nach Lösungen für den Sport. Gemeinsam mit der Handball-Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga entwickelte die Stadt Hygienekonzepte für zwei Hallen – ISS-Dome und Castello – und bewarb sich um Spiele.

Das aktive Vorgehen der Düsseldorfer Verantwortlichen zahlt sich nun aus. Über die stattfindenden Handball-Spiele in Düsseldorf berichteten wir. Wie von Schwenninger Medien berichtet wurde, findet nun auch das DEL-Vorbereitungsturnier im Düsseldorfer ISS-Dome statt.

Der sportliche Leiter der DEG, Niki Mondt, erklärte zuletzt die Vorteile eines zentralen Turniers: „Alle Vereine haben ja dasselbe Problem, es hätte Schwierigkeiten mit potenziellen Gegnern aus dem Ausland gegeben. Es ist optimal, sich ohne die großen Reise- und Hotelkosten auf gutem sportlichen Niveau messen zu können.“

DEL-Vorbereitungsturnier nach Setzliste – Highlights garantiert?

Das Turnier ist nach Informationen der Zeitung “Neckarquelle” auf den Zeitraum zwischen dem 17. Oktober bis zum 1. November terminiert. Weiter soll es den Namen „Telekom-Cup“ tragen. Im Kern nehmen alle 14 DEL-Clubs teil. Angedacht war, zusätzlich entweder zwei Zweitligisten oder zwei Gastmannschaften einzuladen. Die Zeitungen spricht nun von „Gastmannschaften“, wobei unklar ist, ob damit nicht doch auch Zweitligisten gemeint sein könnten. Die Löwen Frankfurt bekundeten jedenfalls Interesse an der Teilnahme.

Der Turniermodus wird kein „Jeder-gegen-Jeden“, wie den Haie-Fans vom Köln-Cup bekannt. Vielmehr treffen die Teams nach einer Setzliste (1 vs 16, 2 vs 15 u.s.w.) aufeinander. Damit die Teams möglichst viel testen können, scheiden die Verlierer nicht sofort aus, sondern treten in einer „Trost-Runde“ weiter gegeneinander an.

Der Cup-Name weist stark darauf hin, dass das Turnier bei Magenta-Sport übertragen werden könnte. Hier könnte sich beim Erstellen der Setzliste an der Platzierung im letzten Jahr orientiert werden. Gleichzeitig ist aber auch die Option da, bewusst viele Derbys und Klassiker einzuplanen, um spannende Duelle zu generieren und viele Fans vor die TV-Bildschirme zu locken.

Gleichzeitig weist der Name auch darauf hin, dass das Turnier tatsächlich als Vorbereitungsturnier und nicht als offizielle Fortsetzung des DEB-Pokals umgesetzt wird.

Weitere Testspiele in Düsseldorf möglich

Neben dem Turnier wird den Mannschaften zusätzlich Eiszeit eingeräumt, um weitere Testspiele zu absolvieren. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke erklärte zuletzt den Plan: „Jeden Tag wäre dann am Abend ein Spiel, vorher hätten die Klubs an jedem Tag zusätzlich die Möglichkeit, Testspiele zu absolvieren.“

Die Möglichkeit eines zentralen DEL-Vorbereitungsturnier ist deshalb interessant, da viele Clubs mit ihren Planungen zu Vorbereitungsspielen ins Hintertreffen geraten zu sein scheinen. Während in den letzten Jahren von Clubs lange im Voraus die Teilnahme an Vorbereitungsspielen veröffentlicht wurden, war in diesem Jahr diesbezüglich kaum etwas zu lesen. Für viele Teams könnte das Zusammenkommen im Rahmen eines genehmigten Hygienekonzepts in Düsseldorf eine sinnvolle Option für Vorbereitungsspiele werden.

Was hälst du von einem zentralen Turnier?

Fokus von TV und Zuschauern auf dem Abendspiel?

Den Medienberichten zum Turnier war nicht zu entnehmen, ob die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden sollen. Wenn das Turnier zur Umsetzung des entsprechenden lokalen Düsseldorfer Hygienekonzepts dienen soll, wäre ein begrenztes Zuschauerkontingent denkbar.

Da der Fokus auf dem Abendspiel liegen soll, ist vorstellbar, dass gerade hier Zuschauer zugelassen werden und eine TV-Übertragung erfolgt. Um den Aufwand gering zu halten, ist im Umkehrschluss der Verzicht auf Zuschauer und eine TV-Übertragung bei weiteres Testspielen denkbbar.

Möglicher Saisonstart nach dem Deutschland-Cup

Wie zuletzt berichtet, hat die DEL ihren anvisierten Saisonstart wohl erneut verschoben. Nach dem „Telekom-Cup“ (17. Oktober bis 01. November) würde zwischen dem 05. und 08. November dann der Deutschland-Cup gespielt, bevor am 14. November die Saison beginnt. Alle Planungen des DEL-Vorbereitungsturniers dürfen zusätzlich unter der Voraussetzung des Saisonstarts erfolgen. Wenn aus Pandemie-Gründen dieser doch nicht im November erfolgen kann, dürfte auch das DEL-Vorbereitungsturnier wohl nicht stattfinden.

Über den Autor: René Guzmán

René hat Haimspiel.de 2003 zusammen mit Dennis gegründet. Mit Tobias hat er die allererste Radioübertragung aus Iserlohn gesendet. Er war Mitglied des Vorstandes des KEC "Die Haie" e.V., 2010 war er an der Organisation der Ausstellung "Powerplay - Eishockey in Köln" zur Eishockey-WM im Deutschen Sport und Olympia-Museum beteiligt, hat seine Staatsexamensarbeit zum Thema "Eishockey in Deutschland bis 1945" verfasst und z.B. das "Wir sind Haie!"-Logo und das Logo des Haie-Fanprojekts entworfen.

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Eishockey mit Hygienekonzept: Was die Spieler und Fans erwartet

3 Kommentare

  1. Alexander
    23.07.2020

    Es macht keinen Sinn die DEL2 vor der DEL starten zu lassen da sonst die DEL2 Teams eingespielter sind.Ein Turnier womöglich ohne Fans?was soll dass mit Fans wäre besser auch wenn die Gefahr sich zu infizieren groß ist denn dann könnte das Arena Personal wie die Ligen die am Tunier teilnehmen vor dem Ligastart auf Fehler aufmerksam gemacht werden und diese vermieden werden denn ob sich jemand bei einem Turnier oder Ligaspiel möglicherweise infiziert wo ist da der Unterschied???Als Gastmannschaften wären Traditionsmannschaften gut die früher mal eine Macht in der obersten Spielklasse waren.Das wäre eine gute Möglichkeit um auf sich aufmerksam zu machen wenn das Tunier im TV oder Internet Livestream gezeigt wird das könnte für Zuschauer in den kleineren Arenen/Stadien sorgen und wie wichtig die Fans sind sieht man ja schon in der DEL wie sollen Vereine wie Riessersee, Rosenheim Hannover Skorpions überleben wenn schon die kleinen DEL Vereine wie Bremerhaven, Augsburg und Iserlohn sich gerade so über Wasser halten können nichts gegen diese Vereine aber diese dürfen nicht auch noch Insolvent werden daran müssen wir alle denken wenn jeder nur nach sich guckt kommen wir nicht weit wir müssen auch über den Tellerrand schauen.

    Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen bleibt oder werdet alle gesund.

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