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Spitzenreiter nach 3:0-Sieg in Berlin

Die Haie beim Siegjubel. Foto: mcfly37.de
Die Haie beim Siegjubel. Foto: mcfly37.de

Die Kölner Haie gewannen am Freitag Abend ihr Auswärtsspiel bei den Eisbären Berlin mit 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) und sind damit neuer Spitzenreiter in der Deutschen Eishockey Liga. Aber nicht nur die Spitzenposition in der Tabelle dürfte Cory Cloustons Team freuen, mit den ersten Saisontreffern von Fredrik Eriksson, Kai Hospelt und Johannes Salmonsson und dem zweiten Shutout von Gustaf Wesslau gab es jede Menge positive Aspekte zu feiern.

Das perfekte Auswärtsdrittel?

Zwar hatten die Gastgeber durch Spencer Machacek die erste Chance des Spiels, das erste Drittel gehörte aber den Haien und dürfte genau nach dem Geschmack von Haie-Coach Clouston verlaufen sein. Seine Spieler zeigten sich von Beginn an bissig, wie beispielsweise bei Hagers hartem Check hinter dem gegnerischen Tor, lauf- und spielfreudig und konnten sich einige hochkarätige Chancen erspielen. Nach Byers’ Pass verzog Salmonsson in der fünften Minute neben das Tor, in der sechsten Spielminute war es dann aber soweit. Ausgangspunkt war Krämmers gewonnener Zweikampf auf der linken Seite, seinen Pass hinter das gegnerische Tor nahm Boucher nur kurz auf und spielte direkt zu Fredrik Eriksson an der blauen Linie weiter. Der Schwede hielt einfach drauf und bei viel Verkehr vor Vehanens Tor schlug der Puck zur 1:0-Führung im Eisbären-Tor ein. Es war der erste Treffer der Saison für den Haie-Verteidiger. Die Ein-Tore-Führung sollte lange Bestand haben, hätte allerdings auch gerne höher ausfallen können, wenn die Haie einige ihrer Chancen mehr verwertet hätten. Gogulla und Uvira vergaben die größten Möglickeiten, auf der anderen Seite musste Gustaf Wesslau nicht allzu oft sein Können zeigen, in den entscheidenden Momenten war er aber hellwach und hielt die Führung fest. Eine Unterzahl am Ende des Drittels überstand der KEC schadlos.

Torhüter im Mittelpunkt

Der zweite Abschnitt eines weiterhin schnellen und intensiven Spiels begann wieder mit Chancen auf beiden Seiten. Rankel und Jones vergaben jeweils für ihre Teams. Die Haie ließen die Eisbären etwas mehr kommen und nervten die Gegenspieler immer wieder mit zugestellten Pass- und Schussbahnen. Wenn dann doch mal ein Gegenspieler durchkam, wie Verteidiger Jonas Müller in der 26. Minute, war stets Endstation bei Wesslau, der im Mitteldrittel immer öfter in den Mittelpunkt geriet. So auch bei der Berliner Doppelchance durch Busch und Laurin Braun, die der Haie-Schlussmann erst im zweiten Versuch stoppen konnte. In einem Haie-Powerplay verpasste Lalonde nach schönem Gogulla-Pass den Führungs-Ausbau, weil sich Vehanen in seinen Schuss warf, auf der Gegenseite entschärfte Wesslau einen Unterzahl-Konter der Berliner. Auch die nachfolgenden Überzahlsituationen beider Teams wurden zumeist konzentriert weggearbeitet und so ging es mit der denkbar knappen Führung in einen Spannung versprechenden Schlussabschnitt.

Erste Saisontore bringen die Entscheidung

Dort zeigte zunächst Pascal Zerressen, dass man auch bei einem gegnerischen Alleingang nie aufgeben sollte, indem er sich aufs Eis warf und dem davongeeilten Berliner Stürmer im letzten Moment mit langem Schläger die Scheibe von der Kelle spitzelte. Die Berliner drängten auf der Jagd nach dem Ausgleich kurzzeitig forscher in die Offensive, die Haie hielten die Gastgeber aber zumeist außen an der Bande und weitestgehend aus der Gefahrenzone vor dem eigenen Tor. Gegen Mitte des Drittels störte man dann die Eisbären wieder früher und erzwang so einige Scheibenverluste. Die Vorentscheidung besorgte Kai Hospelt, der Vehanen mit einem Schuss von links überwand und seinen ersten (regulären) Treffer der Saison feiern durfte. Die Berliner wirkten mit zunehmender Spieldauer ideenlos, wie man die Haie-Abwehr überwinden könnte. DEL-Topscorer Petersen musste wenige Minuten vor dem Ende aus ungünstiger Position feststellen, dass Gustaf Wesslau bei freier Sicht nicht zu überwinden ist. Die Haie waren dem dritten Treffer deutlich näher als die Eisbären ihrem ersten. Johannes Salmonnson machte es 2:40 Minuten vor dem Ende aber nochmal spannend, als er auf der Strafbank platznahm. Uwe Krupp nahm seine Auszeit und beorderte Vehanen vom Eis, aber auch mit zwei Mann mehr wollte kein Treffer fallen. Auch, weil sich die Haie-Abwehr von ihrer besten Seite zeigte, Ankerts Fußabwehr war Rettung in höchster Not. Und jedes Mal, wenn im Torraum von Wesslau zu hart von den Berliner Stürmern nachgestochert wurde, zeigten die Haie Zähne und wiesen ihre Gegner zurecht. Den Schlusspunkt setzte dann Salmonnson, der gerade von der Strafbank zurückkam und Micki DuPont so unter Druck setzte, dass dieser die Scheibe verlor. Byers schickte dann den Schweden auf die Reise Richtung leeres Tor. Ein leichter Treffer, der sowohl das erste Saisontor für Salmonsson bedeutete als auch den ersten Empty-Net Erfolg für die Haie in dieser Saison. Ein rundum gelungener Abend in Berlin für den KEC also.

Über den Autor: Robert Heppekausen

Robert ist seit 2004 für haimspiel.de tätig und hat in der Zeit unter anderem am Radio das Rekordspiel gegen Mannheim kommentiert und war Mit-Ideengeber für die "Wir sind Haie"-Shirts. Zusammen mit Dennis hat er die Facebook-Seite der Kölner Haie ins Leben gerufen und für den Club aufgebaut.

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