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Die richtige Antwort – Haie schlagen Straubing 6:1

Ryan Jones feiert seinen Treffer zum 3:1 - Foto: mcfly37.de

Erneut war es ein zweites Drittel, das den Haien den Weg zum Sieg ebnete. Mit 4:0 gewannen die Gastgeber, zum ersten Mal in den roten Trikots, den mittleren Abschnitt und boten den 8.876 fantastisches Eishockey und toll herausgespielte Tore.

Eine gute Nachricht gab es schon vor dem Spiel. Sebastian Uviras Verletzung aus dem Schwenningen-Spiel schien nicht gravierend zu sein, so dass der Kölner in die 4. Reihe zurückkehrte. Beide Teams mussten somit auf zwei Spieler verzichten. Bei den Haien ergab sich keine Veränderung Latta und Sulzer fehlten weiterhin. Mit Colton Jobke und Kapitän Sandro Schönberger waren es auch bei den Tigers keine Unbekannten die Coach Mitchell ersetzen musste. Clouston änderte allerdings die ersten beiden Reihen. Mit Jones, Hager und Gogulla gab es dabei eine Wiedervereinigung der so erfolgreichen Reihe der letzten Saison. Turnbull, Hospelt und Reinhart bildeten die zweite Formation.

Zuerst dasselbe Bild wie Freitag

Das erste Drittel war eine Blaupause zum Spiel am Freitag. Die Haie waren das überlegene und dominante Team, aber die Scheibe wollte nicht den Weg in den Kasten der Gäste finden. Nach 11 Minuten betrug das Schussverhältnis 11-2 zugunsten der Haie. Straubing fand zu Beginn kaum statt, aber weder Eriksson noch Salmonsson oder Müller brachten die Scheibe unter. Ein schneller Angriff  leitete dann die Führung der Gäste ein. Die Haie kamen nicht schnell genug zurück und die Hereingabe von Zalewski erwischte Hedden kurz vor Wesslau. Das erste Powerplay am Ende des Drittels blieb trotz guter Chancen ebenfalls ohne Erfolg. Wie schon am Freitag war der Spielverlauf durch den Zwischenstand auf den Kopf gestellt.

Der Knoten platzt

Ein Geniestreich von Max Reinhart läutete das schon erwähnte zweite Drittel ein. Die Haie hatten sich im Drittel der Straubinger festgesetzt, Reinhart bekam die Scheibe hinter dem Tor und zog zum Tor. Jetzt hätte jeder einen Schlenker und einen Abschluss per Vorhand erwartet, doch Reinhart drehte auf Rückhand und hebelte die Scheibe über die Schulter des verdutzten Pätzold in den Kasten. Damit war der Bann gebrochen. Zwar konnten die Kölner im Anschluss ein Powerplay erneut nicht nutzen, aber nur kurz danach stand Turnbull richtig und verwertete einen Rebound ins leere Tor. Das nächste Powerplay verwerteten die Haie. Die Scheibe lief über Eriksson und Hager zu Jones, der sich von der Grundlinie vors Tor drehte und an Pätzold hoch vorbei zum 3:1 einnetzte. Hager und Eriksson waren an diesem Tag in Geberlaune und steuerten beide jeweils vier Vorlagen bei. Das Drittel war allerdings noch nicht beendet. Kurz vor dem Ende war es Philip Gogulla, der die Kelle in eine Reingabe von Hager hielt und ins Tor abfälschte.

Die Haie machen es deutlich

Im letzten Drittel verwalteten die Haie den Vorsprung offensiv. Zu keiner Zeit hatte man das Gefühl, dass Straubing zurück in die Partie finden würde. Mitte des Drittels gab es noch eine Chance für Straubing ins Spiel zurückzufinden. Cory Potter musste auf die Strafbank und Wesslau erwischte einen Schuss von Brandl im Nachfassen knapp vor der Linie. Potter machte dann alles klar. Er kam gerade von der Strafbank, wurde mustergültig von Hager bedient und zauberte – dieses Wortspiel darf beim ersten Saisontor ausnahmsweise erlaubt sein – die Scheibe in den Straubinger Kasten. Das Spiel endete mit zwei Schlusspunkten. Zuerst schnappte sich Byers Oblinger zum Tanz und beide führten einen relativ ausgeglichenen Fight, der sich vorher schon angedeutet hatte. Der Zweite ging dann an Ryan Jones, der mit seinem zweiten Treffer in Überzahl den Endstand markierte. Am Ende war der Sieg auch in der Höhe verdient. Gerade mit einem Mann weniger, hatte Straubing nicht viel entgegenzusetzen. Drei von sechs Situationen mit einem Mann mehr konnten die Haie nutzen.

Stimmen zum Spiel

Fredrik Eriksson: “Es war ein anderes Spiel im Vergleich zu Freitag. Es war sehr gut zu gewinnen und vor allem so viele Tore zu erzielen. Ich glaube ich habe noch nie 4 Assists in einem Spiel gemacht, es kann sein, aber ich glaube nicht. Das Powerplay hat dabei natürlich sehr geholfen.”

Cory Clouston: “Wir haben unsere Chancen genutzt, das war der große Unterschied zu Freitag. Wir waren disziplinierter und haben den Frust nicht hochkommen lassen. Die Jungs haben sehr viel Geduld gehabt, wir hätten in der ersten Pause in Selbstmitleid versinken können aber das haben wir nicht. Wir haben weiterhin hart und gut gespielt und wurden dafür belohnt.”

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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4 Kommentare

  1. 04.10.2016

    Tolles Spiel. Hat echt Spaß gemacht, die Haie so aufspielen zu sehen. Gerne mehr davon.

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