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Interview mit Niklas Sundblad

Niklas Sundblad
Niklas Sundblad. Foto: Steffen Thaut

Nach zwei Monaten im Amt und vor den letzten drei Spielen vor Weihnachten wollten wir von Haie-Headcoach Niklas Sundblad seine Einschätzung zu den Gegnern an den letzten drei Spieltagen vor Weihnachten, den Ausfällen von John Tripp und Ryan Jones sowie einen Einblick, wie er mit der Mannschaft den Rest der Saison angeht.

Herr Sundblad, zwei Monate im Amt, und so langsam spiegeln die Resultate die Früchte der Arbeit wieder. Wie zufrieden sind Sie mit der Situation im Moment?

In den letzten 11 Spielen haben wir gut gespielt und haben 20 von 33 Punkten geholt. Das ist sehr stark von uns. Wir gehen den richtigen Weg.

Ist nach all dem Aufruhr inzwischen ein bisschen Ruhe eingekehrt?

Wir konzentrieren uns auf das, was wir kontrollieren können, sprich aufs Eishockeyspielen und auf gutes Training. Natürlich war in der Presse und überall viel los, aber unser Fokus war immer auf dem nächsten Spiel und auf der Mannschaft.

Ist das Derby mit all seinen Nachwehen schon abgehakt?

Das Problem ist, dass jetzt zwei Spieler gesperrt sind. Deswegen ist es natürlich nicht abgehakt für uns. John Tripp und Ryan Jones werden uns fehlen. Das tut uns schon ein bisschen weh. Aber es war ein gutes Eishockeyspiel. Es war hart, und so sollte ein Derby auch sein. Aber ab jetzt liegt der Fokus auf dem nächsten Spiel.

Wie schwer wird es, die Ausfälle von John Tripp und Ryan Jones zu kompensieren?

Das sind zwei Powerforwards für uns. John und Ryan sind unsere größten Spieler, die auch beide mit viel körperlicher Präsenz spielen. Jetzt kriegen Maxime Sauve und Evan Rankin die Chance zu spielen.

Die anstehenden drei Spiele haben es alle in sich: Am Freitag gegen den Tabellennachbarn aus Nürnberg, am Sonntag gegen ihren Ex-Club Ingolstadt, am Dienstag gegen Uwe Krupps neuen Club in Berlin. Was erwarten Sie von diesen Begegnungen? Geht’s um mehr als nur um Punkte?

In jedem Spiel geht es für uns in erster Linie um die Punkte. Nürnberg steht in der Tabelle vor uns. Den Platz wollen wir natürlich übernehmen. Das wird ein gutes Spiel. Die Ice Tigers haben ein paar sehr gefährliche Stürmer mit Reinprecht und Reimer. Dann kommt Ingolstadt. Das macht natürlich immer Spaß gegen meinen alten Verein. Die haben eine sehr gute Saison bisher gespielt. Auf das Spiel freue ich mich sehr. Und klar, gegen Berlin wird es natürlich ein besonderes Spiel. Uwe [Krupp, Anm.d.Red.] war hier lange Headcoach und ist jetzt bei den Eisbären. Aber das Wichtigste in allen diesen Spielen sind einfach die Punkte. Wir brauchen jeden Punkt. Deswegen liegt der Fokus jetzt erstmal auf Nürnberg.

Schauen Sie schon auf den Rest der Saison oder gehen Sie es mit der Mannschaft in kleineren Schritten an?

Intern haben wir uns vorgenommen, immer 9 Punkte aus jeweils fünf Spielen zu holen. Das sind kleine Ziele. Und dann natürlich das Augenmerk darauf, wie viele Tore wir schießen, wie viele Gegentore wir kriegen. Da schauen und analysieren wir auch nochmal genauer Powerplay und Unterzahl. Das vermittelt uns eine Idee von der Richtung, in die wir als Mannschaft gehen müssen. Da hilft uns die Unterteilung in solche Segmente von jeweils fünf Spielen. Wenn wir diese 9 Punkte aus jeweils fünf Spielen schaffen, dann sind wir in den Playoffs.

Wir bedanken uns bei Niklas Sundblad für das Interview.

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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