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Alexander Weiß vor der Nordkurve in der LanxessArena. Foto: Jürgen Peters
Ein Bild, was man nicht so bald wieder sehen wird: Eine volle Nordkurve jubelt. Foto: Jürgen Peters

Das Rennen um die Playoff-Plätze bleibt eng. Den Kölner Haien sitzen die Krefeld Pinguine im Nacken, den Blick nach oben versperren Nürnberg, Düsseldorf und Wolfsburg. Der Spielplan könnte dem KEC aber in nächster Zeit in die Karten spielen.

Auf heimischem Eis hat der KEC eine ordentliche Bilanz aufzuweisen. Zwölf Siege fuhren die Haie in der LANXESS arena ein, in zwei weiteren Spielen gab es zumindest einen Punkt. Zuletzt gab es sieben Heimsiege in Serie. Die letzte Niederlage ohne Punktgewinn liegt lange zurück: Mitte November verlor man mit 0:3 gegen die Adler Mannheim.

Nun stehen drei Heimspiele in Folge an. Am heutigen Donnerstag gastieren eben jene Adler Mannheim in Köln, am Dienstag kommen die Grizzly Adams Wolfsburg und am darauf folgenden Sonntag folgt das letzte Hauptrunden-Derby gegen die DEG. Nichts davon sind leichte Spiele. Der Tabellenführer wird den Haien genauso alles abverlangen wie die beiden Mannschaften, die sich ebenfalls für die Playoffs gut positionieren wollen. Die eigene Arena und die eigenen Fans im Rücken können hier ein ausschlaggebender Faktor werden. Die Haie sind sich ihrer Heimstärke durchaus bewusst. Ein kleines Plus in Sachen Selbstvertrauen, das man aktuell gut gebrauchen kann.

Was Niklas Sundblad zudem hilft, sind die Pausen zwischen den Spielen. Der akribische Arbeiter hat vor jeder der Partien üppig Zeit, die Mannschaft auf den jeweiligen Gegner einzustellen. Vor dem Duell gegen die Adler lagen vier spielfreie Tage, bis zum Wolfsburg-Spiel sind es ebenfalls vier, danach nochmal vier bis zum Aufeinandertreffen mit der DEG. Dass die Haie die Trainervorgaben gut umsetzen können, haben sie zuletzt über weite Strecken im Spiel in Nürnberg bewiesen. Eine gute Vorbereitung kann die halbe Miete ausmachen.

Punkte aus den jetzt anstehenden Heimspielen mitzunehmen wird auch deshalb wichtig, weil nach den drei Partien auf eigenem Eis vier Auswärtsspiele folgen – und das wieder im „Englische Woche“-Format. Ein kleines Punkte-Polster hierfür aufzubauen, um auf fremdem Eis nicht noch mehr unter Zugzwang zu sein, als man ohnehin schon ist, würde für ein bisschen Ruhe im Hinterkopf sorgen.

Von den Haie-Fans ist Unterstützung gefordert, genauso wie Geduld. Nie war es wichtiger, der „siebte Mann“ auf dem Eis zu sein, als aktuell. Das Prinzip „Heimvorteil“ funktioniert nur im Gesamtpaket. Dass den Auftakt zur kleinen Heimserie ein Spiel gegen einen Erzrivalen macht, kann da nur helfen. Für das nötige Maß an Emotionen auf dem Eis und auf den Rängen ist da in jedem Fall gesorgt.

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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