Unabhängiges Magazin seit 2003 – Eishockey. Kölner Haie. Köln. DEL.

Hinweis: Dieser Artikel ist älter als sechs Monate. Um immer auf dem aktuellen Stand zu sein nutzt du:

Aktuelle Informationen findest du auf unserer Startseite »

Haie: Droht ein katastrophaler Spielplan?

Haie-Headcoach Cory Clouston - Foto: Andreas Dick.
Haie-Headcoach Cory Clouston - Foto: Andreas Dick.

Den Kölner Haien droht ein Spielplan, der es in der Saison 2017/18 in sich haben wird. Aus direktem DEL-Umfeld hat haimspiel.de erfahren, dass der KEC einen katastrophalen Spielpan erwartet: Das letzte Heimspiel soll bereits im Januar stattfinden – alle Spiele im Februar und März sind auswärts. Droht den Haien schon vor der Saison der erste Super-Gau? Denn ein solcher Spielplan hätte Auswirkungen in allen Bereichen des Clubs. So fehlen auch den Einzelticket-Käufern durch den Wegfall von Februar und März zwei Monate (Monatslöhne) der regulären Saison um Tickets zu bezahlen.

Februar: Karneval und Olympia-Pause

Traditionell müssen die Haie im Februar durch den Karneval mehr Auswärtsspiele absolvieren als in der heimischen LANXESS arena. Die “Lachende Kölnarena” beginnt in dieser Session bereits am 19. Januar – erstmal nur am Wochenende, ist aber Dauergast ab dem 26. Januar 2018. Es folgen außerdem die Olympischen Spiele 2018 im südkoreanischen PyeongChang vom 8. Februar bis zum 25. Februar. In der Zeit wird die ganze Liga keine Spiele bestreiten.

Entscheidende Spiele vor den Playoffs auswärts

Aber auch im März soll sich die Situation nicht bessern. Zwar endet die reguläre Saison (Hauptrunde) bereits am 4. März, aber auch in dieser kurzen Zeitspanne nach Olympiaende und Playoff-Beginn bestreiten die Haie die letzten Spiele in der Ferne. Sollte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um entscheidende Playoff-Spiele geben, könnte dies durch die Reisestrapazen in kurzer Zeit ein bedeutender Nachteil für den KEC werden.

Spielplan auch wirtschaftlich katastrophal

Doch nicht nur sportlich stellt diese Planung kaum zu stemmende Herausforderungen an den Club. Im Umkehrschluss bedeutet der Spielplan auch, dass in dem Zeitraum zuvor (Mitte September – Ende Januar) in 4,5 Monate 26 Heimspiele untergebracht werden müssen: Knapp sechs Spiele pro Monat. Laut unseren Informationen soll es sogar bis zu acht Heimspiele im Monat geben. Bewahrheitet sich dieser Spielplan, muss der KEC bereits jetzt Einbußen im Ticketing und Merchandising in Kauf nehmen – schließlich sind so viele Heimspiele in einem kurzen Zeitraum finanziell für Einzelticket-Käufer kaum zu bewältigen. Außerdem bitter für alle Fans: Die Anzahl der Heimspiele an einem Dienstag dürfte enorm anwachsen in der neuen Spielzeit.

Hoffnung: Der Spielplan wird bis kurz vor Schluss bearbeitet

Mit so einem Spielplan würden die Rahmenbedingungen der neuen Saison für den KEC kritisch sein. Vor allem wirtschaftlich ist zu hören, dass Club-Investor Frank Gotthardt eine deutliche Umsatzsteigerung erwartet. Dies wäre nur schwer umsetzbar. Aber: Der Spielplan wird erfahrungsgemäß bis kurz vor Veröffentlichung noch von Clubs und Liga bearbeitet. Es ist also durchaus möglich, dass Spiele noch getauscht werden.

Erfahrungsgemäß wird der DEL-Spielplan Anfang Juli veröffentlicht.

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

Vorheriger Artikel

Trikotwettbewerb: Das Voting 2017 hat begonnen!

7 Kommentare

  1. Torsten Weidemann
    19.06.2017

    Das sind doch aber zu 50% selbstgemachte Probleme (dass die Lachende Kölnarena wichtiger ist, kann man der Liga nicht anlasten) und zu 50% Rahmenbedingungen (Olympiateilnahme), die alle Clubs gleich betreffen.

  2. Thomas
    19.06.2017

    Ich glaub jetzt geht’s aber los oder wie? Wo wäre das Problem Anfang März ein Haimspiel zu legen? Verstehe die Aufregung nicht. 8 Haimspiele pro Monat werden nicht mal alle Dk besitzter mitmachen. Lachende Kölnarena sehe ich nicht als Problem. Olympia okay ist eben so. Aber ganz ohne verstehe ich wieder nicht.
    Jedem kann man es nicht recht machen, aber das wäre irrwitzig.
    Gruß
    Thomas

  3. Swiska
    20.06.2017

    Das ist ja schon fast eine Frechheit :/ Da ich ziemlich eingespannt bin gönne ich mir vllt ein Spiel im Monat, wenn im Januar schon Schluss damit ist, ist die Saison für mich ja schon viel eher vorbei bevor die Playoffs beginnen. Zum kotzen…

  4. wolfgang Poeplau
    22.06.2017

    Wollen die das der KEC kaputt geht ? Ich würde gerne mal sehen was in München Mannheim Berlin usw. los wäre. Aber wir hatten ja eine” tolle “WM. Vielen Dank das man uns dann so verarscht.
    Poppey.

  5. Knipp Bea
    26.06.2017

    Ich habe damit ein großes Problem, wenn gefröre und Gesaufe vor dem Sport was Köln ausmacht- und das ist genauso wie Fußball der KEC vorzieht.
    Die saufende KölnArena kann auch mal nach einem Spiel starten. Die glühen eh alle vor!
    Sowas primitives überhaupt einem sportlichen Ereignis gegenüber zu stellen finde ich ein Armutszeugnis für Köln und Kölner❣️

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.