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Erstmals in dieser Saison ohne Tor – Die Haie verlieren gegen Bremerhaven

Patrick Hager beim Spiel in Bremerhaven (21.10.2016). Foto: Alexandra Schmitz
Patrick Hager beim Spiel in Bremerhaven (21.10.2016). Foto: Alexandra Schmitz

Vor 14.186 Zuschauern am Dienstagabend, es war die alljährliche Erstsemesteraktion, vergaben die Haie zum wiederholten Male viele Chancen und verloren in der Konsequenz verdient mit 0:2. Bei den Gastgebern waren Marcel Ohmann und Gustaf Wesslau zurück im Kader, dafür fehlte Jean-Francois Boucher nach seiner Strafe vom vergangenen Sonntag gesperrt. Auch bei den Pinguins ergaben sich Änderungen im Vergleich zur Partie vom vergangenen Freitag. Nieminen startete anstelle von Kuhn. Es fehlten Lampl und Hooton, sowie weiterhin auch Welsh und Venäläinen.

Druckvoller Start und trotzdem in Rückstand

Es entwickelte sich zu Beginn der zu erwartende Spielverlauf. Die Haie mit druckvollem Beginn und zügig mit den ersten Chancen. Alleine Max Reinhart scheiterte im ersten Abschnitt viermal an Nieminen. Die Pinguins wussten sich in dieser Phase teilweise nur durch Strafen zu helfen. In Überzahl ergaben sich weitere gute Möglichkeiten für die Haie, aber entweder blockten die Gäste die Scheibe oder Nieminen hielt sicher. Die erste Unterzahl überstanden die Haie ohne das Bremerhaven einen Schuss auf den Kasten von Wesslau abfeuerte. Danach wendete sich das Blatt allerdings, die Haie mit Fehlern in Aufbau und Verteidigung und vor allem die Reihe um Rob Bordson sorgte für Gefahr vor dem Haietor. Gustaf Wesslau konnte sich mehrfach bei schnellen Kontern auszeichnen. Bei der Führung der Gäste in der 15. Minute war auch er machtlos. Zu gut ausgespielt war der Angriff – erneut über Bordson – den Combs am langen Pfosten nur über die Linie legen musste. Die Haie hatten in dieser Situation komplett die Zuordnung im eigenen Drittel verloren. Sie erholten sich auch bis zur Drittelpause nicht mehr vom Rückstand.

Nach dem Powerbreak deutlich besser

Der zweite Abschnitt begann wie der Erste endete. Die Pinguins mit den besseren Chancen. George mit einem Alleingang – den Wesslau stark parierte – und Bast mit einem Lattentreffer hätten das Ergebnis binnen der ersten drei Minuten erhöhen können. Bast versuchte sich kurz darauf erneut, aber Wesslau hielt die Haie zu diesem Zeitpunkt in der Partie. Es folgte das Powerbreak und das war so etwas wie eine Initialzündung. Plötzlich fingen die Haie an zu schießen. Suchten sie vorher immer nochmal und nochmal den besser postierten Nebenmann wurde jetzt aus allen Lagen geschossen. Gogulla und Sulzer trafen nur den Pfosten. Nach einem Schuss aus ganz kurzer Distanz von Jones musste sogar der Videobeweis zu Rate gezogen werden und Max Reinhart hätte das Spiel auch in diesem Abschnitt drehen können. Jani Nieminen wuchs über sich hinaus und hielt seinen Kasten weiterhin sauber.

“Wer sie vorne nicht macht…”

Unverändertes Bild zu Beginn des letzten Drittels. Die Haie mit vielen Schüssen und immer wieder Nieminen. Hager, Hospelt und Salmonsson scheiterten, Lalonde traf die Latte und auch abgefälschte Schüsse durch Byers und Hospelt konnte Nieminen abwehren. Nach der ersten Offensive flachte das Spiel dann etwas ab. Die Haie weiterhin optisch überlegen, aber ohne weitere große Chancen zu erspielen. Frei nach der alten Weisheit „Wenn man sie vorne nicht macht, dann kriegt man sie hinten“ war dann in der 51. Minute Jason Bast auf und davon und ließ mit präzisem Schuss in den Winkel Wesslau keine Chance. Danach waren die Haie sichtlich angeschlagen. Erst in den letzten drei Minuten kam man wieder zu Chancen. Zuerst scheiterte Hager und dann verfehlte Eriksson das offene Tor. Wesslau hatte zu diesem Zeitpunkt das Tor schon verlassen. Die Haie schafften es an diesem Abend nicht Nieminen zu überwinden und verloren zum dritten Mal in Folge zu Hause.

Am Freitag erwartet die Haie dann in Schwenningen ein weiterer unangenehmer Gegner. Christian Ehrhoff wird dann erstmalig für die Haie auflaufen.

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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Ehrhoff soll in Schwenningen spielen

1 Kommentar

  1. Ralf
    26.10.2016

    Das hat phasenweise schwer an die Fehler der letzten Saison erinnert: Cloustons Maxime vom schnellen Umschaltspiel aus solider Verteidigung wurde fast gar nicht umgesetzt.
    Spielaufbau über neutrale Zone zu langsam, dann im gegnerischen Drittel an der Blauen warten, bis alle (auch die 5 Fischtowner) nachgezogen sind. Zu wenig direkte Angriffe, zuviel Rumgekurve ums Tor. Schüsse von der Blauen kamen nicht durch, da ständig geblockt oder vom sehr guten gegnerischen Goalie parriert. Wie man Konterangriffe schnell und effektiv rausspielt, zeigte dann der Gegner.
    Das war echt zu wenig!

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