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2:3-Niederlage beim Wintergame: Haie zu spät im Spiel

Colby Genoway während des DEL WINTERGAME 2019. Foto: City-Press GmbH.
Colby Genoway während des DEL WINTERGAME 2019. Foto: City-Press GmbH.

Die Kölner Haie verlieren das DEL WINTERGAME 2019 gegen die Düsseldorfer EG mit 2:3 nach Verlängerung. Der KEC ist zu spät aufgewacht und kam durch die Treffer von Genoway und Schütz kurz vor Schluss zum glücklichen Ausgleich. Doch die Gäste aus Düsseldorf nehmen durch das Tor in der Verlängerung verdient zwei Punkte mit. Trotzdem: Die 47.011 Zuschauer, unter anderem mit Lukas Podolski im Rhein-Energie-Stadion feierten das DEL WINTERGAME 2019 und empfingen die beiden Teams mit einer großen Choreo.

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Ihr seid geil!!! Was für eine atemberaubende Choreo! 👏❤

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WINTERGAME: Haie konnten sich auf den Regen nicht einstellen

Die schlechten Wetterbedingungen bestimmten die Diskussionen vor der Partie: Welchen Einfluss wird der Regen auf das Spiel und die einzelnen Spieler nehmen? DEG-Trainer Kreis hatte beobachtet: Das Eis wurde im Training mit Regen langsamer, doch die Banden immer schneller. Die Kölner Haie konnten sich die gesamte Spielzeit nicht darauf einstellen. Sehr oft spielte der KEC den Puck tief über die Bande, der aber postwendend wieder in die neutrale Zone kam und den Angriff der DEG einleitete. Die Spieleröffnung der Kölner Haie ist ein Grundproblem in dieser Saison, umso deutlicher wurde dies beim Outdoor-Spiel im Stadion des 1. FC Köln.

Die Haie ließen Schüsse auf das Tor völlig vermissen, obwohl bei Outdoor-Spielen allgemein bekannt ist, dass vor allem die Torhüter – umso mehr bei transparenten Banden – nicht ihre Top-Leistungen bringen können. Schüsse auf das Tor, vor dem Tor lauern, Nachschüsse verwerten. Das alles hat man in dem Spiel lange Zeit nur bei den Gästen gesehen. Begünstigt wurde der Spielverlauf aus Düsseldorfer Sicht durch den frühen Führungstreffer: Bereits in der 1. Minute traf Philip Gogulla – natürlich per Nachschuss.

Aus welchem Grund haben die Haie das DEL WINTERGAME 2019 verloren?

Schlechte Leistung besonders in den ersten beiden Dritteln

Der KEC tat sich besonders in den ersten beiden Dritteln schwer, Chancen herauszuspielen. Die einzig nennenswerte setzte Alexander Oblinger im Mittelabschnitt aus zentraler Position links neben das Tor. Wenig später erzielte erneut Philip Gogulla das 2:0 für die DEG. DEG-Stürmer Alex Barta hatte zuvor noch die Latte getroffen. Nach zwei Dritteln hätten die Gäste das Spiel bereits entscheiden können: Niederberger tauchte allein vor Gustaf Wesslau auf. Bis zu diesem Zeitpunkt war bester Kölner Akteur auf dem Eis Dave McLlwain, der beim Legenden-Spiel zuvor doppelt traf und sein Können unter Beweis stellte. Die Haie lagen im DEL WINTERGAME 2019 nach zwei Dritteln verdient mit 0:2 zurück.

Haie mit glücklichem Ausgleich kurz vor Schluss

Im letzten Abschnitt kamen die Kölner Haie mit Frust aus der Kabine und konnten es aufs Eis umsetzen: Ticar verpasste per Rückhand knapp. Dumont traf das Außennetz und eine Minute später traf Genoway zum 1:2-Anschlusstreffer. Der Regen war nicht mehr ganz so stark, was auch auf dem Eis und der spielerischen Qualität spürbar zu Gute kam. Es wurde zum offenen Schlagabtausch: Beide Teams konnten Druckphasen aufbauen, sowohl Wesslau wie auch M. Niederberger in den Toren standen im Mittelpunkt. Die beste Chance hatte Descheneau, der nur am Pfosten scheiterte. Als die Kölner Haie kurz vor Schluss den Torwart rausnahmen erzielte Felix Schütz den umjubelten, aber glücklichen 2:2-Ausgleichtreffer. Die Unparteiischen haben ihn nach Videobeweis für gültig erklärt, so dass es zur Verlängerung kam. Die Haie haben einen Punkt gerettet.

Verlängerung: Uvira muss treffen, Henrion trifft

In der Verlängerung starteten beide Teams vorsichtig, bevor sich die Ereignisse überschlugen: Sebastian Uvira konnte völlig allein auf das DEG-Tor zulaufen, scheiterte aber überhastet an Niederberger. Im Gegenzug machte es Henrion besser: Er erzielte mit einem geschickten Schuss den 3:2-Siegtreffer für Düsseldorf.

DEG-Trainer Harold Kreis fand bei jedem Aufeinandertreffen eine Lösung, um das Spiel für sich entscheiden zu können. Es war die dritte Niederlage im dritten Derby für die Kölner Haie in der laufenden Saison.

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Über den Autor: Dennis Wegner

Dennis gründete gemeinsam mit René im Sommer 2003 haimspiel.de und betreut die Seite bis heute als 1. Vorsitzender. Außerdem war er zwischendurch für das Haie-Fanprojekt tätig, hat mit dem Team und der Fanszene "Wir sind Haie" ins Leben gerufen und die Flyeraktion "Köln ohne Haie?" mit großem medialen Echo organisiert.

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WINTERGAME is coming!
  • Alexander sagt:

    An und Abreise waren kein Problem für uns aus Dormagen.
    Die Lichtershow und das Feuerwerk waren beeindruckend auch wenn es nicht mein erstes Freiluftspiel war.Die Ordner waren auch sehr nett.

    Leider waren im Ostbereich die Bandenhalterungen im Torraum das störte ein bisschen und die Mannschaftbänke waren leider auch im Weg aber irgendwo müssen die ja hin.Das Wetter hätte auch kaum schlechter sein können jetzt bin ich Grippegeschwächt.

  • Alexander sagt:

    Negativ war auch das Zündeln von Bengalos im DEG Block das ist gefährlich sowas braucht kein Mensch aber das Verstehen die Menschen die das tun wohl erst wenn sie dadurch verletzt werden.Ein großer Dank gilt auch an Polizei und Rettungsdienst die zahlreich vorhanden waren soviel hab ich noch nie gesehen.Auch Lichter auf dem Weg zum bzw.Verlassen des Stadions waren genug vorhanden.

  • Andreas Weck sagt:

    Organisation mangelhaft. Dank KVB das gesamte Rahmenprogramm nicht erleben können . Dafür sollte man echt ein Teil des Eintrittskartenpreises zurück erstatten. Für das Wetter kann der KEC nichts . Die Leistung der Mannschaft war grottenschlecht. So dass man es unter dem Strich betreut hat das Spiel nicht zuhause auf Magenta TV gesehen zu haben

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