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Schütz: Beide Seiten hatten viele Chancen

Alexander Sulzer beim Spiel in Bremerhaven (21.10.2016). Foto: Alex Schmitz
Alexander Sulzer beim Spiel in Bremerhaven (21.10.2016). Foto: Alex Schmitz

Die Kölner Haie verlieren gegen die Adler Mannheim mit 0:1. Am Tag danach erreichten uns viele Stimmen der Fans – von euch – auf unterschiedlichen Wege. Per Whatsapp-Newsletter genauso wie in unseren Kommentaren unter dem Spielbericht oder aber auf Facebook. Doch was denken die Spieler? – Die Stimmen zum Spiel gegen die Adler Mannheim mit Felix Schütz und Alex Sulzer.

Felix Schütz: Beide Seiten hatten viele Chancen

“Beide Seiten hatte viele Chancen, es hätte auch anders ausgehen können. Es war ein sehr ruhiges Spiel, sehr viel in der neutralen Zone. Wir haben uns schwer getan, heute offensiv zu überzeugen. Wir hatten zwar auch noch gute Schüsse, aber nur in den letzten Minuten. Ich hatte einen Alleingang, den ich dann natürlich auch machen muss bei dem Zwischenstand. Wir standen defensiv etwas besser. In Nürnberg sah das noch anders aus. Ingolstadt kriegt die wenigsten Gegentore, die Eisbären sind immer stark und Nürnberg ist auch wieder sehr gut dabei und nun Mannheim.  Wir hätten auch die vier Spiele gewinnen können, aber haben sie unglücklich verloren. Bei uns müssen jetzt auch mal die Verletzten zurückkommen damit wir wieder mehr Tiefe im Kader haben. Grade im 5-3 Powerplay müssen wir aber treffen.

Am Dienstag ist es ja auch wieder gegen Ingolstadt und das wird genauso schwer. Es ist eine lange Saison und wir müssen ruhig bleiben. Natürlich ärgern uns die Niederlagen in den letzten Spielen, weil wir nicht immer die schlechtere Mannschaft waren. Wir hätten auch heute verdient gehabt zu gewinnen, aber Mannheim hat die Zeit auch clever runter gespielt. In Nürnberg waren wir schon 2:0 vorne und haben es durch eigene Fehler wieder hergegeben und die anderen Spiele war es so ähnlich. Wir müssen das analysieren und das Spiel besser machen.

Wir haben eine gute Truppe. Wir sind offensiv einer der besten Mannschaften in der Liga. Wir denken sehr offensiv, aber müssen auch an die Defensive denken. Letzte Saison hatten wir die beste Defensive, dieses Jahr ist es genau anders rum. Hier fehlt uns noch die richtige Mischung.”

Alex Sulzer: Nicht viel Zeit zum Nachdenken

“Es war ein enges Spiel in der keine Mannschaft einen Fehler machen wollte. So kommt das Ergebnis zu Stande. Wir wollten Fehler vermeiden, weil wir in den letzten Spielen zu viele Gegentore gefangen haben. Vielleicht waren wir jetzt etwas zu zurückhaltend und das Spiel war etwas langsamer. Wir haben sehr wenige Fehler gemacht in der Defensive und das Spiel gut hinten raus gespielt. Wir hätten uns etwas weniger Zeit im eigenen Drittel gewünscht, aber es war ein gutes Spiel von uns. Wir analysieren jetzt das Spiel und dann geht es ja direkt weiter gegen Ingolstadt. Da bleibt eh nicht viel Zeit zum Nachdenken.

Wir haben unser System auch nicht verändert, wollten jetzt nicht pure Defensive spielen. Wir wollen unsere Kleinigkeiten besser machen, so dass wir vor unserem Tor besser stehen. Das fängt ja schon in der offensive Zone an, damit wir hinten nicht in gefährliche Situationen kommen. Das ist ein gutes System und das werden wir sicher weiter so verfolgen. Machen wir die zwei Chancen heute rein, fragt keiner mehr wie das Spiel war. Es passieren immer mal Fehler, aber wir müssen sicher stehen und vorne die Chancen rein machen. Das klappte die Saison schon oft, aber in dem Spiel jetzt mal nicht.”

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5 Kommentare

  1. Dagi
    31.10.2017

    Klar, dass die Spieler abschwächen.
    Keiner würde sagen “Wir müssen unbedingt üben, den Puck zu kontrollieren”, weil das eigentlich Grundlage ist.
    Am ehesten könnte das letzte Spiel von der Mannschaft wohl Gustav Wesslau beurteilen, der saß auf der Tribüne und hat gesehen, was wir alle gesehen haben.

  2. Kurt von Knoblauch
    31.10.2017

    Man weiß ja nicht wo man Anfangen soll.
    Wir haben einen guten Karder? Darauf Pfeift man, wenn Profis ihrer Arbeit nicht nachkommen und sich nicht den Allerwertesten für das Team einsetzt.
    Clousten macht meiner Meinung nach einen guten Job. Aber unsere Defensive ist eine Katastrophe. HERR 52 SULZER ist ein Garant für krasse Aussetzter und Fehlpässe. HERR 91 MO MÜ. läuft über das Eis als ob er einen Stock verschluckt hätte. Und er ist viel zu Langsam. Herr 9 Lalonde sitzt deutlich zu oft auf der Bank. HERR 10 EHRHOFF ist gut im Geldverdienen. HERR 33 ERIKSON hat den Zenit auch überschritten. Herr 27 Zerressen hat in den letzten Jahren ein gute Entwicklung gemacht. Er allein kann aber ein Spiel Verteidigen. Von unserem Sturm sollte man erst gar nicht reden. Es wird zuviel rumgeeiert und zu wenig aufs Tor geschossen.
    Aber solange das Haus mit einem Schnitt von über 10 Tausend Fans schrinen die Gehälter der Profis ja gesichert. Ih r Profis solltet euch mal an den Kopf fassen. Seid 2002 keinen Titel. Und dieses Jahr wird das wohl wieder nichts. Aber die Herren haben ja ihr Grhalt schon sicher.

    • Sam
      01.11.2017

      Also ich kann dir da nicht so recht zustimmen. Ok, Sulzer produziert auffallend viele break aways aber das wars auch schon.
      Auch wenn Müller, sagen wir mal “auffällig” skatet, hat er doch ein gutes Stellungsspiel und vor allem den Biss und die Emotionen. Ehrhoff war sicherlich schon mal besser, aber er spielt trotzdem solide und lässt auch ab und zu das Können seiner jüngeren Tage aufblitzen. Und das er punktbester Verteitiger der Liga ist, sollte man auch nicht außer acht lassen (auch wenn das nicht viel mit der Defensivleistung zu tun hat). Bei Erikson geb ich dir recht. Der ist irgendwie nicht richtig gut drauf, aber wirklich schlecht ist er deswegen noch lang nicht finde ich.

      Die Abwehr hat sich ja im Vergleich zur letzten Saison auch nicht wirklich geändert. Trotzdem klappt es ja offensichtlich nicht. Ich würde das aber nicht an den einzelnen Spielern festmachen sondern es hat sich was anderes geändert. Zum einen wird ein bisschen anderes, offensiveres System gespielt. Und dann fehlt die Abgeklärtheit und damit die Effizienz der Aktionen. Vor allem in den letzten schlechten Spielen, aber auch davor schon, hatte ich zumindest oft das Gefühl, dass die Entschlossenheit und der Überblick in den Defensivaktionen gefehlt hat. Das macht sich dann auch im unsicheren Spielaufbau gerade im eigenen Drittel bemerkbar. Woran das jetzt genau liegt ist schwer zu sagen. Vielleicht stimmt echt was in der Mannschaft oder Trainer und Mannschaft nicht. Da können wir als externe aber nur mutmaßen.

      Zu behaupten die Spieler hätten keinen Bock weil sie das Geld schon auf dem Konto haben, halte ich aber für zu kurz gegriffen (das hat auch nichts mit den 10.000 Besuchers zu tun, da das Team trotzdem ein Minus-Geschäft ist, wie fast jedes Team der DEL).
      Die Spieler scheinen eher mit sich und dem Spiel unzufrieden zu sein. Wie es gerade läuft scheint das Spielen ja offensichtlich auch keinen Spaß zu machen. Die Körpersprache ist da finde ich ziemlich eindeutig.

      Sofern es in der Mannschaft stimmt und man es schafft, wieder Emotionen, Körperspiel und die Freunde am Eishockeyspielen zu entfachen, dann denke ich wird auch die Entschlossenheit und Abgeklärtheit zurückkommen. Davon kann dann der Spielaufbau und letztliche die Offensive nur profitieren.

  3. Thomas
    31.10.2017

    Also die Kommentare zum Spiel erschrecken mich sogar.
    Man war in beiden Spielen nicht schlechter als der Gegner? Man hätte ich die Spiele auch gerne gesehen :-(.
    Nürnberg war 50 Minuten das bessere Team, dass muss man auch mal anerkennen.
    Mannheim war auch nicht viel besser, aber die haben wenigstens versucht vorne noch etwas zu reißen.
    Ah die Verletzten sind wieder Schuld. Keine Frage das da sicher Qualität fehlt. Und sicher würden unsere Verletzten auch nochmal viel mehr Tiefe ins Spiel bringen können. Mannheim fehlten aber auch viele Spieler. Und das nicht erst 1 oder 2 Spiele.
    Die Chemie in der Truppe stimmt? Das glaube ich so noch nicht. Shugg sagte vor dem Spiel “Wir suchen immer noch die richtige Chemie.” Das mag auf das Verhalten – Defensive – Offensive gemeint sein, wirkte aber noch lange nicht wie letzte Saison.

    Achja und dann wieder der Herr Sulzer, der hat es mir ja inzwischen wie bei der Hexenjagt angetan…. Gewinnen wir interessiert es keinen. Wenn dann wieder 3 Niederlagen folgen, doch sehr wohl. Es geht doch inzwischen schon um die Fragen wie gespielt wird.

    Keine Frage man hatte jetzt nur Top Teams, viele Spieler verletzt, welches man nicht einfach mit Dumont und Tiffels auffangen kann. Wenn man hier 3 Spiele verliert, ärgert das auch viele, und das der Tank jetzt einfach mal leer wäre, ist auch okay.

    Aber davon redet doch hier garkeiner mehr. Unglücklich verloren? Gegen Berlin ja! Gut gespielt und verloren. Passiert, Mund abwischen weiter. Aber Mannheim, Nürnberg, Ingolstadt waren mehr als “unglücklich” verloren. Da wurde man schlicht überrollt. Was hat man gemacht? Keine Änderungen im Spielsystem. Eine Auszeit nur um seinen Goalie zu wechseln ohne mit ihm zu sprechen. (Auch wenn der Wechsel bei 4:0 gegen Ingolstadt richtig war.)
    Powerbreaks, in Nürnberg genutzt um dem Team zu sagen wie es nicht geht….
    Und in Köln macht man wieder lange Videoanalysen und versteht die Welt nicht mehr. AHA!

    Gruß
    Thomas

  4. Stephan Lingerhand
    31.10.2017

    Na toll wie beide die Situation beschreiben , ein Mittel um besser zu werden gibt es nicht.
    Das Spiel in Nürnberg wo wir mit zwei Toren vorne lagen , da nahm Nürnberg eine Auszeit
    Es war zu sehen das Trainer und Team eine Einheit waren, die Reaktion ist ja bekannt. Diese Mischung zwischen Trainer und Team ist bei den Haien abhanden gekommen. Was daraus folgt liegt auf der Hand und es muss etwas passieren.

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