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Zwei Punkte gewonnen oder einen verloren? – Haie siegen 4:3 n.V. in Straubing

Shawn Lalonde hat soeben das 4:3 für die Haie erzielt. Foto: Alexandra Schmitz

Mit dem Erfolg in Straubing nehmen die Haie fünf Punkte aus dem Wochenende in Bayern zurück mit nach Köln. Den fehlenden Punkt verspielte man in den letzten 30 Minuten in Straubing, nachdem man vorher die dominierende Mannschaft war.

Falk und Aslund waren wieder mit an Bord und Charlie Stephens wurde als dreizehnter Stürmer immer wieder in die vierte Reihe reinrotiert. Mit vollem Kader starteten die Haie die Partie mit schnellem Eishockey und hatten den besseren Start. Auch zwei Unterzahlsituationen überstanden die Haie schadlos ohne große Chancen für die Gastgeber. Auf der anderen Seite konnten die Kölner zunächst kein Kapital aus der optischen Überlegenheit schlagen. Ende des Drittels war es dann Philip Gogulla, der in Überzahl einen Schlenzer von Alex Sulzer abfälschte und Strahlmeier erstmals überwinden konnte. Eine weitere Möglichkeit mit einem Mann mehr ließen die Haie danach noch verstreichen.

In die zweiten 20 Minuten starteten die Haie mit mehreren Überzahlsituationen. Das 2:0 fiel jedoch bei fünf gegen fünf, Straubing war gerade eine Sekunde wieder komplett. Nick Latta traf zum zweiten Mal am Wochenende. Es war fast eine Kopie seines Tores von München. Von links zog er mit der Scheibe in die Mitte des gegnerischen Drittels, schloss aus dem Handgelenk ab und Strahlmeier musste hinter sich greifen. „Ich wusste, dass wenn irgendwann mal der Erste reingeht, dass sie dann kommen. Ich hab versucht, im Training mehr zu schießen, mehr Scheiben zum Tor zu bringen. Jetzt bin ich froh, dass sie dieses Wochenende reingegangen sind“ so Latta. Danach die Haie mit viel Druck, wollten mehr. Eine weitere Kopie – eine des 1:0 – verwertete Gogulla zum 3:0. Erneut fälschte er einen Sulzer-Schuss ab und ließ Strahlmeier keine Chance. Der Wendepunkt der Partie war, kurioserweise, eine Chance der Haie. Jason Williams wurde von Aslund sensationell freigespielt, scheiterte aber an Strahlmeier. Ab diesem Zeitpunkt spielte fast nur noch Straubing, Fast im Gegenzug traf Straubing zum Anschluss. Einen Schuss von Yeo wehrte Wesslau in die Ecke ab, von dort brachte Down die Scheibe scharf vors Tor und O’Connor fälschte zum 3:1 ab. Plötzlich erwachte das Publikum. „Die Halle war wieder voll da“ fand auch Pascal Zerressen. Straubing erwischte die Haie auf dem falschen Fuß. Keine zwei Minuten später explodierte der Pulverturm als Neuzugang Austin Madaisky sein drittes Saisontor erzielte. Niklas Sundblad nahm die Auszeit und versuchte wieder System  in die Haie zu bringen. Ryan Bayda leistete dann Hilfe. Er checkte das Geburtstagskind Pascal Zerressen – der erst im letzten Drittel zurückkehrte – in die Bande und kassierte dafür eine Spieldauerstrafe. „Alles in allem ist es ok. Alle Zähne sind drin, aber das Knie ist ein bisschen überstreckt“ sagte er nach dem Spiel. Die Haie verpassten es, nachzulegen und noch vor der Pause die Führung wieder auszubauen. Chancen waren in Überzahl vorhanden. Die Größte vergab Philip Gogulla, der bei einem Break an Strahlmeier scheiterte.

In letzten Abschnitt spielte dann zuerst nur Straubing. Für die Haie war es eine Abwehrschlacht und das Bollwerk hielt dank Gustaf Wesslau ziemlich lange. Vor allem Dylan Yeo versuchte es aus allen Lagen. Am Ende kam der Verteidiger der Tigers auf acht Schüsse in dieser Partie. Eine Verschnaufpause bekamen die Haie nur in einer Überzahl Mitte des Drittels. Große Chancen erspielten sie sich aber auch mit einem Mann mehr nicht. Für den Ausgleich der Gastgeber benötigte es dann einen Torjäger der Klasse von Blaine Down. Der Straubinger nutzte den Platz den ihm die Haie gaben. Moritz Müller ging zu früh auf den Boden, Down zog um den Verteidiger rum und konnte sich die Ecke praktisch aussuchen. Erstaunlicherweise fanden die Haie nach dem Ausgleich endlich ins Spiel zurück. Straubing bekam nicht mehr so große Chancen, die Haie fighteten in den Ecken und hatten durch Gogulla sogar noch die Chance die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Im letzten Moment wurde er entscheidend gestört.

Zur Overtime waren die Haie zurück. Mit vier gegen vier fanden die Haie wieder den Speed der ersten 30 Minuten. Mehrere Chancen durch Weiß, Zerressen und Aslund brachten noch keine Entscheidung. Johannes Salmonsson setzte sich dann mit seiner Geschwindigkeit auf der rechten Seite durch, die Scheibe wanderte über Eriksson zu Lalonde der die Partie mit einem Schlagschuss entschied. Eine Partie mit zwei Hälften, in der ersten Köln überlegen, in der zweiten die Tigers, brachten die Haie am Ende glücklich nach Hause. Nick Latta sah nach dem Spiel „eher einen verloren Punkt.“ Niklas Sundblad legte den Fokus auf „fünf Punkte an diesem Wochenende“ und den Kampf seiner Mannschaft.

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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Happy Birthday Pascal Zerressen!

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