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Nicht ungeschlagen durch die Vorbereitung

Nick Latta erzielt das zwischenzeitliche 1:0

Im letzten Testspiel der Saison hat es dann auch die Haie erwischt. Gegen den rheinischen Rivalen aus Krefeld unterlagen die Haie mit 2:6 (1:0, 1:2, 0:4). Beiden Teams fehlten verletzungsbedingt mehrere Stammspieler, so dass bei den Haien mit Mick Köhler ein DNL-Spieler sein Debut in der Profimannschaft gab. Den Krefeldern sah man nur zu Beginn an, dass sie am Donnerstag noch ein wichtiges CHL-Spiel gespielt hatten. Kräftemäßig gab es für die Haie keine Vorteile. “Es war bei uns schon extrem. Wir haben kein Spiel gehabt in dem wir mit vier vollen Reihen gespielt haben. Heute haben wir auch das ganze Spiel nur mit drei Centern gespielt, die anderen Spiele oft mit drei Links- oder Rechtsaußen um die Kräfte zu verteilen”, so Patrick Hager zur personellen Situation.

Zu Beginn des Spiels waren die Haie die tonangebende Mannschaft. Mehrere gute Chancen vergab man allerdings, bis dann Nick Latta von Faber bedient wurde und mit schönem Direktschuss Patrick Klein im Kasten der Pinguine keine Chance ließ. Mehr zählbares sprang jedoch in den ersten 20 Minuten für den Gastgeber nicht raus. “Wir haben sehr gut begonnen und viel Kraft gehabt” sagte der Torschütze hinterher und Niklas Sundblad fügte hinzu: “Wir wollten unser Eishockey spielen, das haben wir im ersten Drittel gemacht.”

Im Mittelabschnitt war Krefeld dann auf Augenhöhe. In der 24. Minute erkämpfte sich Norman Hauner die Scheibe hinter dem Kasten der Haie, vor dem Tor stand Herberts Vasiljevs frei und konnte sich die Ecke gegen Wesslau aussuchen. Ein Fehler in der Defensive der Gäste leitete dann die erneute Haieführung ein. Alex Weiß war am Ende der Nutznießer und brachte die Scheibe hinter Klein unter. Mit diesem 2:1 wechselten die Haie zur Mitte der Partie den Torhüter und Daniar Dshunussow stand ab diesem Zeitpunkt zwischen den Pfosten. Kurz vor Drittelende musste er allerdings das erste Mal hinter sich greifen. Die Verteidiger der Haie brachten die Scheibe nicht weg und Schymainski drückte den Puck über die Linie. So ging es mit 2:2 in die Pause. Patrick Hager ahnte vermutlich schon wie es weitergehen sollte: “Je länger das Spiel dauerte, desto mehr ist Krefeld ins Spiel gekommen. Das lag auch daran das wir müder geworden sind, die Beine wollten nicht mehr so wie vorher. Wir wussten es wird ein schweres Spiel.”

Das letzte Drittel begann eher ruhig, bis dann in der 45. Minute Jean Francois Boucher mit einer Fünf plus Spieldauer-Strafe in die Kabine musste. Es dauerte keine Minute in der Strafzeit, da bediente Hauner Weihager und der Schwede in Reihen der Pinguine erzielte die erste Führung für Krefeld in der Partie. Den Rest der Unterzahl überstanden die Haie ohne Probleme und sie waren noch nicht lange vollzählig als Aslund die Chance auf den Ausgleich ungenutzt ließ. Danach spielte eigentlich nur noch Krefeld. Bei einer 3-auf-1 Situation stand Eriksson im Slot und nagelte den Puck unter die Latte. Der KEC hatte nichts mehr zuzusetzen. Bishop und erneut Eriksson schossen den Endstand heraus. Am Ende testete Niklas Sundblad noch ein bisschen, als er den Torhüter bei einer Überzahl kurz vor Schluss herausnahm, ein Tor sprang aber nicht mehr heraus. Mehrere Spieler berichteten nach dem Spiel von der härtesten Trainingswoche der Vorbereitung, wollten dies jedoch als Ausrede auch nicht gelten lassen. Patrick Hager gab sich selbstkritisch: “Wir haben auch einige leichtsinnige Fehler gemacht, die wir nicht machen dürfen.”

Während es in Theaterkreisen ein gutes Omen ist, wenn die Generalprobe danebengeht, wird sich bei den Haien zeigen ob die Premiere am Ende der Woche gegen RB München gelingen wird. Sundblad freut sich auf jeden Fall auf ein “Topspiel in der DEL, es ist vielleicht ausverkauft und RedBull München ist ein starker Gegner.”

Die Startaufstellung der Haie:
Wesslau (ab 30. Dshunussow)
Müller, Sulzer – Latta, Hager, Uvira
Lüdemann, Ankert –  Jones, Stephens, Aslund
Lalonde, Zerressen –  Weiß, Falk, Salmonsson
Faber – Boucher, Köhler

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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