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Haie verlieren in Iserlohn – direkte Playoffs in Gefahr

Philipp Gogulla. Foto: mcfly37.de
Philipp Gogulla. Foto: mcfly37.de

Die Haie verloren am Mittwoch Abend bei den Iserlohn Roosters mit 1:3 und rutschen damit aus der direkten Playoff-Qualifikation. Vor dem Spiel war die Personalsituation der Haie angespannt, besonders in der Verteidigung. Vom olympischen Silber-Trio fehlte Moritz Müller kurzfristig krank, genauso wie Corey Potter, TJ Mulock spielte angeschlagen. Die Haie boten somit – auch aufgrund der Trennung von Shawn Lalonde – lediglich fünf Verteidiger auf. Auf Anregung der DEL wurden vor Anpfiff Christian Ehrhoff und Felix Schütz besonders geehrt und erhielten vom Publikum lauten Applaus für ihren Olympiaerfolg. Eine Ehre, die für Haie-Spieler am Seilersee vermutlich einmalig sein dürfte.

Gogulla gleicht für die Haie aus

Die Iserlohner starteten besser ins Spiel und gingen in der dritten Minute in Führung. Weidner bekam völlig alleine vor Wesslau den Pass aus der Ecke und überwand Wesslau mit einem platzierten Schuss. Kurz später war es Friedrich, der in ähnlicher Position vergab, nachdem den Haien im Aufbau ein fehler unterlaufen war. Die erste gute Chance für Köln vergab Hospelt – und das gleich doppelt. Eine Überzahl der Roosters wurde recht sicher überstanden, kurz vor Ablauf hatte Schmidt mit einem abgefälschten Schuss noch die beste Möglichkeit. Je länger das Drittel dauerte desto sicher wurden die Haie und zeigten zunehmend mehr Spielfreude. Eine Kombination über Tiffels und Ehrhoff vergab letzlich Tomas aus kurzer Distanz. In der 15. Minute versuchte auf der anderen Seite Florek von hinter dem Tor Wesslau zu überwinden, scheiterte aber auch im Nachschuss. Schütz nahm die Scheibe auf und passte zu Gogulla, der im gegnerischen Drittel seinen Gegenspieler ausstiegen ließ. Mit einem platzierten Schuss ins lange Eck markierte der Stürmer den Ausgleich für die Haie. Eine schnelle Kombination über Blair Jones, Uvira und Mulock hätte die Führung bedeuten können. Kurz vor Ende des Drittels durfte auch der KEC ins Powerplay, aber Schüsse aus der Halbdistanz von Gogulla, Hospelt und Shugg führten nicht zum Erfolg.

Iserlohn mit Tempo zur Führung

Das zweite Drittel begann furios und mit dicken Chancen auf beiden Seiten. Thomas vergab dabei aber genauso wie Iserlohns Brown, der den Pfosten traf. Hanowski scheiterte nur wenige Sekunden später von links kommend an Dahm. Das schnelle Tempo verleitete die Haie zu vielen Scheibenverlusten an der eigenen blauen Linie, wodurch die Gastgeber besser im Spiel waren. Spätestens mit einer Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis gegen Iserlohn kam wieder etwas mehr Kontrolle ins Spiel zurück. Ehrhoffs Schuss prallte aus der Bande zurück, Hanowski konnte am kurzen Pfosten nicht profitieren. In der 28. Minute kam Weidner mit viel Schwung linsk ins Drittel und verzog seinen Schuss recht vorbei. Gegen Mitte des Drittels heizte sich die Stimmung etwas auf, Fischer verlor nach einem Zweikampf seinen Helm und beschwerte sich, Combs nahm Sekunden später eine Strafe. Im Powerplay gab es Möglichkeiten nach Schüssen von Eriksson und Ehrhoff, vor dem Tor konnten sich die Haie aber nicht entscheidend durchsetzen. Auf der Gegenseite traf Florek aus kurzer Distanz den Pfosten, Wesslau hatte mit dem Nachschuss Mühe, konnte den Puck dann aber fixieren. Die Roosters kamen in der Folge immer wieder mit viel Tempo über außen und hatten mehr vom Spiel. In der 39. Minute schoss erst Turnbull von links Richtung Tor und traf dabei nur Ehrhoff. Ex-Hai Jason Jaspers reagierte dann am schnellsten und überwand Wesslau zur erneuten Iserlohner Führung und dem Pausenstand von 2:1.

Frühes Tor entscheidet das Spiel

Jason Jaspers war es auch, der das dritte Drittel mit seinem Treffer zum 3:1 eröffnete. Wieder kam der Pass aus der Ecke, der Stürmer musste nur seine Kelle reinhalten um Wesslau auf der kurzen Seite zu überwinden. Schütz zog kurz darauf auf der Gegenseite vors Tor, bekam aber im Gedränge den Schuss nicht mehr los. Die Haie mühten sich um Offensive, eröffneten den Roosters damit allerdings auch immer wieder Konterchancen. In der 51. Minute spielten die Haie einen Konter unsauber zu Ende, Ehrhoff musste daraufhin wegen hohen Stocks auf die Strafbank. Wesslau konnte bei Unterzahl Chancen von Martinovic und Fischer abwehren. Einen Unterzahl-Konter mit Abschluss von Sulzer hielt Dahm sicher. Mit Ablauf der Strafe rettet Zerressen gegen Salmonsson, der freie Bahn zum Haie-Tor hatte. Bei gleicher Spielerzahl taten sich die Haie weiter schwer gegen gut verteidigenden Roosters. Schnelle Kombinationen gab es selten, führten aber zu hochwertigen Chancen. So vergab Thomas nach Vorarbeit von Gogulla und Schütz, der Anfang einer kleinen Offensivphase der Haie. Gogulla und Ehrhoff konnten aber weitere Chancen ebenfalls nicht verwerten. Selbst als Ehrhoff Dahm mit einem Solo aus dem Tor gelockt hatte fand er keine Anspielstation vor selbigem. Gut 2 1/2 Minuten vor Ende nahm Peter Draisaitl bei Bully vor dem eigenen Tor eine Auszeit, es dauerte allerdings über eine halbe Minute, bis die Haie dazu kamen, Gustaf Wesslau zugunsten des sechsten Feldspielers aus dem Tor zu nehmen. Ryan Jones’ Schuss aus kurzer Distanz war die einzige nennenswerte Chance mit einem Mann mehr auf dem Eis.

Schaffen die Haie noch die direkte Playoffqualifikation (Platz 6)?

Direkte Playoff-Qualifikation in Gefahr

Die Ierlohner feierten ihren Sieg anschließend mit vielen Emotionen, die Roosters sind damit in der Tabelle punktgleich mit den Haien. Lediglich das bessere Torverhältnis hält den KEC vor den Sauerländern. Durch Siege von Bremerhaven und Ingolstadt rutschen die Haie auf den 7. Tabellenplatz ab, der nicht mehr für die direkte Playoffqualifikation reichen würde. Am Freitag geht es gegen heute ebenfalls siegreiche Mannheimer weiter, die dadurch nur noch einen Punkt hinter den Haien stehen. Um bei den Adlern etwas zählbares zu holen, müssen die Haie allerdings dringend an ihrer offensiven Durchschlagskraft arbeiten

Über den Autor: Robert Heppekausen

Robert ist seit 2004 für haimspiel.de tätig und hat in der Zeit unter anderem am Radio das Rekordspiel gegen Mannheim kommentiert und war Mit-Ideengeber für die "Wir sind Haie"-Shirts. Zusammen mit Dennis hat er die Facebook-Seite der Kölner Haie ins Leben gerufen und für den Club aufgebaut.

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Draisaitl äußert sich zum Lalonde-Rauswurf

8 Kommentare

  1. Gabriele Umland
    28.02.2018

    Irgendwie hat man gar keine Lust mehr sich die Spiele der Haie an zu schauen wenn man andere Mannschaften sieht mit was für einen Kampfgeist sie spielen was bei den Haien nicht mehr gibt

  2. Alexander
    28.02.2018

    Erhofft hat keine Müdigkeit im Spiel gezeigt ganz im Gegenteil er war sogar für mich der beste bei den Haien woher nimmt er nur die Ausdauer trotz Olympia?!Thomas war auch gut drauf alle anderen waren eher enttäuschend.

    Wesslau war auch kein sicherer Rückhalt ihm sollte man mal eine Pause gönnen die gab es doch bei anderen Spielern auch schon und einen sicheren Torwart brauchen wir besonders jetzt wo bald die Pree-Playoffs bzw.Playoffs beginnen.

  3. Molly Molsen
    01.03.2018

    Das gelbe vom Ei sieht anderst aus…. Das sah alles sehr müde aus. Wir haben das gleiche Problem wie die ganze Saison schon, wir schießen keine oder zu wenig Tore, klare Torchancen werden vergeben, so kann man halt keine Spiele gewinnen. Gutsav hatte gestern auch nicht unbedingt seinen besten Tag, kann ja auch mal sein und wenn dann noch Fehler in der Abwehr passieren isses passiert. Man muß endlich lernen diese wichtigen spiele zu gewinnen ,so wie andere Mannschaften das auch tun. Eigendlich wollte ich Morgen nach Mannheim fahren, da ich nicht weit weg wohne, habe mich nach dem gestrigen Spiel entschlossen zuhause zu bleiben und mir das im TV anzusehen, da kann ich wenigstens einfach ausschalten. Das passiert mir seit 30 Jahren auch das erste mal…

  4. Gabriele Umland
    01.03.2018

    Die größte Frechheit finde ich das wir Fans vom KEC nur noch verascht werden Nicht nur das die Mannschaft absolut Scheiße ist nein da werden die Dauerkarten auch noch teurer

  5. Bossy
    01.03.2018

    Der Trainer hatte jetzt erstmals mehrere Wochen Zeit für Trainingsmaßnahmen und taktische Anpassungen, deshalb hatte ich wie andere auch meine Hoffnungen für den Rest der Saison in die Olympiapause gesetzt und war gespannt auf das Auftreten der Mannschaft danach.

    Ergebnis: nur eine weitere Enttäuschung in einer an Enttäuschungen wahrlich nicht armen Saison.

    Und eigentlich hätte man es auch schon besser wissen müssen, denn nur in der Nichterfüllung von eh schon überschaubaren sportlichen Erwartungen zeigt diese Spielerzusammenstellung bislang eine gewisse Konstanz.

    “Wir wollen noch auf Platz 4 oder zumindest Platz 5.”

    Dann tut gefälligst auch was dafür!

  6. Udo
    01.03.2018

    Manchmal führt das Schicksal ja doch eine bemerkenswerte Regie: da feuert man einen guten Verteidiger und zwei melden sich krank, so dass man in der vielleicht wichtigsten Phase der Saison mit 5 Verteidigern nach Iserlohn reist und auch das Spiel mal wieder vergeigt.
    Oder anders gesagt: jetzt fliegt den Verantwortlichen Lalonds Rauswurf zu einem unmöglichen Zeitpunkt um die Ohren.

  7. Alexander
    01.03.2018

    Auch wenn die Dauerkarten wie von Gabriele Umland geschrieben wurde teurer werden kann ich nur gegen argumentieren man sollte auch sehen das das Wintergame gegen D`dorf für Dauerkartenbesitzer kostenlos ist.Und wir bekommen ja wahrscheinlich auch mit Edmonton ein NHL Team zu sehen das muss ja auch finanziert werden wann sieht man mal ein NHL Team in Deutschland?doch eher selten oder!? Die Haie geben sich als Organisation den Fans gegenüber Mühe um die bei Laune zu halten auch wenn es teilweise auf dem Eis anders aussieht.

  8. christoph
    01.03.2018

    nach dem 1-3 wusste ich das gibt nichts mehr-macht keinen spass mehr (leider).die Mannschaft wirkt Kraft-und charakterlos.herr Mahon wäre besser mit clousten gegangen,denn er ist für diesen Kader verantwortlich.komischerweise wird dieser nicht in frage gestellt!?es fehlen typen wie einst ein forslund.haben keine Arbeiter im Team.hoffe nächste Saison auf einen Neustart ,der meiner Meinung nach dringend benötigt wird-mit dieser art von Eishockey spielen wir unsere halle leer

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