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“Wir haben sie bestraft” – Stimmen zum 4:2-Sieg über Nürnberg

Die Haie bejubeln Gogullas 3:2, Foto: mcfly37.de
Die Haie bejubeln Gogullas 3:2, Foto: mcfly37.de

In einem lange Zeit ausgeglichenen, im letzten Drittel aber vor allem durch Nürnberger Undiszipliniertheiten geprägten, Spiel gewannen die Kölner Haie gegen den Tabellenführer vor allem dank ihres starken Powerplays mit 4:2. Dabei fehlte neben dem verletzten Jones auch noch Shawn Lalonde, der aufgrund seiner dritten großen Strafe im Derby am Sonntag automatisch ein Spiel gesperrt war. Im Spielverlauf schied dann noch Jean-Francois Boucher aus. Die Stimmen zum Spiel mit Cory Clouston, Doppeltorschütze Christian Ehrhoff und Philip Gogulla.

Das Powerplay gut ausgeführt

Cory Clouston: “Es war ein wirklich gutes Spiel, beide Teams haben gut gespielt. Glücklicherweise war unser Powerplay im dritten Drittel solide, aber wir hatten auch ein paar gute Penaltykills. Beide Teams hatten Phasen, in denen das Momentum bei ihnen war. Der Unterschied heute war, dass wir sie dazu gebracht haben, zu verteidigen. Und wenn man verteidigt, passiert es oft, dass man gezwungen wird, Strafen zu nehmen. Diese Chancen haben wir dann genutzt.”

“Nürnberg ist eins der besten Teams in der neutralen Zone, vielleicht sogar das beste. Sie sind groß, sie sind strukturiert und wenn man es in der neutralen Zone gegen sie zu schön machen will, wird man Turnover verursachen. Das ist uns ein paar Mal passiert, das ist uns im ersten Wechsel des zweiten Drittels passiert, als wir die Chance hatten, den Puck tief zu spielen und es nicht getan haben. Daraufhin kamen sie zurück und haben getroffen. Das war einer der Bereiche, den wir im Spiel verbessern mussten und das haben wir ab der Hälfte des zweiten Drittels auch getan.”

(Auf die Frage nach Christian Ehrhoff: ) “Ich denke, diese ganze Powerplay-Einheit hat einen guten Job gemacht. Es geht nicht nur um einen Spieler. Er hat natürlich einen guten Schuss und hilft uns am meisten, wenn er rausgeht und sein Spiel spielt. Das hat er heute gemacht. Eriksson hatte vier Assists – diese Einheit hat das Powerplay gut ausgeführt und hätte in dem anderen 5-gegen-3 auch noch ein Tor machen können. Aber genauso wichtig waren die beiden Unterzahlsituationen am Ende des Spiels.”

Wichtig für den Kopf

Christian Ehrhoff: “Die ersten beiden Drittel waren wir nicht so gut, wie wir spielen wollen und können. Im letzten Drittel haben wir es dann im Powerplay entschieden. Das war für die Tabelle ein wichtiger Sieg.”

(Auf die Frage nach seinen beiden Toren: ) “Ich habe in den letzten beiden Spielen oft genug geschossen, da musste ja auch mal wieder einer reingehen. Fürs Spiel war das auch wichtig, gerade wenn man die Möglichkeiten im Powerplay bekommt, wenn die andere Mannschaft ein bisschen härter spielt, sie dann dafür zu bestrafen.”

(Auf die Frage nach der Nürnberger Härte: ) “Das war natürlich ein bisschen drüber und deshalb saßen sie auf der Strafbank. Wir haben das dann gut ausgenutzt. Sicher hatte das auch schon etwas Playoff-Charakter, beide Teams wollen, wenn sie aufeinandertreffen auch sehen, wo sie gerade stehen. Heute konnten wir das Duell für uns entscheiden.”

(Auf die Frage nach dem gewonnen Selbstvertrauen nach dem Sieg gegen eines der Spitzenteams: ) “Das ist wichtig für den Kopf, auch dass wir uns die Chance nach oben in der Tabelle offen lassen. Wenn wir heute drei Punkte abgegeben hätten, wäre es schon schwierig gewesen, das noch aufzuholen. Die Saison ist ja nicht mehr so lang.”

Wir wollen Heimrecht

Philip Gogulla: “Wir haben am Anfang dumme Fehler gemacht, das zweite Gegentor war ein Turnover in der neutralen Zone, wo Nürnberg sehr kompakt steht. Am Ende war unser gutes Powerplay ausschlaggebend und der Grund dafür, warum wir das Spiel gewonnen haben. Wir haben sehr große Moral gezeigt. Wir haben in der Kabine in der zweiten Drittelpause nochmal angesprochen, was wir besser machen müssen: die Turnover in der neutralen Zone weglassen – versuchen, über außen nachzugehen – unsere Checks in der offensiven Zone zu Ende fahren und uns versuchen, rauszudrehen, dass wir letztendlich einen finden, der dann vor dem Tor steht und das Ding macht. Wenn man 1:2 zu Hause gegen Nürnberg, den Tabellenführer und eine Top-Mannschaft, zurückliegt und am Ende 4:2 gewinnt, zeigt das, dass wir auf jeden Fall an uns glauben.”

(Auf die Frage nach der Nürnberger Härte: ) “Sie sind ohne Frage eine sehr gute, harte Mannschaft. Ich denke, wenn Nürnberg Tabellenerster ist, hat das einen Grund. Sie sind sehr hart und haben sehr große Jungs da drin, die hart spielen und da müssen wir immer gucken, wie wir uns da durchsetzen können.”

(Auf die Frage nach der Tabellensituation: ) “Wir wollen uns da oben festsetzen, wir wollen Heimrecht haben, das ist schon sehr wichtig in den Playoffs. Klar, wir wussten, wir mussten das Spiel heute gewinnen, um nochmal Chancen auf den ersten oder zweiten Tabellenplatz zu haben.”

Über den Autor: Robert Heppekausen

Robert ist seit 2004 für haimspiel.de tätig und hat in der Zeit unter anderem am Radio das Rekordspiel gegen Mannheim kommentiert und war Mit-Ideengeber für die "Wir sind Haie"-Shirts. Zusammen mit Dennis hat er die Facebook-Seite der Kölner Haie ins Leben gerufen und für den Club aufgebaut.

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