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Stimmen zur 2:4-Niederlage in Mannheim

Dane Byers erzielte den wichtigen Ausgleich - Foto: Alexandra Schmitz

In einem kampfbetonten Spiel zwischen den Erzrivalen aus Köln und Mannheim hatten die Adler das glücklichere Ende für sich. Mit 2:4 unterlag der KEC bei den Quadratestädtern. T.J. Mulock und Patrick Hager brachten die Haie zweimal in Führung, doch die Hausherren konnten durch Luke Adam und Jamie Tardif jeweils wieder ausgleichen. Nachdem die Haie früh im Schlussabschnitt erstmals in der Partie durch Luke Adams zweiten Treffer in Rückstand geraten waren, drängten sie erfolglos darauf, den Spielstand wieder zu egalisieren. Stattdessen versenkte Carlo Colaiacovo die Scheibe zur Entscheidung ins leere Kölner Tor. Die Stimmen zum Spiel von Cory Clouston, Patrick Hager und Dane Byers.

Frühe Chancen nicht genutzt

Cory Clouston: „In meinen Augen war das Tor nach 18 Sekunden zu Beginn des dritten Drittels der Knackpunkt. Ich fand, dass das erste Drittel ein richtig gutes Drittel von uns war. Das war vielleicht unser bestes Drittel gegen Mannheim bis jetzt in der Saison. Das war einer dieser Abende, an denen wir unsere frühen Chancen nicht genutzt haben. Gegen eine Mannschaft wie Mannheim rächt sich das manchmal. Die Jungs haben gut gespielt. Wir hatten am Ende nochmal eine sehr gute Chance, als Patrick [Hager] den Pfosten getroffen hat. Es gab keinen großen Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Es hing daran, wer als letztes eine Gelegenheit zum Tor nutzt. Unglücklicherweise war das Mannheim.“

(Auf die Frage, ob Mannheim defensiv mit der Führung einen besseren Job gemacht hat als die Haie mit ihren beiden Führungen: ) „Ich weiß nicht. Nicht unbedingt. Wir hatten gute Chancen. Wir hatten im ganzen letzten Drittel nur ein einziges Bully in unserem Verteidigungsdrittel. Ich glaube, das Verhältnis von Offensiv- zu Defensivbullys im letzten Drittel war 8 oder 9 zu 1 für uns. Wenn man das Drittel analysiert und die Statistiken anschaut, hatten wir ein wirklich starkes letztes Drittel. Wir haben die meiste Zeit in ihrem Drittel gespielt. Wir haben nur einfach kein Tor gemacht. Das war letztendlich der Punkt. Wir hatten gute Gelegenheiten und gute Chancen, aber wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt. Wir müssen nach vorne schauen. Es gibt viel Positives aus diesem Spiel mitzunehmen. Mehr bleibt uns im Augenblick nicht.“

Fehler gemacht, die gekostet haben

Patrick Hager: „Ich glaube, dass wir im Großen und Ganzen ein gutes Auswärtsspiel gezeigt haben. Es ging hoch und runter über weite Strecken. Am Schluss haben es dann Kleinigkeiten entschieden. Wir haben früh im dritten Drittel das 3:2 bekommen. Dann hat Mannheim sich aufs Verteidigen konzentriert. Kurz vor Schluss hatte ich dann noch die Riesenchance, den Ausgleich zu machen, aber das ist mir leider nicht geglückt. Entsprechend geht dann der Sieg nach Mannheim. Ich denke, dass wir zwischendrin ein, zwei Fehler gemacht haben, die uns einfach gekostet haben. Im Powerplay waren wir auch nicht so durchschlagskräftig. Das gleiche gilt aber auch für Mannheim. Ich denke, die Unterzahlteams waren heute sehr dominant. Dementsprechend war es ein enges Spiel auswärts. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir das verlieren. Aber wir müssen jetzt den Fokus hoch halten, weil wir am Sonntag ein großes Derby vor uns haben. Jetzt wollen wir dann langsam mal auf die Siegerstraße zurückkommen.“

Hätte in beide Richtungen ausgehen können

Dane Byers: „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Es hätte in beide Richtungen ausgehen können. Dass wir unsere Chancen im Powerplay nicht genutzt haben, hat uns vielleicht am Ende den Sieg gekostet. Die Niederlage tut schon ein bisschen weh. Es schmerzt. Wir müssen das hinter uns lassen und uns auf Düsseldorf am Sonntag vorbereiten.“

(Zur Situation mit David Wolf und Christian Ehrhoff: ) „Für mich sah es wie ein Check gegen den Kopf aus. Ich habe mich da also einfach für meinen Teamkameraden eingesetzt. Im letzten Spiel gegen uns hatte [Wolf] es auf einen anderen 1.-Reihe-Spieler von uns abgesehen. Ich fand, dass es Zeit war, dass er mal für seine Aktionen geradesteht. Das hat er nicht gemacht. So läuft es halt manchmal.“

(Zur Frage, ob das bis zum nächsten Aufeinandertreffen hängen bleiben wird – auch wegen Byers‘ „Chicken“-Geste Richtung Wolf: ) „Wer weiß. Ich weiß nicht, wann wir das nächste Mal gegen sie spielen. Es könnte sein. Aber in erster Linie werden wir uns vorbereiten, damit wir das Spiel dann gewinnen.“

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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