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Quittung für den schwachen Januar

Die DEL-Tabelle Ende Januar 2015
Die DEL-Tabelle Ende Januar 2015

Am gestrigen, für die Kölner Haie spielfreien Freitag ist es passiert: Die Krefeld Pinguine haben mit ihrem Sieg bei den Eisbären Berlin Platz 10 in der Tabelle übernommen und den KEC somit aus den Pre-Playoff-Rängen verdrängt. Ein Ende-Januar-Zwischenstand, der sich den ganzen Monat lang angekündigt hat.

Im Dezember gehörten die Haie zu den drei besten Teams der Liga. Eine satte Punkteausbeute beförderte sie aus dem Tabellenkeller zwischenzeitlich bis auf Rang 9. In lange nicht allen Spielen, die man in dieser Zeit gewonnen hat, war man die bessere Mannschaft, aber danach fragt am Ende niemand. Im Januar war man in nicht allen Spielen, die man verloren hat, die schlechtere Mannschaft, aber auch danach fragt am Ende niemand. Am Ende des Tages bleibt, dass sich die Haie mit einem inkonstanten Januar den Boden unter den Füßen weggerissen haben, den sie sich im Dezember mühsam erarbeitet hatten. Die Tabelle für den Januar (Daten zusammengetragen von Tobias Bonk) macht es deutlich:

Pos.TeamSp.Pkte.TGTDiff
1Ingolstadt11233831+7
2Nürnberg10214122+19
3München11213432+2
4Straubing10183026+4
5Krefeld10183032-2
6Iserlohn11175237+15
7Düsseldorf10163035-5
8Mannheim10153334-1
9Berlin10133329+4
10Wolfsburg11132126-5
11Hamburg91031320
12Köln891928-9
13Augsburg1093144-13
14Schwenningen971831-13

Nach Punkteschnitt pro Spiel (bei gleichem Schnitt nach Tordifferenz siehe oben) sieht es nur unwesentlich besser aus:

PositionTeamPunkteschnitt
1.Nürnberg2,10
2.Ingolstadt2,09
3.München1,91
4.Straubing1,80
5.Krefeld1,80
6.Düsseldorf1,60
7.Iserlohn1,55
8.Mannheim1,50
9.Berlin1,30
10.Wolfsburg1,18
11.Köln1,13
12.Hamburg1,11
13.Augsburg0,90
14.Schwenningen0,78

Von den direkten Konkurrenten der Haie um die Playoff-Ränge haben die Ice Tigers und Pinguine am deutlichsten die Kurve gekriegt. Die Krefelder haben sich in der Gesamttabelle – bei nun gleicher Anzahl absolvierter Spiele wie der KEC – einen Punkt Vorsprung erarbeitet. Im Februar wartet noch das vierte und letzte Aufeinandertreffen mit dem KEV in dieser Saison auf die Haie, so dass es beide Mannschaften selbst in der Hand haben, die bessere Positionierung zu ergattern.

Das Eis, auf dem sich der KEC bewegt, ist aber durch den schwachen Januar deutlich dünner geworden. Wo sich andere Teams – wie Tabellenführer Mannheim – eine unterdurchschnittliche Punkteausbeute leisten konnten, ohne dass es Konsequenzen hat, hängen die Playoff-Hoffnungen der Haie nun an einem sehr dünnen Faden.

Neun Spiele bleiben dem KEC noch. Neun Spiele, in denen man sich keine Aussetzer und halbherzigen Leistungen mehr erlauben darf. Den Beginn macht das Derby am kommenden Sonntag, dem letzten Spiel vor der Länderspielpause. Die Chance für die Haie, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Wenn es zuvor mehr eine Floskel war, ist es nun zur Tatsache geworden: Für den KEC haben die Playoffs begonnen.

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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