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Offiziell: Christian Ehrhoff kommt nach Köln!

Korbinian Holzer und Christian Ehrhoff bei der Olympia-Qualifikation in Riga. Foto: Peggy Nieleck
Korbinian Holzer und Christian Ehrhoff bei der Olympia-Qualifikation in Riga. Foto: Peggy Nieleck

Christian Ehrhoff verstärkt die Kölner Haie! Der Club bestätigt Ehrhoff als Neuzugang. Damit ist der Transfer-Coup der diesjährigen Saison perfekt! Die Haie vermelden Verteidiger Christian Ehrhoff als Neuzugang und setzen sich im Rennen mit Mannheim, Berlin, München und auch Krefeld durch. Die Vertragslaufzeit ist unbekannt und wird vom Club auch nicht kommuniziert. Haie-Sportdirektor Mark Mahon hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den ehemaligen NHL-Verteidiger nach Köln zu holen. Ehrhoff erhält in Köln die Rückennummer 10 und steigt sofort ins Training ein.

Transfer-Coup: Ehrhoff verstärkt die Haie-Defensive

Die Verteidigung der Kölner Haie wird damit durch den 34-jährigen verstärkt. Ehrhoff spielte zuletzt in Chicago, konnte insgesamt in 789 NHL-Spielen 340 Punkte erzielen. Damit entscheidet sich Ehrhoff gegen seinen Heimatklub aus Krefeld und die großen Konkurrenten aus Mannheim und München. Dabei waren die Angebote aus Mannheim und München dem Vernehmen nach finanziell höher anzusiedeln. Die Vermutung liegt nahe, dass neben der sportlichen Perspektive auch die Nähe zur Familie eine entscheidende Rolle gespielt haben. Mit Haie-Betreuer Helmut Rütten trifft Ehrhoff außerdem auf einen alten Vertrauten: Rütten war Betreuer der Krefeld Pinguine im Meisterschaftsjahr 2003.

In Köln trifft Ehrhoff außerdem auf seine Nationalmannschaftskollegen Moritz Müller und Torsten Ankert sowie die ehemaligen NHL-Verteidiger Sulzer und Potter. Mit Eriksson, Lalonde und Zerressen stellen die Kölner Haie acht Verteidiger für die diesjährige Saison und sind somit auf Sperren oder Verletzungen hochklassig vorbereitet.

Krefeld-Transfer zum Scheitern verurteilt

Wie bereits von haimspiel.de berichtet, war ein Transfer zu den Krefeld Pinguinen durch öffentliche Aussagen des Vorstandes und Aufsichtsrat zum Scheitern verurteilt: Die Krefeld Pinguine hatten sich nicht nur ein sportliches Engagement von Ehrhoff, sondern auch eine langfristige Bindung auf gesellschaftlicher Ebene, erhofft, vielleicht sogar erwartet. Es kann nur darüber gemutmaßt werden, ob hiermit auch finanzielle Unterstützung gemeint war und wie Erhoff dazu stand.

Absage an Krefeld am Sonntagabend

Ehrhoff hatte den Pinguinen am späten Sonntagabend abgesagt und seine Entscheidung mit sportlichen Gründen argumentiert: „Meine Entscheidung hat primär keine finanziellen, sondern nur sportliche Gründe. Ich möchte mich für einen Klub entscheiden, bei dem ich mich so optimal wie möglich auf die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele vorbereiten kann“ sagte der Verteidiger gegenüber der Rheinischen Post. Neben Enttäuschung bei Verein und natürlich auch den Krefelder Fans überschlug sich die Presse am Montag dann mit den unterschiedlichsten Meldungen.

Der Kölner Express vermeldete den Ehrhoff-Deal als so gut wie sicher, die Eishockey News legte später nach und kürte Meister Red Bull München zum Sieger des “Wettbietens”. Am Ende setzten sich doch die Haie durch.

Mannschaft unter Druck?

Mit dem Transfer von Ehrhoff zum KEC werden die Signale deutlicher: Die Kölner Haie möchten Deutscher Meister werden und setzen alles daran, dieses Ziel umzusetzen. Dies sagte auch der Neuzugang in seinem ersten offiziellen Statement: “Ich freue mich auf die neue sportliche Aufgabe in Köln und darauf um die Meisterschaft mitzuspielen”. Mit Nico Krämmer und Christian Ehrhoff reagierten die Kölner Haie auf Spieler, die kurzfristig auf den Markt kamen, obwohl die eigenen Kaderplanungen bereits abgeschlossen waren. Während mit Nico Krämmer ein Spieler geholt wurde, der auch in den nächsten Jahren das Fundament der Haie mit gestalten kann, erhofft man sich von Christian Ehrhoff und seiner Erfahrung direkte Hilfe im Kampf um die Deutsche Meisterschaft.

 

 

Über den Autor: Dennis Wegner

Dennis gründete gemeinsam mit René im Sommer 2003 haimspiel.de und betreut die Seite bis heute als 1. Vorsitzender. Außerdem war er zwischendurch für das Haie-Fanprojekt tätig, hat mit dem Team und der Fanszene "Wir sind Haie" ins Leben gerufen und die Flyeraktion "Köln ohne Haie?" mit großem medialen Echo organisiert.

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Clouston: “Wir haben vieles richtig gemacht”
  • Ralf sagt:

    Herzlichen Glückwunsch Haie!
    Da habt ihr einen Profi-Sportler erster Güte bekommen. Ich hoffe er bleibt jetzt auch bis zum Ende seiner Karriere bei Euch. Ob es für Meisterschaften reicht? Freuen wir uns auf weitere Derbys mit oder ohne Ehrhoff.

    Schönen Gruß aus Krefeld.

  • Dagi sagt:

    Total unseriös wenn der GF des KEV im Interview seinen Fans quasi suggeriert der “Riss” im Verhältnis zu Ehrhoff sei wohl nicht mehr zu kitten. Da muss sich keiner wundern, wenn es im Spiel in Krefeld im Dezember zu unsportlichen Anfeindungen seitens der KEV Fans kommt. Trotz”Apell” zur Fairness durch den KEV GF (nach eigener unsportlicher Äußerung). Kann man dem irgendwie entgegenwirken

  • Denis Schmidt sagt:

    Ein wenig Mitleid für den KEV habe ich ja schon. Stellt Euch nur vor Müller oder Ankert würden zum KEV oder zur DEG wechseln. Wie würde man sich im Stadion beim wiedersehen verhalten? Würde man Sie ausbuhen oder dankbar ablaudieren für die geleistet Arbeit?
    Wobei Ehrhoff ja schon knapp 10 Jahre nicht mehr für den KEV gespielt hat mit Ausnahme währed des Lockouts.

    Naja nun sind wir glücklich Ihn zu haben und sind gespannt ob es im tief besetzten Kader keinen ärger gibt….

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