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Niklas Sundblad: “Wir brauchen einfach mehr Tore.”

Nach dem letzten Training vor dem Freitags-Heimspiel gegen die Augsburger Panther trafen wir Haie-Headcoach Niklas Sundblad zum Interview, um über die vergangene Trainingswoche, den Rest der Saison sowie seine Gedanken zu Douglas Murray zu sprechen.

Herr Sundblad, wie wichtig war es, endlich mal wieder eine normale Trainingswoche zu haben?

Ja, das war wichtig. Es war eine richtig gute Woche. Am Dienstag haben wir viel Ausdauer trainiert und den Rest der Woche dann viel Taktik. Wir haben an vielen kleinen Details gearbeitet. Heute haben wir uns besonders aufs Powerplay konzentriert.

Was waren das sonst noch für Details, an denen gearbeitet wurde?

Besonders die Arbeit vorm gegnerischen Tor. Wir wollen viel mehr schießen, um die Chance zu haben, mehr Tore zu machen. Wir brauchen einfach mehr Tore. Dafür haben wir unter anderem auch Spielzüge im Powerplay trainiert.

Mit Augsburg und Nürnberg stehen jetzt am Wochenende direkt mal zwei 6-Punkte-Spiele an. Geht man die besonders an?

Momentan ist jedes Spiel wichtig. Gegen Augsburg haben wir zuhause 1:0 gewonnen, auswärts dann aber verloren. Das wird ein enges Spiel. Augsburg ist eine gefährliche Mannschaft. Wir müssen gut vorbereitet sein und von Anfang an richtig Gas geben.

Gab es nach dem nicht so gelungenen Start in den Januar nochmal eine Ansprache an die Mannschaft?

Wir hatten ein Tief im Spiel in Iserlohn und auch Mitte Dezember in Berlin. Auch die Partie in Krefeld war kein gutes Spiel. Aber im Wintergame in Düsseldorf haben wir wieder gut gespielt. Wir haben viel Druck gemacht und hatten eigentlich genug Torchancen, um das Spiel zu gewinnen. Da haben wir bis zum Schluss gekämpft. Danach hatten wir jetzt die Zeit für gutes Training und wollen morgen wieder ein gutes Spiel abliefern.

Fünf Spiele sind es noch bis zur kleinen Länderspielpause im Februar. Schaut man erstmal nur bis dahin?

Wir haben die Saison für uns ja eh in Segmente von jeweils fünf Spielen aufgeteilt. Immer nach fünf Spielen rechnen wir auseinander, wie viele Punkte herausgekommen sind, wie viele Tore wir geschossen und wie viele Gegentore wir bekommen haben. Aber natürlich ist die Länderspielpause nochmal so ein Punkt, an dem sich Dinge ändern. Wie trainiert man vor der Pause, wie trainiert man nach der Pause. Nach der Pause wollen wir das Training auf jeden Fall umstellen.

Douglas Murray ist jetzt seit einer Woche hier. Was macht er für einen Eindruck?

Er ist sehr fleißig. Er trainiert hart mit der Mannschaft und macht außerdem viel zusätzlich. Er wird erstmal beim Training hier dabei bleiben. Wir sind noch nicht so weit, eine Entscheidung zu treffen, aber wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit seiner Einstellung. Er trainiert wirklich hart. Es ist schwer, sich allein fit zu halten. Hier im Training mit der Mannschaft gibt er alles.

Wie gut können Sie sich Murray hier im Team vorstellen?

Er ist ein sehr starker Defensiv-Verteidiger. Er spielt mit viel Herz und Leidenschaft. Das sind wichtige Faktoren, wenn man Erfolg haben will. Das bringt er mit ins Team. Und er würde gut vor unserem Tor stehen. Aber auch seine Erfahrung wäre ein Gewinn. Er hat 75 Stanley-Cup-Playoff-Spiele gemacht, insgesamt knapp 600 Spiele in der NHL. Aber das Wichtigste ist vielleicht: Er ist hungrig. Er will auf jeden Fall wieder spielen.

Gibt es einen angepeilten Zeitpunkt, an dem man die Entscheidung über einen Vertrag für ihn treffen will?

Nein, den gibt es nicht. Douglas ist in erster Linie hier, um sich fit zu machen. Das ist der Hauptgrund. Er kommt in eine immer bessere Verfassung.

Wir bedanken uns bei Niklas Sundblad für das Interview!

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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