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Nach 4:1-Sieg in Schwenningen: Haie weiter ungeschlagen

Hager jubelt mit Gogulla. Foto: Steffen Thaut.
Hager jubelt mit Gogulla. Foto: Steffen Thaut.

Die Kölner Haie gestalteten auch ihr drittes Spiel der Saison erfolgreich und siegten in Schwenningen mit 4:1 (0:1, 2:0, 2:0). Dafür brauchte die Mannschaft allerdings einen langen Atem, denn Schwenningen startete stark in die Partie. Die Haie wirkten zu Beginn fahrig, Niklas Sundblad sagte nach der Partie: „Wir waren eigentlich darauf vorbereitet, dass Schwenningen gut starten wird, aber es ist zu Beginn nicht gut für uns gelaufen.“ Das erste Powerplay bekamen die Haie in der zweiten Minute, aber es waren die Schwenninger die Druck aufbauen konnten, ohne allerdings dabei einen Torschuss zu Stande zu bringen. Die ersten Torschüsse kamen dann in der vierten Minute schnell hintereinander, zuerst musste Gustaf Wesslau einen harmlosen Schuss von Danner parieren und auf der Gegenseite prüfte Dragan Umicevic den starken MacDonald im Tor der Wild Wings. In der fünften Minute bestrafte dann der Ex-Kölner Daniel Schmölz einen Fehler in der Verteidigung der Haie. Er nahm die frei liegende Scheibe an der blauen Linie auf und zog auf Höhe der Bullykreise ab, Gustaf Wesslau bekam die Fanghand nicht schnell genug hoch und die Schwenninger Fans durften jubeln. Die Haie fanden auch im weiteren Verlauf des Abschnitts nicht in die Partie, aber auch auf Seiten der Gastgeber fehlten – bis auf einen weiteren Schuss von Schmölz – die ganz großen Chancen. Auch Andreas Falk musste konstatieren: „Sie haben uns am Anfang ganz schön gefordert!“

Nach einer späten Strafe gegen Hunkes gingen die Haie in Überzahl in den Mittelabschnitt, das Powerplay der Haie tat sich jedoch relativ schwer mit der aggressiven Box der Wild Wings. Der weitere Verlauf des zweiten Drittels war von vielen Strafen auf beiden Seiten geprägt. 16 Minuten waren am Ende des Drittels notiert. Wenn fünf-gegen-fünf gespielt wurde, wurden die Haie stärker. In der 25. Minute fand ein langer Aufbaupass von Lalonde Philip Gogulla an der gegnerischen blauen Linie, er passte quer zu Weiß, der jedoch durchließ für Hager und von diesem dann vor dem Tor bedient wurde. Patrick Hager schilderte uns das Tor aus seiner Sicht: „Alex Weiß liest die Situation super und dem Philip kannst Du vertrauen, wenn er den Weiß anspielen will, dann spielt er den Puck einen halben Meter weiter nach vorne und so wusste der Alex, dass hinten einer kommen muss, ging weiter zum Tor und hat sich dann selber für die vorherige Entscheidung belohnt.“ Zu diesem Zeitpunkt war der Ausgleich verdient, da die Haie sich in einer Drangphase mit dem Tor belohnten. Durch die vielen Strafen kam kaum Spielfluss auf, denn das Power Play beider Mannschaften wusste wenig zu überzeugen. So war es dann erst ihr achtes Überzahlspiel, kurz vor Drittelende, aus dem die Haie Kapital schlagen konnten. Einen Schuss von Weiß konnte MacDonald nur nach vorne prallen lassen und Patrick Hager hatte genug Platz um die Scheibe mit einem harten Schuss flach im langen Eck unterzubringen. Bevor man dann in die Kabine ging gab es noch einen kleinen Aufreger, als Uvira einen harten Check von Hult nehmen musste. Der Check sah fair aus, jedoch verletzte sich Uvira beim Check. Er kam zwar nochmal zum Schlussabschnitt zurück aufs Eis und versuchte es, wurde aber dann mit Verdacht auf Gehirnerschütterung nicht mehr eingesetzt.

Die Haie spielten mit der Führung im Rücken deutlich stärker. Die Wild Wings kamen im Schlussabschnitt nur zu vereinzelten Chancen und auch eine längere doppelte Unterzahl überstanden die Haie schadlos. Je länger das Spiel dauerte, desto offener wurden die Schwenninger. In der 56. Minute dann die Vorentscheidung zu Gunsten der Haie: bei 4-gegen-4 auf dem Eis zog Moritz Müller einfach ab, MacDonald konnte nur mit dem Schoner zur Seite abwehren und Per Aslund hatte das ganze Tor frei vor sich und schoss überlegt zum 3:1 ein. Damit war der Widerstand der Wild Wings gebrochen. Kurz nachdem die Kölner vollzählig waren erhöhte Andreas Falk auf 4:1. Auch er sammelte einen Rebound vor MacDonald ein und versenkte die Scheibe im Nachsetzen.

Auf Grund einer deutlichen Leistungssteigerung in den letzten 20 Minuten gewannen die Haie am Ende auch in der Höhe verdient bei den Schwenningern. So fiel auch das Fazit von Sundblad positiv aus: „Wenn wir das 0:2 oder 0:3 bekommen hätten, wäre das Spiel vielleicht auch schon entschieden gewesen. Aber wir haben nach dem ersten Drittel gesagt, dass wir Gas geben und uns zusammenreißen müssen und haben das auch getan.“

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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3. Spieltag: Live-Countdown zum Spiel in Schwenningen

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