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Hanowski: “Wir waren nicht sehr gut”

Blair Jones im Spiel bei Red Bull München. Photo: GEPA pictures/ Markus Fischer
Blair Jones im Spiel bei Red Bull München. Photo: GEPA pictures/ Markus Fischer

Dass Münchens Goalie Danny aus den Birken trotz wackeligem Auftritt am Ende einen Shutout für sich verbuchen durfte, sagt alles über die Torgefährlichkeit der Haie in der Partie gegen den amtierenden Meister aus. Der EHC hingegen war kaltschnäuzig und effektiv vor dem Kölner Tor. Wo die Hausherren aus wenigen Chancen im ersten Drittel zweimal Kapital schlugen, vergab die Mannen von Peter Draisaitl ihrerseits beste Einschussgelegenheiten. Ab der 2:0-Führung der Münchner war das Einfahren ihres 11. Heimsieges in Folge reine Formsache. Die Stimmen zum Spiel von Peter Draisaitl und Ben Hanowski:

Draisaitl: „Lehrstunde in Sachen Effektivität“

„Ich denke es war vor Allem eine kleine Lehrstunde in Sachen Effektivität. Ich denke, gerade in den ersten 20 Minuten war München gnadenlos effektiv, wir nicht. Wir haben nichts draus gemacht, wir hatten durchaus auch unsere Gelegenheiten. Wir hätten aus dem ersten Drittel durchaus mit einem freundlicheren Ergebnis rausgehen müssen. Allerdings war München im zweiten Drittel klar besser. Bei 5:0 und danach ist das Spiel eh gelaufen.“

„Das zweite Drittel war deutlich. Wir haben das zweite Drittel klar verloren. Ich kann mit dem ersten sehr gut leben. Wenn du dann 5:0 hinten bist hier in München, dann… Ja, wir wollten mit dem letzten Drittel unbedingt noch was machen und haben mit Sicherheit auch unsere Chancen gehabt, um es etwas freundlicher aussehen zu lassen. Das zweite Drittel war München besser, die haben uns das das Spiel eben komplett weggenommen.“

„Das erste Drittel war gut vorbereitet von den Jungs. Wir haben das ein oder andere Powerplay gehabt im ersten Drittel, die ein oder andere Chance. Und sie machen mit dem ersten Schuss das 1:0. Das zweite leider so wie es eben war und dann ist es generell schon schwer – überall. Für mich war das Spiel aber noch lange nicht außer Reichweite. Kann es ja nicht sein. Nach 20 Minuten kann es ja schon mal passieren, dass du mit 0:2 rausgehst, aber es ist ja noch viel Hockey zu spielen gewesen. Aber im zweiten war München schon klar besser.“

„De Niederlage an sich, ob sie deutlich ist oder zu deutlich, ist jetzt erstmal egal. Die haben jetzt 11mal hier hintereinander gewonnen. Hier zu gewinnen ist ja jetzt nun mal auch keine Selbstverständlichkeit. Also von daher werden wir das 5:0 schon richtig analysieren, richtig einzuschätzen wissen. Letztendlich wartet in 48 Stunden wieder das nächste sehr wichtige Heimspiel auf uns und das wird danach die Priorität haben.“

(Frage nach einer Pause für Wesslau innerhalb der nächsten Woche mit 3 Spielen:)
„Spätestens morgen werden wir das entscheiden müssen, wer am Sonntag im Tor steht.“

Hanowski: „Wir waren nicht sonderlich gut.“

“Sie waren das bessere Team. Sie haben härter gekämpft als wir. Sie haben besser kombiniert als wir. Sie haben offensichtlich viel besser defensiv gespielt als wir. Sie waren heute wirklich die tonangebende Mannschaft. Wir waren nicht sonderlich gut.“

(Frage nach dem ersten Drittel, mit dem Draisaitl nicht unzufrieden war:)
„Ja, wir hatten unsere Chancen, um das Spiel auszugleichen oder sogar das erste Tor zu schießen. Aber dann haben wir ein Powerplay und geben am Ende ein 2-auf-1 ab und kassieren so das erste Gegentor. Dann kassieren wir direkt noch ein Tor. Es ist schwer, gegen diese Jungs in ihrer Halle zurückzukommen.“

(Frage nach den verpassten Powerplays im ersten Drittel:)
„Wir hatten unsere Chancen in Überzahl. Wir hatten Gelegenheiten. Die müssen wir nutzen in wichtigen Spielen wie diesen zum Ende der Saison. Wir brauchen Punkte. Das Powerplay muss laufen.“

(Frage nach der Bewertung des Auswärtstrips gegen die beiden Topteams der Liga:)
„Das waren einfach zwei völlig unterschiedliche Spiele. Ich fand, dass wir in Nürnberg wirklich gut gespielt haben beim 3:1-Sieg. Wir haben eine gute Team-Defense gespielt und genug Tore geschossen, um zu gewinnen. Dann kommen wir hier her und waren nicht das gleiche Team. Wir waren offensichtlich zu keinem Zeitpunkt im Spiel sonderlich gut. Für Sonntag müssen wir gut vorbereitet sein für das wichtige Spiel gegen Bremerhaven.“

(Frage nach dem Spiel am Sonntag:)
„Bremerhaven spielt immer hart. Sie sind ein kämpferisches Team. Sie spielen hart und verteidigen gut. Wir müssen zurück in die Spur finden und wieder das machen, was wir in Nürnberg gespielt haben: Gut defensiv spielen und unsere Torchancen nutzen.“

Spielbeginn am Sonntag ist um 16:30 Uhr. Wir übertragen die Partie live ab 16:15 Uhr.

Über den Autor: Robert Heppekausen

Robert ist seit 2004 für haimspiel.de tätig und hat in der Zeit unter anderem am Radio das Rekordspiel gegen Mannheim kommentiert und war Mit-Ideengeber für die "Wir sind Haie"-Shirts. Zusammen mit Dennis hat er die Facebook-Seite der Kölner Haie ins Leben gerufen und für den Club aufgebaut.

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Ungünstige Vorzeichen gegen München

6 Kommentare

  1. Sockenträger
    27.01.2018

    Bei welchem spiel war der Trainer bitte??? Also in München sicher nicht.

  2. Sockenträger
    27.01.2018

    Bei welchem spiel war der Trainer bitte??? Also in München sicher nicht. Mike schreibt was ich grundsätzlich auch denke, mal durch eine Auszeit Luft verschaffen, den Spielfluss unterrechen die Mannschaft versuchen neu zu ordnen. Aber da kommt keine Reaktion, nichts, es wird auch immer der gleiche Stiefel gespielt, keine neuen Ideen. Holt die Förderlizenz Spieler und lasst die mal spielen, schlimmer kann`s kaum werden. Wir stehen jetzt kurz vor den Playoff`s und ich glaube nicht das wir bereits eine Mannschaft gefunden haben die 100% zusammen passt. Aber hey, ich bin ja nur ein Fan und es komme vielleicht auch mal wieder bessere Zeiten.Schönes Wochenende und allen die Morgen Live dabei sind viel Spaß

  3. Alexander
    27.01.2018

    Das Spiel war echter Käse aber das ist nicht das einzigste Problem klar machen wir alle Fehler keine Frage aber wenn man vom Fanshop eine Kartenzusage bekommt und man nach mehrmaligen Anrufen vertröstet wird auf die nächsten Tage und am Ende alle Karten weg sind ist das ärgerlich.Außerdem gab es bei Vorbereitungsspielen Organisatorische Probleme und als der Fanshop Neueröffnung feierte gab es nur noch eine kleine Auswahl an Trikots.Das ist keine gute Werbung für sich.

  4. Thomas
    27.01.2018

    Das war eine eindrucksvolle Demonstration wie man als Team, Mannschaft und Profi agiert. Allerdings von München.

    Don Jackson schafft es immer mit einem Team mit hoher individueller Fähigkeit ein Team zu formen. Da weiß man wie man ein 2 auf 1 ausspielt. Man weiß immer wo die Mitspieler sind. Das war mehr als eine Klasse mehr, was München da gezeigt hat.

    Am Ende darf diese Saison München keine Messlatte für die Haie sein. Gesehen warum hat man gestern.

    Der Haie Kader ist alt, und hat viel zu wenige richtige Teamplayer. Es ist noch alles möglich, aber die Illusionen diese Saison sollte man runter schrauben.

    Ich habe persönlich bereits eine Liste an Spielern die ich nicht mit in die nächste Saison nehmen würde.

    Wesslau gestern auch wieder mit einer nicht so starken Leistung. Die Fehler hat er aber vor der Verletztung auch schon gemacht. Ich würde wechseln und ihm eine Paus geben. Er ist einfach nicht in Form für einen Dauereinsatz.

    Schade das man diese Saison nach einem starken 1.Drittel immer einbricht. Auch nach dem 0 zu 2, hätte das Spiel nicht gelaufen sein müssen. Denn so schlecht war das ganze nicht. Aber solange das nicht alle begreifen und mitziehen, wird man so ein Team nicht schlagen.

    Gruß
    Thomas

  5. Mike
    27.01.2018

    Up and down and up and down…..

    Ja schade, war doch nichts von der läuferischen Clevernis wie gegen Nürnberg zu sehen.
    Was ich sehr vermisst hab war ein auftreten als Team, in dem jeder wissen sollte wie der Mitspieler läuft und wo er steht,
    gut zu erkennen im Spiel ohne Scheibe der Münchner wo irgendwie immer einer frei die Scheibe annehmen konnte.
    Was ich nicht verstehe ist, das der Trainer nicht durch eine Auszeit im 2. Abschnitt versucht hat den Spielfluss der Münchner zu unterbrechen und eine defensivere Marschrichtung anzuordnen.
    Ärgerlich das die Unsicherheiten Danny aus den Birken‘s nicht ausgenutzt werden konnten, wobei es ja an Kaltschnäuzigkeit und Leichtigkeit vor dem gegnerischen Tor fehlt.

    Ich finde mich langsam damit ab, das wir eben Mittelmaß sind und weit entfernt von einer Topmanschaft.
    Falls auch Spieler das lesen….Laßt den Kopf nicht hängen und findet den Spaß am Manschaftssport Eishockey wieder.

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