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Investieren in die Zukunft – Der (heimliche) Kölner Weg

Lucas Dumont vor dem DEL WINTERGAME 2019. Foto: Basti Sevastos.
Lucas Dumont vor dem DEL WINTERGAME 2019. Foto: Basti Sevastos.

Als die DEL zur Länderspielpause unterbrach, rieben sich einige Haie-Fans wahrscheinlich die Augen. Nicht die „alten Hasen“ wie Felix Schütz und Moritz Müller wurden nominiert. Dennoch stellte der KEC – gemeinsam mit Berlin – mit fünf Spielern die größte Spielergruppe ab. Weitzmann, Pfohl, Dumont sowie Dominik und Freddy Tiffels gehörten zum „Top Team Peking“, also den Spielern, die den DEB bei den Olympischen Spiele 2022 vertreten sollen. Das Perspektivteam versammelte die besten deutschen Spieler unter 25 Jahre.

Heimlich, still und leise hat der KEC ein Ensemble an jungen, deutschen Spielern versammelt, die den Club in den nächsten Jahren, in der Zukunft tragen sollen. Wie gut diesen jungen Spieler aber bereits jetzt sind, wurde eigentlich erst deutlich, als sie gegen Spieler ihres Alters antraten. Insbesondere ein Spieler wie Fabio Pfohl drückt den Kölner Haien seinen (kreativen) Stempel auf – und konnte auch international seine Klasse beweisen.

Junge Haie braucht das Land!

Bei der Premiere von Neu-Bundestrainer Toni Söderholm besiegte das deutsche Team die Mannschaft der Schweiz mit 4:2. Die stärkste deutsche Reihe wurde von Frederik Tiffels, Fabio Pfohl und Lean Bergmann gebildet. Die drei Stürmer harmonierten prächtig und schlugen bereits nach 80 Sekunden zu.

Pfohl wurde zum deutschen MVP gewählt, nachdem er ein Tor in Unterzahl und zwei Assists beisteuern konnte. Frederik Tiffels konnte zwei Assists anbringen, Hannibal Weitzmann zeigte im Tor eine sehr starke Leistung. Der DEB-Sieg war in den Farben des KEC angemalt.

Obwohl der DEB die zweite Partie gegen die Schweiz mit 2:5 verlor, läd die Leistungen der „jungen Haie“ in der deutschen U25-Auswahl zur Reflexion ein. Nämlich zur Reflexion des Umbruchprozesses, in dem die Kölner zurzeit stecken (auch wenn es so nicht benannt wird). Bewusst sprach in Köln niemand von der Meisterschaft, auch nicht von einem “Rebuilding”, sondern von “Respekt, Leidenschaft, Stolz, Identität , die man wiedererlangen wolle.

Der KEC im Umbruch

Im Gegensatz zu den NHL-Franchises  gibt es keine Versorgung mit frischen Talenten „frei Haus“. Soll ein Kader grundlegend umgewälzt werden, ist es eine „Operation am lebenden Patienten“ mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Dies geht entweder sukzessive oder mit sehr viel Geld, wie in regelmäßigen Abständen in Mannheim beobachtet werden kann.

Der „Kölner Weg“ der Gegenwart ist eine Mischung aus beidem. Ein Philip Gogulla, der in Köln nicht mehr glücklich geworden wäre und mit dem die Haie nicht mehr glücklich waren, wurde abgegeben. Hier wurde „Geld in die Hand“ genommen, um einen Kader mit einer neuen Einstellung zu formen.

Es wurde Wert auf den Charakter der Mannschaft gelegt, was zur Entlassung von Shawn Lalonde führte. Auch dies kostete Geld. Ein Teilstück eines Weges, auf dem der KEC sich befindet. Ein Teil-Ergebnis ist aber, dass eine Mannschaft mit viel Charakter auf dem Eis steht. Insbesondere die Spieler werden nicht müde, die Einstellung und gute Stimmung im Team darzustellen.

Ryan Jones, der – im wahrsten Sinne des Wortes – seine Knochen für die Haie hinhält, wird seine Karriere nach der Saison beenden. Hier wurde abgewartet, um in der neuen Saison für seine Position (und sein Gehalt) einen neuen sehr guten Spieler mit Lizenz zu holen. Gleiches darf für Alexander Sulzer – zumindest in Köln – angenommen werden. Der Umbruch wird also nur punktuell mit der Brechstange „Geld“ vorangetrieben, sonst lässt man den Umbruch geschehen.

„Homegrown“ Talente werden zunehmend in die Verantwortung genommen

Und der KEC führt den Umbruch aktiv weiter, indem junge Spieler mit Kölner Hintergrund (zurück-)geholt, längerfristig gebunden und in die Verantwortung genommen werden. Die letzten Vertragsverlängerungen und Verpflichtungen schrauben die „Junghaie-Quote“ im Kader konsequent weiter hoch.

Der Kölner Nachwuchs steht mit seiner DNL- und Schüler-Mannschaft seit Jahren am oberen Ende der Leistungs- und Talententwicklung in Deutschland. Erstmals nutzen die Kölner Haie diesen Talentpool in einem breiten Umfang.

Rodion Pauels bezeichnete dies zuletzt als „Quantensprung“ und verwies zurecht darauf, dass es nur bedingt darauf ankommen darf, was Coaches wollen. Er stellte dar, dass genau dies in der Vergangenheit der Fall war. Die Nutzung des Nachwuchspools glich einer Wellenbewegung mit einer Ebbe unter Cory Clouston.

Weitaus wichtiger ist die Kultur in einem Club, wie sie Mark Mahon nun offenbar installiert hat. Eine Kultur, in der Coaches mit dem Nachwuchs arbeiten müssen. Dies wird flankiert mit der bestmöglichen Ausbildung, die die Haie talentierten Nachwuchsspielern jemals geboten haben. Die Folge hieraus ist die “Identität”, die Pauels benennt: “Mit jungen Spielern, die in einem System ausgebildet werden, das vom Verein vorgegeben wird – wie in Skandinavien.” Es ist die gleiche Identität, von der Philipp Walter zu Beginn der Saison sprach.

Und auch auf den „Zach´sche“ Charakter kann man einen genauen Blick werfen, denn ein Spieler, den man seit Jahren kennt, den kann man einschätzen. „Bei einem Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, weiß ich genau, was mich erwartet. Charaktere ändern sich nicht grundlegend“, so Pauels.

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Dumont als Paradebeispiel für neues Vertrauen und ein neues System

Lucas Dumont ist ein Paradebeispiel für einen Spieler, der von diesem System profitiert. Pauels stellt dar, dass Dumont „vor drei, vier Jahren (…) in der Oberliga gelandet“ wäre, „ohne ein DEL-Spiel gemacht zu haben.“

Dumont ist ein Spielertyp, an dem beispielhaft verdeutlicht werden kann, dass ein junger Spieler, der von seiner Anlage her ein Torjäger ist, Vertrauen und den Einsatz in höheren Reihen braucht, um sich optimal zu entwickeln. Wäre er – wie in der Vergangenheit üblich – in der vierten Reihe eingesetzt worden, dann wäre das ihm vorgegebene Ziel gewesen, das gegnerische Spiel zu zerstören. Eine Entwicklung des offensiven Spiels oder des Torschusses wären hierbei nicht oder stark nachrangig angegangen worden.

Nun hat man Dumont Vertrauen geschenkt – und plötzlich ist es ganz normal, dass er regelmäßig für den KEC trifft. Dass er sich in den Olympia-Perspektivkader des DEB gespielt und sogar einen Assist beigesteuert hat. Pauels schätzte, dass „in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren 100 Dumonts unentdeckt geblieben“ seien.

“Ausprobieren geht über studieren” und wurde belohnt

Die Haie haben viel ausprobiert in dieser Saison. Sie wurden von vielen Verletzungen hierzu gezwungen. Entscheidungen wie etwa, Tobias Viklund ohne Ersatz in die KHL ziehen und Simon Gnyp spielen zu lassen waren mutig. Keinesfalls sollen beide Spieler miteinander verrechnet werden; dies wäre ein unfairer Vergleich. Gnyp ist so jung, dass er vor der Saison nicht einmal einen Platz in der DEL-Kaderauflistung bekam. Trotzdem machte er im Rahmen seiner Möglichkeiten einen guten Job. Das hat und muss Anerkennung gefunden haben.

Und so befinden sich die Haie auch in der (komfortablen) Situation, dass sie Marcel Müller nicht einsetzen müssen. Die gesamte Saison ist man nun ohne den eigentlich fest eingeplanten Spielmacher ausgekommen. Auch hier wurde die Verantwortung auf andere Spieler verteilt, die daran gewachsen sind: Insbesondere Fabio Pfohl. Marcel Müller wird alle Zeit gegeben, die seine Verletzung braucht. Möglicherweise würden die Haie in dieser Spielzeit sogar komplett auf seine Dienste verzichten, anstatt zu riskieren, dass die Verletzung unter Druck nicht korrekt verheilt.

Insgesamt gilt es aber auch die Waage zu halten. Der KEC steht vor dem Liga-Endspurt sehr gut in der Tabelle da. Die Spielweise und die Torproduktion ließen allerdings über weite Teile der Saison zu wünschen übrig, sodass das gefühlte Leistungsniveau der Haie gefühlt weit unter dem tatsächlichen Tabellenplatz anzusiedeln ist. Spiele gegen die Teams der oberen Tabellenregion wurden regelmäßig verloren. Insbesondere die Heimspiele waren oft dürftige Kost. Der Zuschauerschnitt ist ein Symptom dieser “Krankheit”.

Nun lügt die Tabelle aber nunmal nicht und dies ist ein sehr gutes Zeichen für die Haie im Umbruch. Denn sie schaffen es in dieser Saison, die Leistungsträger des Teams zu ändern und zu verjüngen, ohne im Kampf um die Playoffs gravierend an Substanz zu verlieren. Man möchte sagen: Für eine Umbruchsaison, die zudem noch von Verletzungen flankiert wird, “liefern” die Haie ausgesprochen akzeptabel.

Wohin führt der Weg?

Mark Mahon hat letztlich bisher eine sehr gute Arbeit im Bereich der deutschen Spieler gemacht und für die nächsten Jahre eine gute Basis gelegt. Der KEC stellt hier aktuell einen belastbaren Mix zwischen der Bandbreite aus erfahrenen Spielern, wie Moritz Müller, bis zu Talenten, wie Simon Gnyp.

Für die Zukunft stehen hier Entscheidungen an, wie etwa, ob Hospelt mit seiner aktuellen Rolle zufrieden ist und wie zufrieden die Haie mit ihm sind. Spieler des “Mittelteils”, wie Zeressen oder Uvira stehen noch unter Vertrag. Langfristig sollten die Spieler, die Deutschland in Peking 2022 vertreten sollen, aber auch diejenigen sein, die den KEC tragen.

Weiter werden in der neuen Saison möglicherweise die (Groß-)Gehälter von Sulzer, Jones, Potter und Pinizzotto frei, da alle ihre Karriere beenden (könnten).

Es wird also viel Geld frei, welches in Top-Ausländer investiert werden sollte. Denn dies ist ein Puzzlestück, was den Haien noch fehlt. Spielertypen mit wirklich herausragender Qualität auf und neben dem Eis – wie Dave McLlwain, Brad Schlegel oder John Tripp – fehlen den Haien aktuell. Noch.

Es wird die nächste Hausaufgabe für Mark Mahon. Vielleicht hat er hier mit der Verpflichtung von Simon Després bereits einen solchen Top-Transfer nach Köln gelockt. Noch gibt es fraglos Fragezeichen, aber dennoch hat er das Potential, eine dominierende Größe im Team des KEC zu werden – sofern er die Haie überzeugen kann und es gelingt, ihn dann auch längerfristig zu binden.

Über den Autor: René Guzmán

René hat Haimspiel.de 2003 zusammen mit Dennis gegründet. Mit Tobias hat er die allererste Radioübertragung aus Iserlohn gesendet. Er war Mitglied des Vorstandes des KEC "Die Haie" e.V., 2010 war er an der Organisation der Ausstellung "Powerplay - Eishockey in Köln" zur Eishockey-WM im Deutschen Sport und Olympia-Museum beteiligt, hat seine Staatsexamensarbeit zum Thema "Eishockey in Deutschland bis 1945" verfasst und z.B. das "Wir sind Haie!"-Logo und das Logo des Haie-Fanprojekts entworfen.

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Simon Després neuer Haie-Verteidiger

10 Kommentare

  1. Ernst Graupenheimer
    18.02.2019

    ich finde – gerade nach gestern -, dass HW mal für GW ins tor sollte. die letzten beiden spiele hat GW nicht gut gehalten und im eishockey ist es ja zum glück im ggs. zum fussball normal, wenn im tor mal gewechselt wird. also: HW aufs eis gegen nürnberg!

  2. Hai99
    18.02.2019

    Der Verfasser des Artikels hat offensichtlich die jüngste Entwicklung im Verein nicht mitbekommen.
    Gnyp ist wieder raus aus dem Kader und stattdessen dieser mit Despres drin wieder ein typischer Söldner drin, der keine Leistung bringt. Viel Geld für nichts und eigene Talente versauern auf der Tribüne. Weitzmann hat unter Lacroix noch kein Spiel gemacht. Wieder so ein Trainer der nur mit Routiniers arbeiten will.
    Das ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg.
    Solange die einen kanadischen Trainer und Manager haben wird sich daran auch nie etwas ändern. Die holen und fördern eben nun mal nur ihre eigenen Leute. Und man wird wieder einen kanadischen Trainer holen.
    So wird das nichts mit dem Haien.

  3. Bossy
    18.02.2019

    Die wichtigste Personalie für die neue Saison bleibt für mich aber ein Trainer, der diesen Weg auch mit Leben füllen will und kann.

    Und dass es wirklich Mike Stewart wird, glaube ich auch erst, wenn es offiziell verkündet wird oder sich einer der Offiziellen beider Klubs verplappert hat:

    ‘Zu seiner eigenen Zukunft sagte der Panther-Trainer, dessen Vertrag ausläuft, nur: „Kein Kommentar.“ Nach Informationen unserer Redaktion ist aber zumindest Köln keine Option mehr.’
    (Augsburger Allgemeine vom 14.02.2019)

  4. Thomas
    17.02.2019

    Ich finde es gut das dieser Weg endlich mal gegangen wird. Man verzeihe mir, aber warum ein Dumot nicht den Platz von Jones eingenommen hat verstehe ich nicht. Effektiver als Jones diese Saison ist er diese Saison nunmal. Auch der Einsatz stimmt. Diesen Weg ist Berlin und jetzt auch München bereits mit großem Erfolg gegangen.

    Charaktere muss man im übrigen auch entwickeln. Sicher fehlen so Typen wie ein Mclwain seit Jahren, aber auch ein Hicks stände diesem Team gut zu Gesicht.

    Ich bin gespannt wo der Weg hingehen wird zur neuen Saison.
    Bei den Torhütern muss man bei Weitzmann allerdings aufpassen das man hier nicht wieder ein Talent auf der Bank versauern lässt. In der aktuellen Phase verstehe ich das zwar, aber auf eine ganze Saison muss er deutlich mehr spielen.
    Und da sollte man auch etwas mehr Vertrauen mitbringen.

    Der Weg der Haie ist noch lange nicht zu Ende. Aber ein Anfang mit dem richtigen Schritt ist es.

    Gruß
    Thomas

  5. Rolliman
    15.02.2019

    Wie üblich hat euer Bericht einige Schönheitsfehler, die aber durchaus gravierend sind. In heutiger Zeit auf die eigene Jugend zu setzen, ist fast unerlässlich, zumal wenn man nochmal annähernd an den internationalen Erfolg von Korea ran möchte. Es bringt aber absolut nichts, wenn man jungen deutschen Spielern einen Vertrag gibt, dieses groß propagiert, aber diese jungen Spieler dann nur bedingt oder fast gar nicht zum Einsatz kommen. Bestes Beispiel ist dafür Hannibal Weitzmann. Es bringt dem Jungen überhaupt nichts, wenn er im Team Peking für 2022 als zukünftiger Nationaltorwart spielen und aufgebaut werden soll und bei uns darf er dann nur auf der Bank die Spielberichtsbögen ausfüllen. Erstens lernt er dadurch nichts, zweitens bekommt er dadurch null Spielpraxis und Erfahrung und drittens schlägt das dem Jungen auch ordentlich auf die Motivation. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann er um einen Wechsel bittet, zumal Gustav ja auch ein absoluter Vielspieler im Tor ist. Um Hannibal eine einigermaßen solide und gute Entwicklung zu gewähren, müsste er mindestens 10-15 Saisonspiele machen und nicht nur wie bisher drei.
    Des Weiteren muss man viel mehr Geld in den Nachwuchsbereich pumpen. Nicht nur was die Spieler angeht, sondern auch was die Trainer und auch mögliche spätere Auffangmannschaften angeht. Hier möchte ich mal das schwedische System ran ziehen, die ja noch eine Zwischenliga für Jugendliche haben, die irgendwann in ihrer Entwicklung etwas stagnieren und dann erst im Alter von 24 oder 25 Jahren den nächsten Entwicklungsschritt tun, aber dann auch noch gute Profis werden. Auch müssen ausländische Jugendtrainer in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Last but not least muss es irgendwie eine Art europäische Jugendliga geben, damit sich unsere Jugendlichen mit den besten Jugendlichen aus Schweden, Finnland, Schweiz oder Tschechien messen können. Denn leider sieht es im internationalen Vergleich so aus, dass unsere Jugendlichen für die A-Gruppe zu schwach sind, aber für die B-Gruppe zu stark und so werden unsere Jugendnationalmannschaften immer eine Art Fahrstuhlmannschaft bei den Weltmeisterschaften sein.

    Hinzu kommt auch noch, dass der Verein es regelmäßig versäumt, seine eigentlichen Ziele klar und deutlich den Fans und der Presse mitzuteilen. Hier müsste mal ein wirklich klares Fan-Meeting her, wo dann auch die Besitzer sagen, wo sie eigentlich hin möchten. Man muss für diesen Weg für Geduld und Verständnis werben, aber das sind erfahrungsgemäß zwei Sachen, die weder der Kölner Fan noch der Kölner Journalist in seinem Wortschatz hat. Jeder fordert in Köln sofort die Meisterschaft, den internationalen Wettbewerb und das man jeden Gegner mindestens mit 6-8:0 an die Wand klatscht, nur das funktioniert mit dem Weg nicht. Man braucht Zeit, Geduld und auch Mut, auch mal zu sagen: ,,Für uns zählen dieses Jahr nicht die Playoffs, sondern wir setzen alles konsequent auf den Neuanfang!” Und wenn man das von vorneherein den Fans signalisiert, dann denke ich ist auch der Fan bereit, das mitzutragen.
    Zu guter Letzt finde ich es irgendwie inkonsequent, dass man zwar einen Kölner Weg propagiert, man holt sich dann aber einen kanadischen Trainer…
    Dabei hat man mit Thomas Brandl einen Mann an der Bande, der gerade mit diesen Jugendlichen, wo der Verein jetzt drauf setzen möchte, großen Erfolg hatte. Wieso lässt man Brandl dann nicht auch die Chance, sich in der DEL mit seinen Jungs zu beweisen?

  6. Bossy
    14.02.2019

    Der eingeschlagene Weg klingt hoffnungsvoll, allerdings würde ich mir hierzu auch grundsätzlich einmal eine Stellungnahme der Gesellschafter wünschen, die für ein solches Konzept ja letztlich auch die finanzielle Hauptlast tragen müssen.

    Haben sie wirklich die Geduld für dieses Konzept, oder verlieren sie schon (wieder) die Nerven, sollte das Team z.B. im nächsten Dezember mal auf den 8. oder 9. Platz abrutschen?

    Wie groß ist die Sehnsucht der Gesellschafter, mal wieder ernsthaft um den Titel mitspielen zu können? Steht fehlende Geduld einem jetzt eingeschlagenen ‘Kölner Weg’ letztlich dann doch wieder im Weg?

    Das Wort ‘Meisterschaft’ habe ich in den letzten Jahren in der Arena von Fans, ob Dauer- oder Tageskarte, kaum noch zu hören bekommen, die wollen aus meiner Beobachtung in erster Linie eine bissige Heimmannschaft sehen, die geil auf Siege ist und sich nicht regelmäßig, zumindest Drittelweise, hängen lässt, was in den letzten Jahren ja zu einer üblen und dazu auch noch von manchem Spieler (z.B. Mo. Müller nach dem Winter Game) akzeptierten Gewohnheit geworden ist.

    Und Heimstärke, die in der DEL regelmäßig auch Teams schaffen, die vom Team-Etat her teilweise deutlich unter den Haien liegen, ist in meinen Augen auch erforderlich, damit ein ‘Kölner Weg’ mit angemessenen Zuschauerzahlen unterstützt wird.

    Ohne ‘Eventies’ ging es im Kölner Eishockey noch nie.

    Und wenn ich heute lese, dass sich der Geschäftsführer für einen deutlich besseren Haie-Spielplan in der neuen Saison einsetzt, dann nehme ich das zunächst auch mal positiv mit.

  7. Schmidt
    14.02.2019

    Es lässt hoffen das es wirklich so kommt, denn in der Vergangenheit hat man schon ein paar mal dieses Kunststück versucht z.B. unter Pavlov oder Krupp, bis dann wieder jemand alles über den Haufen geworfen hat.

  8. Alexander
    13.02.2019

    Ich denke kein Fan will mehr hören wie toll alles im Verein ist wir wollen Meisterschaften feiern dafür zahlen wir und wenn wir nicht konstanter erfolgreich spielen werden auch bald die Gesellschafter und Sponsoren abspringen dann können wir den Laden dicht machen die Fans haben ja schon oft fluchtartig die Arena in den letzten Jahren verlassen oder mit Stimmungsboykott reagiert.

  9. Eishockeyfan74
    13.02.2019

    Gut geschrieben! Was stört und was nicht erwähnt wurde, ist die anzahl der Kontingentspieler. 9 sind deutlich zu viel. Ich hoffe die haie verzichten freiwilligt auf 2 Stellen. Generell müsste die del auf 6 Kontingentspieler reduzieren, dann könnten junge Spieler auch wieder grössere Rollen übernehmen. Das ist eine absolute muss-Entscheidung für die del

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