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Immer wieder Schwenningen

Nicht zufrieden - Gustaf Wesslau Foto: Alexandra Schmitz

Die Schwenninger bleiben der „Angstgegner“ der Haie in der heimischen Arena. Vor 9.053 Zuschauern waren die Wild Wings nicht die spielbestimmende, aber die cleverere Mannschaft und siegten am Ende verdient mit 4:2.

Alex Sulzer und Nick Latta fehlten weiterhin bei den Haien. Latta deutete im Interview bei Telekomeishockey aber an, dass eine baldige Rückkehr in die Mannschaft möglich ist. In der einzigen Änderung zur vergangenen Woche ersetzte Salmonsson Krämmer in der dritten Formation.

Guter Start in die Partie

Von Beginn an gaben die Haie, wie man es vor der Partie erwarten konnte, den Ton an. Schon in den ersten Minuten hätten die Haie mit ein bis zwei Toren in Führung gehen können, fast schon müssen. Dustin Strahlmeier, der eine sehr gute Partie bot, verdiente sich direkt Bestnoten. Auf der anderen Seite erkannte man schnell den Spielplan, den sich die Schwenninger zurecht gelegt hatten: Aus einer sicheren Defensive Nadelstiche setzen. Einen der ersten nutzte man direkt zur Führung. Eine hohe Befreiung bei vier gegen vier auf dem Eis versuchte Gogulla etwas zu lässig hinter dem Rücken mitzunehmen, Schmölz nahm die Scheibe auf bediente etwas glücklich Marcel Kurth, der zur Führung traf. Die Haie wirkten wenig geschockt und hatten auch weiterhin mehr vom Spiel, Reinhart mit der größten Chance in der Phase des Spiels, aber sein Hammer landete nur am Pfosten. Anders die Schwenninger auf der Gegenseite. El Sayed blockte eine Reingabe von Potter, lief ihm davon und ließ Wesslau keine Chance.

Viele Strafen brechen den Rhythmus

Im zweiten Abschnitt nahmen die Haie zu viele Strafen und die Schwenninger fanden über die Powerplays besser in die Partie. Dennoch hatten die Haie bei gleicher Zahl der Spieler das Geschehen zunächst weiter im Griff. Erneut rettete der Pfosten Strahlmeier bei einem Abschluss von Gogulla. Der Außenstürmer der ersten Reihe war es dann auch, der Mitte des Spiels in Überzahl einen Pass von Eriksson zum Anschluss versenkte. Die Euphorie der Haie wehrte aber nur Sekunden. Nach einem Scheibenverlust in der offensiven Zone konterten die Schwenninger in überragender Manier. Trivellato hatte am Ende keine Mühe mehr die Scheibe an Wesslau vorbeizubringen. In der Folge nahmen die Haie wieder mehrere Strafen und auch Schwenningen nutzte ein Powerplay. Gysbers überwand bei doppelter Überzahl Wesslau mit einem Schuss vom hohen Bullykreis aus. Die Führung der Schwenninger zu diesem Zeitpunkt durchaus dem Spielverlauf entsprechend.

Am Ende zu einfallslos

Im letzten Abschnitt merkte man den Haien zwar an, dass sie wollten, aber die Waffen waren an diesem Freitag stumpf. Der dringend benötigte Anschlusstreffer fiel am Ende zu spät. Erst 75 Sekunden vor dem Ende war es Travis Turnbull, der aus dem hohen Slot traf. Die Haie warfen nochmal alles nach vorne, aber am Ende blieb es bei beim 2:4. Das Spiel erinnerte leider in großen Teilen an die Haie der letzten Saison. Der Wille war selten abzusprechen, aber die Mittel gegen defensive Mannschaften wie Schwenningen waren sehr begrenzt und man verstand es nicht die Chancen zu nutzen.

Stimmen zum Spiel:

Cory Clouston: „In den ersten Wechseln hatten wir gute Chancen um mit einem oder zwei Toren in Führung zu gehen und haben es nicht genutzt. Schwenningen hat aus unseren Fehlern Kapital geschlagen und hat die Tore zu den richtigen Zeitpunkten gemacht.“

Patrick Hager: „Heute war einfach die Balance von vorne bis hinten nicht da und dann hast Du keine Chance, auch nicht gegen Schwenningen.“

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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