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Haie bleiben beim Tabellenführer torlos – Mannheim gewinnt 3:0

Ryan Jones beim Köln Cup 2015. Foto: Steffen Thaut
Ryan Jones fehlte den Haien in Mannheim aufgrund seiner Strafe. Foto: Steffen Thaut

Schon vor der Partie war klar, dass die Haie mit dem seit sieben Spielen ungeschlagenen Team aus Mannheim die schwierigste Aufgabe nach der Cup Pause erwischt hatten. Der amtierende Meister hatte im Oktober seinen schwachen Start überwunden und zu alter Stärke gefunden.

Auch in diesem Spiel zeigten die Adler von Beginn an wer der Herr in der SAP-Arena ist und waren leicht überlegen. Die Haie versteckten sich nicht und es entwickelte sich eine schnelle Partie mit wenigen Unterbrechungen. Wesslau und Endras mussten zu Beginn zwar einige Male eingreifen, aber Großchancen konnte sich keine der Mannschaften erspielen. Auffällig, dass die Adler von Beginn an viele Scheiben ziemlich schnell auf den Kasten der Kölner brachten und versuchten mit viel Verkehr vor dem Tor Wesslau das Leben schwer zu machen. Die Haie spielten jedoch zu verschnörkelt und am Ende oft mit einem Pass zu viel. Eine dieser Aktionen leitete die Führung der Mannheimer ein. Alex Weiß konnte den Puck in der Zone der Adler gewinnen, aber anstatt direkt abzuziehen spielte er einen schwierigen Pass in Richtung Andreas Falk, der in der Bedrängnis den Gegenspieler mit dem Stock im Gesicht traf. Das resultierende Powerplay nutzten die Adler zur verdienten Führung. Die Haie gerieten aus der Position und Ullmann stand zentral am Bullykreis völlig frei und nagelte die Scheibe in den Winkel. Kurz darauf bekamen dann die Haie ihre erste Überzahl der Partie, brachten jedoch keinen Schuss auf Endras zustande. Vor allem im Powerplay merkte man den Haien das Fehlen der Verletzten Sulzer und Umicevic an. Gerade der Schwede fehlte mit seiner Kreativität.

Aus der Kabine kamen die Haie mit einer weiteren Überzahlmöglichkeit und mit mehr Schwung. Das Powerplay war noch nicht beendet, da landete ein Schuss von Weiß am Pfosten. Es sollte die beste Möglichkeit der Haie im Spiel bleiben. Die Haie erliefen sich ein Übergewicht, welches Sie nicht in Zählbares ummünzen konnten. Auf der anderen Seite blieben die Adler bei Ihren Angriffen stets gefährlich. Mitte des Drittels waren die Adler dann dem 2:0 nah, doch Charlie Stephens kratzte für den schon geschlagenen Wesslau die Scheibe von der Linie. Die Partie blieb weiterhin auf gutem DEL-Niveau ohne jedoch die großen Höhepunkte zu bieten.

Vor dem letzten Abschnitt kamen die Haie früh aus der Kabine und mit Beginn des Drittels waren die Haie das bessere Team. Mannheim verlegte sich auf Defensivarbeit mit vereinzelten Kontern. Die Haie bekamen früh ein Powerplay und wieder entwickelte sich die beste Chance des Abschnitts mit einem Mann mehr auf dem Eis. Der Schuss von Lalonde wurde abgefälscht und strich knapp am langen Eck vorbei. Endras reagierte zwar, ob er eine Chance gehabt hätte ist fraglich. Die Haie wurden von Minute zu Minute stärker. Dennis Endras war bei den Mannheimern der Turm in der Schlacht, ohne Wunderdinge vollbringen zu müssen, da die Haie weiterhin zu kompliziert spielten. Großchancen blieben Mangelware. Zehn Minuten vor dem Ende verloren die Haie noch Patrick Hager, der einen Puck ins Gesicht bekam und sofort in die Kabine ging. Er kehrte zwar noch vor dem Ende zurück, doch da führten die Mannheimer inzwischen 2:0. Dominik Bittner hatte, wie die Mannheimer es oft machten, eine Scheibe Richtung Tor gebracht. Vor dem Tor fiel der Kölner Verteidiger im Zweikampf leicht auf den Schläger von Wesslau der, dadurch irritiert und behindert, die Stockhand nicht rechtzeitig hoch brachte. Seine Beschwerden wurden von den Schiedsrichtern zu Recht abgewiesen. Die Haie versuchten in den folgenden Minuten weiterhin alles. Je länger die Partie dauerte, desto mehr Frust konnte man auf der Tribüne spüren. Die Bemühungen wurden schleppender und man brachte kaum noch eine Scheibe Richtung Tor. Metropolit besorgte mit seinem Treffer ins leere Tor schließlich den Endstand.

Die Mannheimer im Endeffekt von zwei guten Mannschaften die cleverere mit deutlich mehr Zug zum Tor. Die Treffer fielen dazu zu günstigen Zeitpunkten. Die Haie hatten sich das Spiel nach der Pause sicherlich anders vorgestellt und scheiterten vor allem daran, dass sie Endras zu wenig in Bedrängnis brachten. Mit der Leistung brauchen sich die Haie in der Liga nicht zu verstecken, aber sie müssen deutlich mehr Druck auf das gegnerische Tor machen.

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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