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Draisaitl: “Dass wir kein Tor geschossen haben, spricht für sich”

Die Haie verlassen geschlagen das Eis. (Foto: Florian Müller)
Die Haie verlassen geschlagen das Eis. (Foto: Florian Müller)

Zum Jahresauftakt war die große Bühne bereitet: Vor über 15.500 Fans traten die Kölner Haie zum “großen Derby” gegen die Düsseldorfer EG an. Der Sieg aber ging an die Gäste, welche sich 1:0 in Köln durch setzen konnten. Jeremy Welsh nutzte im Powerplay den zusätzlichen Platz, den Ehrhoff ihm bot, um Daniar Dshunussow zu überwinden. Neben dem Einsatz von Dshunussow als Starting Goalie sorgte das Debüt des Neuzugangs Bill Thomas in der ersten Reihe, aber auch die Berücksichtigung von Jean-Francois Boucher für Rotation im Kader. Vor der Brust haben die Haie bereits das nächste große Spiel am kommenden Freitag ggen die Adler Mannheim.

Kai Hospelt: „An einem Mangel an Chancen hat es nicht gelegen“

„Beim Fünf gegen Fünf hatten beide Mannschaften ihre Chancen. Die DEG hat heute ihr Powerplay ausgenutzt und wir leider nicht. Das war der Unterschied. Ich denke Daniar Dshunussow hat eine super Leistung abgeliefert heute, der Torwart von Düsseldorf aber auch. An einem Mangel an Chancen hat es nicht gelegen.“

(Zur Frage, warum das Powerplay heute nicht so gut funktioniert hat:)
„Ich denke einfach, dass der Düsseldorfer Torwart ein paar Chancen gut gehalten hat. Ich denke nicht, dass es an etwas lag, was man grundlegend ändern muss. „

(Zur Frage, ob es schwierig war, Bill Thomas zu integrieren – insbesondere im Powerplay:)
„Er hat jetzt noch nicht großartig mit uns trainiert, dass dann nicht alles automatisch klappt, ist ja normal. Aber ich denke man hat gesehen, dass er sich Mühe gegeben hat, sich zu integrieren und dass die anderen Jungs sich Mühe gegeben haben, ihn zu integrieren. Mehr kann man am Anfang nicht erwarten. Ich denke man sieht, dass er ein guter Spieler ist und das wird mit Sicherheit nur noch besser werden.“

Peter Draisaitl: „Die Tatsache, dass wir kein Tor geschossen haben, spricht für sich“

„Ich denke, wir haben nicht viel falsch gemacht heute. Wir wussten in etwa, wie die DEG hier spielen wird und so ist es letztendlich auch gekommen. Die Tatsache, dass wir kein Tor geschossen haben, spricht für sich. Ich denke, alleine die Powerplays, die hätten reichen müssen. Langsam aber sicher würde es uns einfach mal guttun, hier zuhause das erste Tor zu schießen. Das würde einiges beruhigen. Seitdem ich hier bin – seit sechs Wochen – waren wir hier zuhause ein einziges Mal in Führung. Aber einen allzu großen Vorwurf kann ich der Truppe heute nicht machen.”

(Auf die Frage nach der generellen Beurteilung des Spiels aus der Sicht des Trainers:)
„Wir haben viel von dem richtig oder besser gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten die Gegentore reduzieren; das war in Ordnung. Viel zugelassen haben wir auch nicht. Heute war das Problem auf der anderen Seite. Wir haben keinen Weg vorbei an Bakala gefunden. Letztendlich waren es die Special Teams. Der ihr Penaltykilling hat heute unser Powerplay geschlagen. Das war heute der entscheidende Punkt. Wir hatten genug Möglichkeiten.“

(Auf die Frage nach dem ersten Eindruck zum neuen Spieler Bill Thomas:)
„Ich wusste, dass er schon was hinter sich hat und dass er einen guten Hockey-IQ hat. Jetzt werden wir gucken, dass wir ihn gut einarbeiten.“

(Auf die Frage, ob die Ineffizienz im Powerplay zur Kopfsache wird:)
„Es kann irgendwann zur Kopfsache werden. Uns würde es guttun, wenn wir einfach mal in Führung gehen würden. Wir haben ein einziges Mal seitdem ich hier bin aus einer Führung heraus gespielt. Das kann dann schon zäh sein.“

(Auf die Frage, wie der Weg zum Sieg über Mannheim aussehen kann:)
„Ich werde Mannheim jetzt vorbereiten und dann werden wir sehen, wie wir das Team einstellen. Aber es geht um viel. Es wird jetzt mehr auf die Defensive geachtet. Ich glaube, die Zeiten eines 7:4 oder 6:0 sind vorbei. Jetzt wird es um ein Tor hin oder her gerungen.”

(Auf die Frage nach einer aufkommenden mentalen Blockade, nachdem fünf der letzten sechs Heimspiele verloren wurden:)
Das verneine ich nicht komplett. Wir [Trainer] sind logischerweise dafür da, diese Probleme zu lösen und einen Weg zu finden, um den Sieg, den wir hier zuhause dringend nötig haben, zu holen. Am besten am Freitag.

(Auf die Fragen nach den Hintergründen der Umstellungen im Line-Up vor dem Spiel und ob diese so bleiben werden:)
„Wir wollten frisches Blut in die vierte Reihe reinbekommen, mit T.J. Mulock und Uvira. Bei ihrer Eiszeit haben sie einen guten Job gemacht. Das Problem heute lag mit Sicherheit woanders. Wir haben jetzt einiges zur Auswahl, Lukas nicht zu vergessen und Alexandre Bolduc kommt eher früher als später wieder.“

(Auf die Frage, ob diese Auswahl an Spielern nötig ist, um den Leistungsdruck speziell dieser Mannschaft hochzuhalten:)
„Ich würde sagen: So sollte es in einem großen Klub sein. So ganz sicher sollte sich eben keiner sein. Aber ich sehe darin auch kein Problem. In großen Klubs ist das so. Wir waren jetzt lange genug ohne wichtige Spieler unterwegs. Dann werden wir jetzt eben ein Luxusproblem haben. Aber das werden wir schon händeln.

(Auf die Fragen nach der Bewertung des Wechsels im Tor und ob Dshunussow auch gegen Mannheim spielen wird:)
„Auch hier haben wir Pro- und Kontra abgewogen. Aber auch hier: Das Problem lag bei uns heute nicht im Tor. Das steht fest. Daniar Dshunussow hat einen guten Job gemacht. Wir nehmen die Thematik „Wer spielt?“ und „Warum spielt wer?“ sehr ernst, wir wollen es uns da nicht zu einfach machen. Wir wollen schon sehen, dass jede Entscheidung Hand und Fuß hat und man diese auf eine faire Weise dem Spieler, aber auch der Öffentlichkeit mitteilen und dann auch dahinter stehen kann. Am Ende war die Entscheidung heute eindeutig, dass wir uns für Dshunussow entschieden haben.“

Bill Thomas: „Habe versucht Geschwindigkeit und Spielmacher-Qualitäten in das Spiel einzubringen“

(Auf die Fragen, wie er sich heute im Spiel gefühlt hat und was er in das Spiel einbringen konnte:)
„Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben. Ich denke, dass wir ganz gut gespielt haben. Wir haben hart gespielt. Ich habe ganz gut mit Gogulla und Schütz zusammen gespielt. Wir hatten einige Chancen, konnten sie jedoch nicht in Tore umwandeln. Ich habe versucht Geschwindigkeit und Spielmacher-Qualitäten in das Spiel einzubringen. Offensive Qualitäten, auch im Powerplay. Leider war das noch nicht von Erfolg gekrönt.“

(Auf die Frage, wie lange die Verhandlungen mit Köln gedauert haben:)
„Einen Tag. Ich würde nicht sagen, dass ich offen für die Möglichkeit eines Wechsels war. Aber als diese Möglichkeit aufkam, war es für mich aus professioneller und persönlicher Sicht eine gute Möglichkeit. Ich hatte in der Vergangenheit schon mit Mark Mahon gesprochen und wusste, worauf ich mich einlasse. Ich hatte bis Dezember keinen Vertrag erhalten. Die Dinge hatten sich nicht so entwickelt, wie ich es erwartet hätte. Ich war froh, dass Ilves Tampere mir einen Probevertrag gegeben haben. Es war aber auch kein Problem für sie, dass sich eine andere Option aufgetan hat. Ich hätte allerdings auch bleiben können. Ich bin sehr froh, dass sie sehr freundlich und respektvoll mir mir umgegangen sind. Es war meine Entscheidung zu gehen, aber sie haben es verstanden und haben mir nur das Beste gewünscht.

(Auf die Frage, wie er sich bis Dezember fit gehalten hat:)
„Dort, wo ich mit meiner Frau den Sommer über lebe, gibt es viele Ex-Spieler, viel Eishockey, viele Jungend-Mannschaften auf hohem Niveau und so konnte ich in Form bleiben. Es war natürlich nicht einfach, aber ich habe das hinbekommen.

(Zu seinem ersten Eindruck von den Haien:)
„Meine Frau und ich freuen uns sehr, hier zu sein. Wir haben viel Positives über die Organisation und darüber gehört, wie die Stadt zur Mannschaft steht. Die Atmosphäre heute war erste Klasse. Es ist ein großartiges Umfeld für einen Spieler. Ich habe mich gut gefühlt. Ich fange ja gerade erst an, mit den anderen zu spielen. Es gibt einige gute Spieler da draußen. Wir hatten einige gute Spielzüge heute, einige Chancen, die wir leider vergeben haben. Gogulla und Schütz sind beide gute Spieler und mit der Zeit werden wir eine bessere Chemie aufbauen.“

(Auf die Frage, wie schwer es für ihn war, sofort im Powerplay eingesetzt zu werden:)
„Wir hatten etwas Probleme, hier ein Momentum zu generieren. Aber wir werden daran arbeiten.“

 

Über den Autor: René Guzmán

René hat Haimspiel.de 2003 zusammen mit Dennis gegründet. Mit Tobias hat er die allererste Radioübertragung aus Iserlohn gesendet. Er war Mitglied des Vorstandes des KEC "Die Haie" e.V., 2010 war er an der Organisation der Ausstellung "Powerplay - Eishockey in Köln" zur Eishockey-WM im Deutschen Sport und Olympia-Museum beteiligt, hat seine Staatsexamensarbeit zum Thema "Eishockey in Deutschland bis 1945" verfasst und z.B. das "Wir sind Haie!"-Logo und das Logo des Haie-Fanprojekts entworfen.

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2 Kommentare

  1. Alexander
    04.01.2018

    Bill Thomas war zusammen mit Dschunussow der beste Mann und die Zuschauerzahl war auch was besser als in den letzten Spielen alles andere war mies

  2. paul147
    04.01.2018

    Lieber Peter,

    Du bist ein guter Trainer, aber die Spieler von der Bank fern halten,scheint nicht zu glücken

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