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DEL Stars & Skills Competition – Eine gute Veranstaltung zum falschen Zeitpunkt?

DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH
DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH

Zum ersten Mal versammelten ServusTV und die DEL alle Vereine, um in 3 Wettbewerben die „Besten der Liga“ auszuzeichnen. fünf Spieler pro Team wurden angefordert und fast alle Teams leisteten brav Folge. Gesucht wurde der härteste Schlagschuss (“Der Hammer”), der schnellste Skater (“Der Blitz”) und das beste Stickhandling (“Die Hände”). Jedes Team stellte hierfür drei Spieler ab,  zudem warem zwei Spieler für repräsentative Zwecke und eine Partie NHL16 präsent.

Die Haie, die die Besetzung noch kurzfristig ändern mussten, waren mit folgenden Spielern vor Ort:
– Härtester Schuss: Shawn Lalonde
– Schnellster Skater: Sebastian Uvira
– Stickhandling: Per Aslund
– NHL 16: Moritz Müller und Ryan Jones

Shawn Lalonde beim "Der Hammer"-Wettbewerb während dem DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH

Shawn Lalonde beim “Der Hammer”-Wettbewerb während dem DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH

Hierzu sei erwähnt, dass die Haie eigentlich anders geplant hatten, Per Aslund sollte skaten und Sebastian Uvira war für den Stickhandling-Parcours vorgesehen, hier wurde jedoch von Seiten der Veranstalter etwas vertauscht.

Zuerst suchte man den härtesten Schlagschuss. Jeder Spieler erhielt in 2 Durchgängen jeweils 3 Schüsse. Die Scheiben wurden in Höhe der Hashmarks zwischen die Bullypunkte gelegt und die Spieler durften maximal bis zur roten Linie Anlauf nehmen. Ein Blick auf die anderen Spieler zeigt, dass die Teams hier fast ausnahmslos wirkliche Schussexperten dabei hatten (Schubert, Goc, Foster, Regehr, etc.). Shawn Lalonde erreichte mit seinem fünften Schuss eine Geschwindigkeit von 159 km/h und holte somit den geteilten 5. Platz. Am Ende musste ein Stechen zwischen Sascha Goc und Curtis Foster die Entscheidung bringen, bei dem der Nürnberger auf die Tagesbestleistung von 169 km/h kam und sich somit „Der Hammer“ nennen darf und in der kommenden Saison einen Patch in Form von 2 gekreuzten Schlägern auf dem Trikot tragen darf.

Kurzergebnis:
1. Foster 169
2. Goc 165
3. Schubert und Mac Murchy je 162
5. Lalonde und Grygiel je 159

Sebastian Uvira bei der Siegerehrung zum "Blitz". DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH

Sebastian Uvira bei der Siegerehrung zum “Blitz”. DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH

Als nächstes wurde der schnellste Skater gesucht. Es galt eine Runde ums Oval in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Es wurde zuerst rechts und im zweiten Durchgang links herum gefahren. Ausnahmslos alle Spieler erreichten ihre bessere Zeit hierbei in der zweiten Runde – außer Florian Kettemer der jedoch in seiner zweiten Runde hinter dem Tor ins straucheln kam, sonst wäre auch da eine bessere Zeit sicher gewesen. Sebastian Uvira, der eigentlich nur die 3. Wahl der Haie war (siehe oben), siegte am Ende durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Runde mit einer Zeit von 14,37 Sekunden. Während Düsseldorf und Krefeld mit Preibisch und Eriksson ziemlich sicher die besten Skater geschickt hatten, musste man sich bei anderen Teams fragen ob es nicht schnellere Skater gegeben hätte. Vor allem die Adler mit Andrew Joudrey erscheinen doch fragwürdig. Am Ende bleibt der Schlittschuhpatch den Sebastian Uvira die kommende Saison auf dem Trikot tragen wird.

Kurzergebnis:
1. Uvira 14,37
2. Eriksson 14,47
3. Kettemer 14,48
4. Preibisch 14,55
5. Ma. Müller 14,64

Per Åslund beim "Die Hände"-Wettbewerb während dem DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH

Per Åslund beim “Die Hände”-Wettbewerb während dem DEL Stars & Skills am 08.09.2015 in Krefeld. Foto: DEL / City-Press GmbH

Nach einer längeren Umbauphase und der zwischenzeitlichen Pressekonferenz der DEL und Servus TV, wurde dann noch der Beste im Stickhandling der Teams gesucht. Ein Parcours, der einem Hotelzimmer des DEL-Sponsors Dorint “nachempfunden” war, musste absolviert werden. Teilweise benötigten die Spieler hierfür so lange, dass der 2. Durchgang verkürzt wurde und nur noch die Top 6 des ersten Durchgangs antraten um den Sieger zu finden. Natürlich – der Parcours war ja inzwischen bekannt – erreichten alle im zweiten Durchgang eine deutlich bessere Zeit, so dass man auch den zweiten Durchgang ohne weiteres hätte komplett absolvieren können. Eine Erklärung des Parcours ohne es live gesehen zu haben, erscheint nicht wirklich möglich um es verständlich zu machen, so dass nur noch gesagt sei: Am Ende entschied eine Sekunde über Sieg und Niederlage. Ob hier die Teams die potentiell besten Stickhandler dabei hatten? Kann sein,es ist aber nicht auszuschließen, dass es bessere gibt, aber das lässt sich natürlich schlecht belegen. Der Handschuhpatch geht für die kommende Saison auf jeden Fall an Drew Le Blanc von den Augsburger Panthern, der am Ende Jerome Flaake knapp hinter sich ließ. Per Aslund qualifizierte sich mit seiner Zeit (2:39) nicht für den zweiten Durchgang.

Kurzergebnis:
1. Le Blanc 1:33
2. Flaake 1:34
3. Hospelt 1:39
4. Huult 1:44
5. Vasiljevs 1:48
6. TJ Mulock 1:54

Am Ende des Tages stellen sich folgende Fragen: Ist dieses Event gut für die DEL? Muss es so kurz vor Saisonbeginn sein? Wieso findet die Veranstaltung fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt?

Der Event an sich war eine sehr gute DEL-Veranstaltung. Kleine Fehler seien bei der ersten Auflage zu verzeihen (falsche Zeitplanung in der Stickhandling Challenge, leichtes Durcheinander bei den Off-Ice Aktivitäten). Dieses Event um die jährliche Saisoneröffnungspressekonferenz zu legen macht Sinn und wertet diese doch sonst sehr sterile Veranstaltung auf.

Das ganze beißt sich dann insofern, dass diese Veranstaltung, bei der jeder Verein 5 Spieler abstellen muss, den Trainern und Verantwortlichen der Teams nicht so richtig in den Kram passen wird. Natürlich macht man eine Eröffnungskonferenz nicht 2-3 Wochen vor Beginn der Saison, aber 3 Tage vor Beginn der Punkterunde wird jeder Trainer fluchen, eine komplette Reihe nicht im Training zu haben. Wobei man als rheinischer Verein dies dieses Jahr aufgrund der kurzen Anreise deutlich besser verkraften kann als z.B. München, Straubing oder Berlin.

Der größte Kritikpunkt an der ganzen Sache ist wohl, dass es dieses Jahr eine reine Presseveranstaltung war. Mitten unter der Woche zeigten sich gerade von weiter entfernten Standorten kaum Pressevertreter live vor Ort. Die Kulisse für die Competition bestand somit zu 75% aus Spielern, Offiziellen und Mitarbeitern der Produktionsfirma. Die Presse machte doch einen sehr geringen Teil aus.

Potential für die Skills Challenge ist also vorhanden, jetzt liegt es an Servus TV und der Liga das Beste daraus zu machen. Wie sich das genau gestaltet? Das werden wir wohl dann im kommenden Jahr sehen!

Über den Autor: Tobias Bonk

Tube ist fast seit Beginn bei Haimspiel dabei, war zwischendurch mal abgetaucht und kam mit Beginn des Radios 2006 wieder zurück ins Boot. Er war Teil des Kommentatorenteams beim ersten Test in Iserlohn und schrieb seine Bachelorarbeit unter anderem über die Haie.

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