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Clouston: “Das fällt auf mich zurück.”

Max Reinhart während der Saisonvorbereitung 2016. Foto: Alexandra Schmitz
Max Reinhart Foto: Alexandra Schmitz

Nach der Niederlage in Düsseldorf unterlagen die Kölner Haie auch im kleinen Derby gegen Krefeld am Dienstagabend mit 1:4. Es war erst das zweite Mal in der aktuellen Saison, dass der KEC zwei Niederlagen in Folge kassiert hat. Nach gutem Start in die Partie und der 1:0-Führung früh im zweiten Drittel durch Patrick Hager brach das Spiel der Haie ein, so dass der Krefelder Sieg letztendlich auch in der Höhe vollkommen verdient war. In der Pressekonferenz  nach der Partie übernahm Headcoach Cory Clouston die alleinige Verantwortung für das Auftreten der Mannschaft. Die Stimmen zum Spiel von Cory Clouston, Shawn Lalonde und Philip Gogulla.

„Das fällt auf mich zurück.“

Cory Clouston: „Meine Vorbereitung auf das Spiel war nicht anders als sonst. Unsere ersten 25 Minuten waren eigentlich ziemlich gut. Krefeld hat seine Chancen mit den beiden Toren innerhalb einer Minute gut genutzt. Wir haben nicht unser bestes Spiel aufs Eis gebracht. Das fällt auf mich zurück. Es liegt in meiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Mannschaft bereit ist. Ich muss offensichtlich einen besseren Job machen, uns auf diese Spiele vorzubereiten. In Wolfsburg haben wir eine Menge Charakter bewiesen, aber die letzten beiden Spiele waren einfach nicht gut genug.“

„Wir haben viel Zeit in der Angriffszone verbracht und einige gute Chancen nicht verwandelt. Wir waren vorm Tor nicht konzentriert genug. Wir haben zu Beginn viele Dinge richtig gemacht. Wir sind in Führung gegangen – was wir uns vorgenommen hatten. Dann sind wir zu selbstgefällig geworden. Wir haben aufgehört, die kleinen Dinge richtig zu machen, um uns eine Chance auf den Sieg zu geben.“

“Kämpferisch nicht auf Augenhöhe”

Philip Gogulla: „Im ersten Drittel haben wir eigentlich alles richtig gemacht. Wir haben offensiv gut gespielt und wollten unbedingt das erste Tor machen. Was danach passiert ist – keine Ahnung. Wir haben nur auf der Strafbank gesessen, sind nicht mehr schlittschuhgelaufen und haben insgesamt nicht mehr das gemacht, was wir eigentlich machen wollten. Somit haben wir verdient 1:4 verloren.“

„Ich weiß nicht, warum wir es nicht geschafft haben, nochmal die Kurve zu kriegen. Wir waren alle nicht bereit, über 60 Minuten alles zu geben. Wir waren kämpferisch nicht auf Augenhöhe. Nach dem 3:1 sitzt du in der Kabine und denkst dir, was ist denn hier los? Dann ist es natürlich schwer gegen Mannschaften, die hinten kompakt stehen und alles vom Tor weghalten, nochmal zurückzukommen. So geht es halt nicht.“

„Natürlich stellt der Coach uns auf jedes Spiel ein – und zwar gleich gut ein, aber wir Spieler sind dafür verantwortlich, unsere Leistung auf dem Eis zu bringen. Die hat heute keiner gebracht. Deswegen haben wir auch verloren. Es zeigt Größe, dass der Trainer die Schuld auf sich nimmt, aber letztendlich sind es wir Jungs auf dem Eis, die abliefern müssen. Das haben wir heute nicht getan.“

“Krefeld hat das Spiel übernommen”

Shawn Lalonde: „Wir wollten heute anders auftreten als am Sonntag. Es ist kein Spaß, Derbys zu verlieren. Jetzt haben wir beide Derbys verloren. Es wird auch nicht einfacher, wenn es am Freitag gegen Ingolstadt geht. Wir müssen fokussierter sein.“

„Im ersten Drittel haben wir uns noch an unseren Plan gehalten und dann das Tor im ersten Wechsel im zweiten Drittel gemacht. Danach haben wir zu viele Strafen genommen, und Krefeld hat das Spiel übernommen.“

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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KEC verliert auch das “kleine Derby”
  • Ralf Müller sagt:

    Ein neuer Titel: Derby-Double-Looser! Wäre lustig , wenns die Düssis wären… ?

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