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Sieg beim Tabellenzweiten: 3:1 in Nürnberg

Haie-Goalie Gustaf Wesslau - Foto: Alexandra Schmitz

Nach der Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen die Eisbären Berlin mussten die Kölner Haie ausgerechnet beim Tabellenzweiten in Nürnberg gegen die derzeit beste Verteidigung der DEL punkten. Zwar war die Torausbeute gemessen an der Vielzahl von Torchancen gering, doch sicherte eine starke Defensivleistung und ein überragender Gustaf Wesslau den Kölner Haien letztlich drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.

Haie mit starkem Beginn gegen ratlose Ice Tigers

Nach kurzer Eingewöhnungsphase hatten die Gastgeber die erste gefährliche Chance im ersten Drittel. Durch den Pass von Patrick Reimer kam David Steckel gefährlich vor das Tor von Gustaf Wesslau, doch der Schwede konnte diese Torchance parieren (2.). Die erste nennenswerte Chance der Kölner Haie ließ aber nicht lange auf sich warten. Der ehemalige NHL-Spieler Sulzer kam auf der linken Angriffsseite ungehindert zum Torschuss. Niklas Treutle konnte diesen noch mit seinem Schoner halten (3.). Fortlaufend gelang es den Rheinländern sich immer mehr im gegnerischen Drittel festzusetzen. Es folgten zahlreiche weitere Schussmöglichkeiten (Ryan Jones (4.), Eriksson (5.), Lalonde (7.)).

Mit der vierten Angriffsreihe Wruck-Mulock-Uvira erhöhte sich der Druck auf Nürnbergs Goalie enorm (13.), doch erst mit dem beharrlichen Nachsetzen durch Shugg und Hanowski, nach einem Schuss von Moritz Müller, musste Treutle seine weiße Weste ablegen (14.). Die 1:0-Führung durch Hanowski war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Mit diesem Spielstand ging es für beide Mannschaften in die erste Drittelpause.

Abwehrbollwerk der Haie im Mittelabschnitt unbezwingbar

Im Mittelabschnitt machten die Kölner da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört haben. Sie spielten weiter druckvoll nach vorne und arbeiteten konsequent nach hinten, sodass die Nürnberger sich weiterhin schwertaten, gefährliche Torchancen zu kreieren. Die Haie hingegen kamen zu Möglichkeiten, wie bspw. durch Bolduc per Direktabnahme (25.) oder Hanowski, der von seinem Sturmpartner Shugg freigespielt wurde, aber letztlich an Treutle scheiterte (25.). Wenig später machte aber der Schlussmann der Ice Tigers mit einer unschönen Aktion auf sich aufmerksam, als er mit seinem Schläger auf den unteren Körperbereich von Felix Schütz schlägt (27.). Die daraus resultierende Unterzahl für die Gastgeber konnten die Kölner jedoch nicht mit einem Tor bestrafen.

Stattdessen kam Nürnberg nun besser in die Partie und konnten mit Dane Fox, der gerade von der Strafbank herausfuhr, fast zum 1:1 ausgleichen (30.). Wie so oft an diesem Abend fehlte den Gastgebern aber die Durchsetzungskraft im Angriffsdrittel. Die Haie-Defensive hielt mit viel Leidenschaft und Kampf dagegen. Somit blieb es weiterhin beim 1:0, ehe das Schlussdrittel begann.

Wesslau hält den Sieg in hitziger Schlussphase fest

Die Kölner Haie starteten zunächst in Unterzahl in das Schlussdrittel, da sich Sulzer kurz vor Ablauf des zweiten Drittel eine zwei Minuten Strafe wegen Hakens eingehandelt hat (40.). Die Thomas Sabo Ice Tigers erhöhten nun also noch mehr den Druck auf das gegenerische Tor. Mehrere gute Tormöglichkeiten konnte der schwedische Schlussmann der Kölner Haie teilweise sehenswert vereiteln (Reimer (41.), (44.), Ehliz (41.)) und damit seine Mannschaft weiterhin in Führung halten. Im weiteren Verlauf handelten sich die Nürnberger jedoch mehrere Strafzeiten ein. Die Haie nutzten eine doppelte Überzahlsituation, in der Blair Jones das 2:0 erzielte (45.).

Nun spielten die Gastgeber mit Wut im Bauch und mehr Tempo auf das Tor der Kölner Haie. In der Phase wurde der heute scheinbar unbezwingbare Wesslau überwunden. Dane Fox verwertete die Vorlage von Teamkollege Patrick Köppchen zum 2:1-Anschlusstreffer (47.). Die Partie wurde nun hitziger und beide Mannschaften sammelten zahlreiche Strafzeiten. Doch aus den daraus resultierenden Überzahlsituationen entstanden keine weiteren Treffer mehr. Nachdem der Nürnberger Trainer Rob Wilson seinen Goalie vom Eis nahm, gelang T.J. Mulock mit einem Schuss in das leere Tor sein erster Treffer in der laufenden Saison (59.). Damit war der Auswärtssieg der Kölner Haie endgültig entschieden.

Mit diesem Erfolg konnten die Haie nun auf Platz 4 in der Tabelle vorrücken. Am Freitag schon treffen die Rheinländer dann auf den amtierenden deutschen Meister Red Bull München. Spielbeginn ist um 19:30 im Olympia-Eissportzentrum.

Über den Autor: Yannick Schmitz

Yannick ist 2014 für sein Studium der Fächer Geschichte & Philosophie an der Universität nach Köln gezogen. Mit dem ersten Besuch eines Heimspiels der Kölner Haie im Oktober 2015 ist seine Leidenschaft für den Eishockeysport entfacht. Es folgten die Mitgliedschaft im Haie-Fanprojekt und schließlich auch das Engagement für haimspiel.de.

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    In der Torflaute gegen die beste Defensive der Liga

    6 Kommentare

    1. Bossy
      25.01.2018

      Schön zu sehen, dass es in dieser Mannschaft doch ein ernsthaftes Interesse an den Playoffs gibt, auch die Körpersprache hat wieder gestimmt, und das Ergebnis ist ebenso überraschend wie das 3:1 in Augsburg.

      Das war zuletzt jetzt das x-te Spiel, in dem die Haie mit einer 2:1 Führung in die letzten 2 Minuten gegangen sind und in dem sie am Ende noch brenzlige Situationen zu überstehen hatten, aber wie schon gegen Schwenningen und Augsburg wurde hier der Tüchtige für seine Arbeit zuvor belohnt; gegen Krefeld, nervig genug, wurden sie für ihren pomadigen Auftritt noch zurecht bestraft..

      Für das erste Saisontor von Mulock hat es dann einen Emptynetter gebraucht, irgendwie bezeichnend, freut mich aber trotzdem.

      6 bis 7 Punkte vor der Pause wären noch schön, damit der Druck vor den letzten 3 schweren Auswärtsspielen Ende Februar, wenn noch keiner die eigene Form und die des Gegners so recht einzuschätzen weiß, nicht wieder deutlich ansteigt.

      Ein sehr schöner TEAM-Erfolg.

    2. Alexander
      25.01.2018

      Konnte das Spiel nicht sehen da es zu Störungen während des Spiels kam die sich von Anfang bis Spielende hinzogen.

    3. strassenwaerter1961
      25.01.2018

      Der Erfolg trägt für mich hauptsächlich einen Namen: ” Gustav Wesslau ” und die Tatsache, das wir mal “ein EmtyNet-Goal ” gemacht haben UND KEINES MEHR WEGEN DER DARAUS ENTSTEHENDEN ÜBERZAHL “KASSIERT” HABEN… ;-) J.H.

    4. Mike
      25.01.2018

      Mal richtig clever Schlittschuh gelaufen, Defensiv gut gearbeitet und nicht viel zugelassen.
      Die Torausbeute war wiederum eher mau.
      Vielleicht sollte Peter Draisaitl in der Reihe um Felix Schütz, diesen vom Flügel nehmen und wieder in der Center Position auflaufen lassen, da hatte er durch klasse Anspiele viel Torvorlagen gegeben und fast in jedem Spiel Scorerpunkte gesammelt.
      Hoffen wir mal, das gegen München die Leistung wiederholt werden kann.
      Auf gehts Haie……

    5. paul147
      25.01.2018

      Ist die Krankheit strafbank heilbar?09ü

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