Unabhängiges Magazin seit 2003 – Eishockey. Kölner Haie. Köln. DEL.

Sulzer: “Mit dem Save hat Vehanen das Spiel für Berlin entschieden!”

Lucas Dumont bei seinem ersten Profi-Einsatz in der DEL. Foto: Steffen Thaut.
Lucas Dumont bei seinem ersten Profi-Einsatz in der DEL. Foto: Steffen Thaut.

Die Kölner Haie haben gegen die Eisbären mit 2:4 verloren und damit zwei der letzten drei Heimspiele punktlos bestritten. Trotz der Überlegenheit und dem Chancenplus traf der KEC zu selten das Tor. Einen großen Anteil daran hatte Petri Vehanen, der einen Sahne-Tag erwischt hatte. Wir sprachen mit Alex Sulzer und Shawn Lalonde. Aber es gab auch erfreuliche Nachrichten: Lucas Dumont gab sein Debüt. Natürlich kam auch er zu Wort. Unsere Stimmen nach dem Spiel gegen Berlin:

Lalonde: “Vehanen hat eine unglaubliche Erfahrung”

Haie-Verteidiger Shawn Lalonde sieht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren nach den letzten drei Heimspielen und weiß, dass den Haien nichts geschenkt wird in der Liga: “Wir hatten einige gute Chancen, aber einfach die Tore nicht gemacht. So kannst du keine Spiele gewinnen. Vehanen ist einer der besten Goalies in der Liga. Er hat unglaubliche Erfahrung. Natürlich ist es dann schwer, regelmäßig zu treffen. Uns wird nichts geschenkt und einfacher wird es auch nicht. Wir müssen noch einige Teams hinter uns lassen und am Freitag weitermachen.”

Sulzer: “Damit hat er auch das Spiel für Berlin gewonnen”

Alex Sulzer sah ein gutes Spiel beider Teams und lobt Vehanen ebenfalls für seine Leistung in den 60 Minuten: “Beide Mannschaften haben wirklich sehr gut gespielt. Es waren die berühmten Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Wir waren in den entscheidenden Situationen in der falschen Position und hatten auch einige Fehlpässe. Das reicht dann gegen Berlin nicht. Vehanen hat überragend gehalten. In der einen Situation von Nico Krämmer, wo er den Querpass von Philip Gogulla bekommt, haben wir den alle schon drin gesehen. In 99 von 100 Fällen ist das auch so, aber Vehanen hat ihn heute gehalten und da wohl auch das Spiel für Berlin gewonnen.”

Dumont: “Sehr ärgerlich, dass ich meine Großchance nicht genutzt habe”

Lucas Dumont bestritt sein erstes Profi-Spiel in der DEL: “Nach unserem Gastspiel in Bad Nauheim hat mich Mark Mahon kontaktiert und mir Bescheid gesagt, dass ich nach Köln kommen soll.  Ich wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen. Trotz der ärgerlichen Niederlage war es für mich eine tolle Erfahrung. Es hat viel Spaß gemacht, auch mit der Unterstützung der Fans. Ich bin auch mit meiner Leistung zufrieden, es war aber sehr ärgerlich das ich meine Großchance nicht genutzt habe. In der DEL ist das Spiel etwas schneller als in der DEL-2. Es ist ein höheres Tempo und es wird viel mehr auf die Kleinigkeiten geachtet. Die musst du richtig machen, damit du eine Chance hast dich durchzusetzen.”
Außerdem gab er einen Ausblick darauf, wie es für ihn persönlich weitergehen könnte: “Das hängt in erster Linie von den Verletzungen ab. Natürlich wünsche ich allen eine gute Besserung. Morgen werden wir aber besprechen, wie es mit mir weitergeht. Natürlich hoffe ich, dass ich darauf aufbauen kann.”

Über den Autor: Dennis Wegner

Dennis gründete gemeinsam mit René im Sommer 2003 haimspiel.de und betreut die Seite bis heute als 1. Vorsitzender. Außerdem war er zwischendurch für das Haie-Fanprojekt tätig, hat mit dem Team und der Fanszene “Wir sind Haie” ins Leben gerufen und die Flyeraktion “Köln ohne Haie?” mit großem medialen Echo organisiert.

Ähnliche Artikel

7 Kommentare

  1. Mike Bossy
    27.10.2017

    “Mit dem Save hat Vehanen das Spiel für Berlin entschieden!”

    Das les ich ja jetzt erst! Für solche Aussagen hat man extra die Redewendung ‘sich nicht entblöden können’ erfunden, aber da reiht sich Herr Sulzer nahtlos in die Reihen der Haie-Spieler ein, die wiederholt mit fadenscheinigen bis üblen Aussagen nach sportlichen Misserfolgen ‘glänzen’, zuletzt auch der aktuelle Kapitän, dass in der Liga ‘ja jeder jeden schlagen könne’.

    Sehr selbst entlarvend, wie ich finde, denn das ist in der DEL eben nur möglich, wenn (im übrigen gut bezahltes!) Talent nicht bereit ist profi-like zu arbeiten. Dann wird das Talent eben regelmäßig vom größeren Willen der Preisklasse Krefeld und Straubing erschlagen – bei den kostspieligen Haien passiert das sogar an einem Wochenende!

    Die Haie sind aktuell schon wieder bei einem Punkteschnitt von etwa 1,5 pro Spiel angekommen; das ist ein (Pre-Playoff-) Wert, der bei den Haien schon früher dem ein oder anderen Übungsleiter letztlich den Job gekostet hatte, denn dafür ist die aktuelle Spielerzusammenstellung auch schlicht und ergreifend viel zu teuer; nur bei einem Team-Etat der Kategorie (schon wieder:) Krefeld und Straubing wäre das ein Preis-Leistungs-Erfolg.

    Und sollten an der Gummersbacher Straße tatsächlich echte Meisterschaftsambitionen verfolgt werden (und der Etat spricht ja dafür): ich glaube nicht, dass in den Playoffs noch der Titel von Platz 4 oder schlechter errungen werden kann, dies ist seit dem Einstieg von Red Bull und der damit verbundenen deutlich höheren Etat-Messlatte vorbei (mögliche Ausnahme: man spielt im Finale gegen die Kölner Haie..), also sollte die Haie tunlichst sehen, dass der Zug Richtung mindestens Platz 2 nicht frühzeitig ohne sie davon braust.

    Und noch einmal zum Ausgangszitat von Sulzer: der besagte Save von Vehanen war in der 38. (!) Spielminute beim Stand von noch 1:1.. bei einer solchen Aussage wundert es mich schlicht überhaupt nicht mehr, dass die Haie keine Rückstände gedreht bekommen.

    Und nächste Woche schlägt hier schon wieder der ‘Lieblingsgegner’ Ingolstadt in der Arena auf.. da stehen die Haie aktuell bei satten 9 Niederlagen aus den letzten 10 Heimspielen, seit der verlorenen Finalserie geht da in Köln gar nichts mehr, und man mag sich auch (schon wieder) nicht entblöden, dieses fortwährende Debakel auch noch als ‘Derby’ schön zu reden.

    Sollte Ingolstadt nach 5 Minuten in Führung gehen, wäre das Spiel damit schon wieder verloren?
    Es wäre einfach mal Zeit, dass der Revanche-Gedanke aus der Kiste geholt wird, Talent gegen Talent angemessen arbeitet und diese unselige Serie mit sichtbarem Biss beendet wird.

    Mich zumindest würde das gut unterhalten.

  2. Marcel Hoffmann
    26.10.2017

    Ich finde es unfair, hier immer einzelne Spieler anzugreifen. Ja, Sulzer hat bei dem 1:0 nicht gut ausgesehen, war aber auch am 1:1 maßgeblich beteiligt, oder nicht? Es geht hier um Mannschaftssport! Vehanen hatte einen guten Tag, die Eisbären machten mir an diesem Tag den wacheren Eindruck, es war am Ende knapp und der Emptynet hätte eigentlich nicht passieren dürfen. Sah doof aus. (Und Sulzer war nicht Schuld). That´s it. Haie nach wie vor auf 5. Ich sehe im Moment nicht daß sie einbrechen würden. Jedes Spiel gewinnen geht halt nicht.

  3. Dampfmaschiehn
    26.10.2017

    Also der Informationsgehalt der Interviews ist natürlich bescheiden, aber das Spiel gegen Krupps Berliner hat dafür umso mehr Interessantes gezeigt.

    Erstens hat Clouston nach wie vor nicht kapiert, dass die Eisfläche in Europa größer ist als in Kanada/Nordamerika und lässt die Verteidiger in relativ großem Abstand stehen. Wie schon so oft in den letzten Spielzeiten stehen die Haie deshalb beim turnover im Angriffsdrittel mit heruntergelassenen Hosen da und brauchen auch einen absoluten Top-Goalie, der die viel zu häufigen breakaways durch die Mitte stoppen kann. Gegen die Eisbären wirklich erschreckend, wie so routinierte Spieler mehrfach so schlecht aussehen können.

    Zweitens ist es erschreckend, wie wenig mannschaftliche Geschlossenheit bzw. Solidarität demonstriert wird, wenn es brenzlige Situationen gibt. Eigentlich sind außer Müller und Eriksson keine Spieler (mehr?) bereit, dazwischen zu hauen. Schon in Ottawa ist Clouston nicht zuletzt über seine Mängel in den Bereichen Kommunikation und Teambuilding gestolpert.
    (…)”It’s always difficult,” said Murray. “Coaches get the finger pointed at them more maybe than they should, but in this case we felt … we had a competitive hockey team and for whatever reason we didn’t play to the level that we thought or we expected.”(…)Ottawa missed the playoffs in 2008-09 and some players chafed under Clouston’s coaching style, including Dany Heatley who demanded a trade that summer.(…) https://beta.theglobeandmail.com/sports/hockey/senators-fire-coach-cory-clouston/article575835/?ref=http://www.theglobeandmail.com&

    Drittens ist es nach wie vor absurd, mit den finanziellen Mitteln, die der Verein zur Zeit hat, dem zahlenden Publikum keine erfolgreichere Mannschaft anbieten zu können. Nur 10.000 Zuschauer gegen Berlin lassen erahnen, was für die Stimmung in der Arena droht, wenn der Erfolg mittelfristig weiter ausbleibt. Und das direkt nach der Eishockey-WM an gleicher Stelle…

    Viertens: bitte wieder mehr Talente aufs Eis! Nichts gegen Kanadier über 30, aber ich würde schon gerne sehen, dass die Haie mal wieder von ihrer eignen Jugendarbeit profitieren… und DAS ist es, was Kids zum Eishockeysport bringt!

    Schönes Wochenende!

  4. Ralf
    25.10.2017

    Ein entscheidender Faktor der uns nicht nur eine Niederlage beschert hat ist, dass wenn wir in Rückstand geraten sind, kaum noch in der Lage sind dies aufzuholen und das Spiel zu drehen. Das ist es was uns München oder auch Nürnberg voraus hat und was den Unterschied zur Spitze ausmacht. Wenn die Bulls 3 Tore hinten liegen, dann sind sie in der Lage das aufzuholen und zumindest die Verlängerung zu holen.
    Dieses Manko hatten wir letzte Saison auch schon, aber da war die Abwehr noch besser.
    Das passt auch zu der fehlenden Konstanz, die allgemein bemängelt wird.

  5. Alexander
    25.10.2017

    So einen guten jungen Spieler wie Dumont sollte man öfter spielen lassen vielleicht setzt man jetzt endlich mehr auf die Jugend wäre zumindest mein Wunsch.

  6. Julien
    25.10.2017

    Ich kann meinem Vorredner einfach nur zu 100% zustimmen !

    Manchmal habe ich den Eindruck, Sulzer wird einfach nur noch als Pressesprecher behalten.

    Bei den Analysen der Spieler muss man leider feststellen, dass das Presse-Training für Interviews leider besser war als das, was die teilweise auf dem Eis abliefern. Nicht, dass alles schlecht ist – KEINES WEGS ! Doch leider sind es fast IMMER die Kleinigkeiten, die uns von Saison zu Saison die Siege Kosten. Fehlpässe, Zuordnung, etc oder es ist mal wieder die Phase, wo einfach keiner der Spieler die Scheibe richtig trifft.
    Was natürlich immer mal passieren kann, doch warum bekommt man das egal mit welchem Trainer, Co-Trainer oder Sportdirektor einfach nicht in den Griff ?!
    Und das bei dem Etat, der zur Verfügung steht. Das bekommen andere Vereine aber deutlich besser hin, bei einem wesentlich kleineren Etat.

    Doch was mich am meisten ärgert: “Das hängt in erster Linie von den Verletzungen ab.”
    Warum ?! Weil ein Wruck oder Mulock ein toller Held ist ?!
    Weil man die Reihen nie durch wechseln kann ?
    Weshalb kann man ihm nicht einfach die Chance geben und ihn unabhängig von den Verletzungen spielen lassen ?
    Es ist einfach zum Haare sträuben, wie wenig der gute Nachwuchs in die Profi Mannschaft der Haie integriert wird.

  7. Thomas
    25.10.2017

    Also da muss ich schon fast aufpassen sachlich zu bleiben wenn ich das lese.

    Sulzer braucht garnicht von WIR reden, der hat genug mit seinem Spiel zu tun. Das war in den letzten Spielen besser, aber er hat gestern das 1:0 auch wieder aufgelegt.

    Ja Vehanen war gestern leider sehr stark. Du musst als Goalie aber in Köln ja schon fast nichts anderes machen außer gut stehen. Wo sind denn die Querpässe beim 2 auf 1? Ja der Unterzahlkonter war gut gehalten. Geschenkt. Aber es gab mehr Möglichkeiten bei 2 auf 1 die zum teil echt schlampig gespielt worden. Das ist keine Kritik an der Leistung gestern, aber an der bisher in der Saison.

    Ach und geschenkt wird einem nichts in der Liga? NEEEEEEEEEEEIN? Hat man das auch begriffen ja?

    Also heute lasse ich mir gerne einen wenig sachlichen Kommentar gefallen, aber anderen Teams wird auch nichts geschenkt, und die wissen durchaus wie man Spiele gewinnt.

    Welche Teams sollen denn hinter uns bleiben? Selbst Schwennigen ist derzeit zum Teil klarer im Spiel. Und die DEG hat fast den halben Kader ersetzt und soooooooo weit weg sind beide auch die nicht. Mit einem Kader in einer deutlich kleineren Gehaltsklasse.

    Ich hoffe wir erfahren wie es mit Dumont weiter geht. Wenn ich raten muss, er muss weiter hart an sich arbeiten und hat keine Chance. Aber wie gerne würde ich mich mal irren.

    Gruß
    Thomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.