Während die Vertreter der Kölner Haie sogar 15 Minuten vor der vereinbarten Zeit auf dem Gelände der Firma action concept in Hürth eintrafen, ließ die Düsseldorfer Delegation auf sich warten und kam letztendlich eine halbe Stunde zu spät. Hier wäre im richtigen (Eishockey-)Leben schon die erste Zwei-Minuten-Strafe für die DEG wegen Unsportlichkeit fällig gewesen, aber die Kölner erwiesen sich als gewohnt tolerante Gastgeber und verzichteten großzügig auf eine Eingabe beim Schiedsrichter. Stattdessen nutzten die Haie-Cracks die Zeit, um sich das umfangreiche Angebot an Fahrzeugen und Helikoptern auf dem Gelände ein bisschen näher anzuschauen.
Nichts erinnerte an diesem trüben Novembermorgen an das gewohnte Umfeld der Eishockeyprofis aus Köln und Düsseldorf - höchstens die Temperaturen. Kalt war es an diesem Montag - um nicht zu sagen eisig.
„Wir sind Kälte gewohnt", meinte Moritz Müller zunächst noch lächelnd, aber als kurze Zeit später ein Wagen, mit dem ein Stuntman gerade um einige Kurven geschleudert war, neben dem Asphalt-Derby-Kampfplatz abgestellt wurde, kamen die heiß gefahrenen Reifen dann doch genau richtig zum Hände wärmen.
Marco Walz, ein erfahrener Action-Fahrinstructor, gab den Teilnehmern zunächst eine Einführung zu den zu absolvierenden Disziplinen, der die Repräsentanten beider Teams aufmerksam lauschten. Für die Düsseldorfer waren das Daniel Kreutzer, Patrick Reimer und Coach Harold Kreis, für Köln Moritz Müller, Marcel Müller und Torsten Ankert.
Wie die Protagonisten in der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11" sollten sich die Eishockey-Profis hinter dem Lenkrad beweisen. Auf dem Programm standen die Disziplinen 180°-Handbremswende, Slalom-Rennen und Punktbremsung.
In einer kurzen, mannschaftsinternen Besprechung wurde die taktische Ausrichtung besprochen bzw. entschieden, wer in welcher Disziplin antreten soll.
In der ersten Runde, in der eine möglichst präzise 180°-Handbremswende gefordert war, traten Harold Kreis und Marcel Müller gegeneinander an. Vorab gab Marco Walz beiden Kontrahenten noch wertvolle Tipps.
In den Trainingsläufen hatte der Düsseldorfer Coach die Nase noch deutlich vorne. Der Ex-Adler spielte zu Beginn sein Plus an Fahr-Erfahrung aus und ließ die Sieghoffnungen der Haie in dieser Disziplin auf den Nullpunkt sinken.
„Malla" suchte bei seinen ersten Versuchen erschreckend häufig die Nähe der Leitplanke. Aber als es in die Wertungsläufe ging, legte der Kölner Stürmer eine überzeugende Performance hin. Ist halt ein Wettkampf-Typ, der MaMü. Es wurde eine denkbar knappe Entscheidung, aber leider fiel sie zugunsten der Metro Stars aus, die damit mit 1:0 in Führung gingen.
Im zweiten Drittel stand das Slalom-Rennen auf dem Programm. Der einsetzende Regen erschwerte die Bedingungen für Moritz Müller und Patrick Reimer, die diesen Wettkampf gegeneinander austrugen. Auch hier erfolgte zunächst die Einweisung und Erklärung der Spielregeln durch Marco Walz, bevor es zur Sache ging.
Reimer ging als erster ins Rennen, überfuhr aber direkt im ersten Wertungslauf eine der Pylonen, was ihm den Regeln entsprechend fünf Strafsekunden einbrachte. In seinen beiden letzten Stints brauchte er zu lange, um am Wendepunkt der Strecke den Wagen zu drehen. Seine beste Zeit in den drei Versuchen war 24,47 Sekunden.
Auf der immer rutschiger werdenden Strecke wurde Moritz Müller beim Training die Übermotivation kurzfristig zum Verhängnis.
Im Rennen wurde es dann richtig spannend. Müller löste die Wende auf der Strecke wesentlich cleverer als sein Düsseldorfer Kontrahent und kam direkt im ersten Wertungslauf auf seine Siegzeit von 23,26 Sekunden. Alles riskiert und gewonnen. Hier MoMüs Siegfahrt mit Original-Off-Kommentar von Pressesprecher Philipp Walter:
Beim Zwischenstand von 1:1 ging es somit in die alles entscheidende letzte Herausforderung. Daniel Kreutzer und Torsten Ankert hatten es also in der Hand, das Asphalt-Derby für ihr jeweiliges Team zu entscheiden.
Die Punktbremsung war als schwierigste der drei Disziplinen angekündigt worden, wobei sich die Aufgabenstellung zunächst gar nicht danach anhörte: Vollgas ab der Startlinie, um dann mit einer Vollbremsung so nah wie möglich an einem bestimmten Punkt zum Stehen zu kommen.
Die Straße war mittlerweile komplett nass und machte die Austragung zu einer schwer kalkulierbaren Rutschpartie. Trotzdem wurde der Schwierigkeitsgrad dieser Disziplin noch um eine Stufe erhöht.
Der Endpunkt, an dem man zum Stehen kommen sollte, war in den Trainingsläufen noch durch eine Pylone markiert, wurde aber für den eigentlichen Wettkampf durch einen Stuntman ersetzt.
Sowohl Daniel Kreutzer als auch Torsten Ankert stellten schnell fest, dass mit Vollgas auf regennasser Straße auf einen Menschen zurasen ein komplett anderer Stiefel ist.
Der Kapitän der DEG Metro Stars legte mit einer perfekten Punktlandung schon im zweiten Anlauf vor. Nur Zentimeter vor den Schienbeinen des Stuntman brachte er den Wagen zum Stehen. Das nötigte selbst den anwesenden Vertretern des KEC spontanen Applaus ab.
Der Druck lastete nun auf Torsten Ankert, der bestenfalls noch gleichziehen konnte. Schwierige Ausgangsbedingungen für den jungen Kölner Verteidiger. Aber er nahm das Herz in die Hand und gab alles, schoss dabei letztendlich aber ein bisschen über das Ziel hinaus - im wahrsten Sinne des Wortes.
Das etwas andere Derby war somit entschieden. Die DEG Metro Stars hatten mit einem denkbar knappen 2:1 die Nase vorn.
Die Teilnehmer waren letztendlich alle um eine Erfahrung, action concept um ein ramponiertes Auto reicher.
Wer ein Action-Fahrtraining dieser Art einmal selber erleben möchte, findet auf der Homepage von action concept event alle Informationen dazu. Für Fans von „Alarm für Cobra 11" wird hier auch eine Backstage-Tour angeboten. Zwei Tickets für diesen Blick hinter die Kulissen der deutschen Action-Macher Nr. 1 gibt es auf Haimspiel.de in diesem Monat zu gewinnen. Details dazu in den nächsten Übertragungen des LiveRadios und in den kommenden Tagen auf unserer Homepage.
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Kommentare
Düsseldorf –
„Die 180-Grad-Drehung mit angezogener Handbremse hat toll geklappt. Das lag daran, dass ich dem Fahrtrainer genau zugehört habe“, sagte DEG-Coach Harold Kreis am Mittwoch launig. „Das machen die Spieler nicht immer.“
http://express.de/sport/eishockey/harold-kreis-gibt-vollgas/-/3188/1101262/-/index.html
Ein spaßiges Rhein-Derby gab es unlängst abseits der Eisfläche. Da stellten sich DEG-Trainer Harold Kreis sowie die beiden Stürmer Patrick Reimer und Daniel Kreutzer zu drei Auto-Prüfungen gegen das Kölner Trio Moritz und Marcel Müller sowie Torsten Ankert. Kreis brachte dabei einen Pkw per Handbremse auf glattem Geläuf zum Schleudern, verlor aber nicht die Kontrolle und bugsierte das Gefährt wieder in die richtige Richtung.
http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/lokalsport/duesseldorf/2009/11/11/news-140515341/detail.html