Zum Auftakt des von Sparte Prag ausgerichteten Turniers unterlagen die DNL-Haie dem Gastgeber unglücklich mit 0:2 (0:0, 0:1, 0:1). Die Haie erwiesen sich als absolut gleichwertiger Gegner und hatten im torlosen ersten Drittel und zu Beginn des zweiten Drittels gute Chancen. Unter anderem scheiterten sie mit einem Pfostenschuss.
Nach der Prager Führung vergaben die Pauels-Schützlinge im letzten Drittel weitere große Chancen und mussten schließlich das 0:2 hinnehmen. "Danach haben die Jungs den Glauben an sich verloren", resümierte Rodion Pauels, der dennoch ein positives Fazit zog: "Die Mannschaft hat sich hervorragend verkauft und wir haben auch viel Anerkennung von unserem Gegner bekommen."
Am Samstag spielten die Haie gegen die Eisbären Berlin (Pauels: "das beste Team bei diesem Turnier") und gerieten gleich im ersten Drittel mit 0:3 in Rückstand. Zu Beginn des zweiten Drittels fiel das vierte Gegentor nach einem klaren, nicht geahndeten Foul an Torhüter Sebastian Kinader. Danach fing sich die Mannschaft zwar, musste aber dennoch eine klare 2:6-Niederlage hinnehmen.
Am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr stand das dritte Spiel auf dem Programm und dabei kamen die Haie zu ihrem ersten Sieg. Gegen das Team des tschechischen Erstligisten Litvnov gewannen sie verdient mit 3:2 (0:1, 2:0, 1:1); die Tore erzielten Dennis Palka, Stefan Streser und Florian Lüsch.
Es folgte eine Pause von gerade mal zwei Stunden, dann ging es um 12.00 weiter gegen das Team der Red Bulls Salzburg, das ausgeruht sein erstes Spiel an diesem Tag bestritt. Da war es keine Überraschung, dass die Österreicher nach dem ersten Drittel 3:1 führten. Doch mit großem Ensatz kämpften sich die Haie wieder heran, schafften im zweiten Abschnitt den Ausgleich und hielten den bis zum Ende des Spiels. Erneut trafen Denns Palka und Stefan Streser, dazu Maik Blankart.
"Das war eine charakterlich hervorragende Leistung", lobte Rodion Pauels seine Mannschaft und wies darauf hin, dass sein Team auf insgesamt sieben Spieler verletzungsbedingt verzichten musste. Robin Steenssens, Dennis Swinnen, David Bineschpayou und Patrick Sattler hatten die Reise gar nicht erst antreten können, in Neratovice fielen noch Nico Opree, Dennis Fominych und Jörg Noack aus. Ein Sonderlob erhielten die mitgereisten Schülerspieler des Jahrgangs 95, allen voran Torhüter Hannibal Weitzmann.
Für Trainer Pauels war auch die Tatsache wichtig, dass seine Mannschaft konditionell voll auf der Höhe war und in allen Spielen, vor allem aber am Sonntag, gegen Spielende noch zulegen konnte. "Die harte Trainingsarbeit im Sommer macht sich jetzt bezahlt!"
Apropos bezahlen: ein großer Dank gilt den Spielern und den Eltern, denn sie bezahlten die Kosten für die Turnierteilnahme aus eigener Tasche!
Foto: Jennifer Lenz
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