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Lalonde zurück gegen Krefeld

Kölner Haie gegen Krefeld Pinguine - Foto: Andreas Dick

Am Donnerstagabend empfangen die Kölner Haie die Krefeld Pinguine. Die weiterhin von Verletzungsausfällen geplagten Seidenstädter haben in der vergangenen Woche personell nachgerüstet und verpflichteten den schwedischen Stürmer Greger Hanson. Auch im Line-Up der Haie gibt es ein paar Änderungen im Vergleich zur Aufstellung in Wolfsburg.

Lalonde zurück, Blair Jones gesperrt

Blair Jones hatte sich in der Partie gegen die Grizzlys seine dritte große Strafe eingefangen und ist somit für das Spiel gegen die Pinguine gesperrt. Seinen Platz in der Reihe mit Justin Shugg und Ben Hanowski wird T.J. Mulock übernehmen. In die vierte Sturmformation rückt deshalb Dylan Wruck auf den rechten Flügel.

Wieder zum Einsatz kommen wird Shawn Lalonde, dem Peter Draisaitl für die letzten beiden Spiele eine Denkpause verpasst hatte. Bei seiner Rückkehr wird er aber nicht wie zuvor an der Seite von Fredrik Eriksson spielen. Stattdessen wird sein Verteidigungspartner Moritz Müller. Eriksson bildet ein Paar mit Corey Potter. Gustaf Wesslau wird starting goalie, Daniar Dshunussow back-up. Pascal Zerressen wird für Donnerstag zusammen mit Jean-Francois Boucher und Justin Peters von der Tribüne aus zuschauen.

Die Aufstellung im Überblick:
Schütz – Thomas – Gogulla
Hanowski – Mulock – Shugg
Krämmer – Hospelt – R.Jones
Uvira – Bolduc – Wruck
Ehrhoff – Sulzer
Müller – Lalonde
Eriksson – Potter
Wesslau, Dshunussow

„Wir haben uns für sechs Verteidiger entschieden“

Warum Draisaitl Zerressen nicht als siebten Verteidiger mit in die Partie nimmt, um ihn zumindest für das Unterzahlspiel zur Verfügung zu haben? „Ich habe nach dem Training gerade noch lange mit Pascal darüber geredet. Ich halte nichts von dieser Lösung. Nach all meinen Erfahrungen mögen die Verteidiger das auch nicht. Zudem ist er ja auch kein 17- oder 18-jähriger mehr, der mit drei oder vier Wechseln im Spiel zufrieden ist. Pascal ist ein gestandener Spieler. Wenn der nicht richtig im Spiel ist, kann man ihn nicht im Penalty-Killing rausschicken. Wir haben uns also für sechs Verteidiger entschieden.“

Die Entscheidung, Eriksson und Lalonde zu trennen, begründet Draisaitl so: „Die beiden haben ja schon bewiesen, dass sie gut zusammenspielen können. Wir haben da zuletzt ein paar defensive Problemchen gesehen. Vielleicht kriegen wir mit den jetzigen Pärchen da mehr Ausgeglichenheit und mehr Stabilität rein. Es war jetzt aber nicht unbedingt der Grund, dass wir in allen Pärchen einen Offensiv- mit einem Defensiv-Verteidiger kombinieren wollten. Ich bin schon noch der Ansicht, dass genauso zwei offensiv orientierte Verteidiger zusammenspielen können wie zwei defensiv orientierte. Es geht in erster Linie um die Balance.“ Nichtsdestotrotz wird es speziell Moritz Müller und Corey Potter zukommen, ihren Partnern Rückendeckung für offensive Kreativität zu geben.

Wesslau bekommt keine Starter-Garantie

Gegen die Pinguine wird der Schwede zwischen den Pfosten stehen, aber Draisaitl verneinte, dass Wesslau den Starter-Job auf jeden Fall immer sicher hat. Erst kürzlich gab der Kölner Headcoach noch an, dass an der Personalie Wesslau „kein Weg vorbeiführt“, wenn der Schwede gesund ist. Mit der Aussage am Mittwoch macht er nun aber doch nochmal die Tür für einen Einsatz von Justin Peters in den verbleibenden Spielen der Hauptrunde auf.

Krefeld weiter mit Verletzungssorgen

Die Pinguine stehen aktuell mit neun Punkten Rückstand auf Platz 10 auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nach den Ausfällen von Andrew Engelage, Mikko Vainonen und Jordan Caron vergaben die Krefelder in der vergangenen Woche ihre letzte freie Ausländerlizenz an den Schweden Greger Hanson. In seinem DEL-Debüt gegen Bremerhaven konnte er bereits seinen ersten Assist verbuchen. Eingesetzt wurde der Außenstürmer bis jetzt in der Reihe mit Justin Feser und Mathias Trettenes.

Spielbeginn gegen die Krefeld Pinguine ist am Donnerstagabend um 19:30 Uhr. Wir übertragen die Partie live ab 19:15 Uhr.

Über den Autor: Henrike Wöbking

Henrike schreibt für haimspiel.de seit 2005 und wurde von Ex-NHL-Spieler Jason Marshall gelobt für "the best interview I ever did". Sie zeigte sich hauptverantwortlich für das Abschiedsvideo von Dave McLlwain. Außerdem ist sie Buchautorin und schrieb den Roman "Auf Eis" vor dem Hintergrund der Playoffs 2002.

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4 Kommentare

  1. Ingo
    11.01.2018

    Wir werden sehen, ob ein Zerressen auf der Tribüne nicht der nächste Wolfsburger wird. Ich hoffe er hat Durchhaltevermögen und bekommt wirklich eine vernünftige (!) Chance bei den Haien, ein wertgeschätzter Verteidiger zu sein. Sonst weiß man ja wie das endet……
    Ich kann fast nicht mehr zu spielen gegen Wolfsburg gehen. Krupp, Weiss, Furchner, Pfohl, Ankert, Riefers, Ohmann, Fauser und ab nächstem Jahr Latta. Alles Deutsche die dort unseren Spielern davon laufen und auf dem Eis mit vollem, auch grenzwertigem Körpereinsatz agieren. Hier scheinbar nicht möglich :-(

  2. Schmidt
    11.01.2018

    Ich kann mich nicht erinnern jemals diese Abwehrkonstellation gesehen zu haben. Ich bin gespannt. Hört sich auf jeden Fall interessant an. Könnte klappen.

  3. Thomas
    11.01.2018

    Man kommt hier ja garnicht mit dem Kommentieren nach ;). Ich finde es schon beeindruckend in welchem Umfand derzeit Artikel erschienen. Danke an der Stelle dafür.

    Lalonde kehrt zurück. Okay wir werden sehen ob er etwas dazu gelernt hat oder ob er jetzt kompett unmotiviert ist.
    Ihn und Eriksson zu trennen gold richtig. Das hat einfach nicht funktioniert. Beide sind zu offensiv stark und wollen auch beide zu viel.

    Zeressen draußen. Das finde ich interessant. Auch hier habe ich in der Arena ift vernommen er setzte seinen Körper nicht genug ein. Das mag sein, aber er nervt seine Gegner unglaublich. Und auch er ist nicht Baustelle Nr. 1 in meinen Augen. Da erwarte ich von anderen mehr.

    Ich muss hier auch mal erneut eine Lanze für Daniar brechen. Er ist nicht besser als Peters. Im Derby hat er gezeigt das er sogar besser sein kann. Aber Peters hat jetzt wieder mehr Chancen? Warum? Wesslau ist nach seiner Rückkehr stärker als beide. Warum ist er nicht klare Nr.1? Ja er soll Pausen bekommen. Aber wenn er nicht Nr.1 im derzeitigen Team ist, weiß ich nicht was da beim KEC los ist.

    Mir gefällt die Art von Herrn Daisaitl nicht. Er sagt das eine und macht das andere. Gegen die DEG war das Spiel ok, Lalonde muss aber raus. Zurecht, aber da gab es genug chancen vorher. Dann fliegt Latta aus drm Kader und bekommt seine Chance. Macht das nicht schlechter als Blair Jones, Mulock oder andere und muss in Reihe 4 zurück und fliegt wieder raus. Dann wird erklärt, es führt kein Weg an Wesslau vorbei damit er dann aber auch keine klare Nr.1 ist obwohl er deutlich stärker als die anderen Torhüter ist.
    Also da muss mir auch keiner mehr kommen und erklären der böse Clouston hat sich falsch verhalten. So finde ich das auch nicht besser. Und das die Haie immer vollgas spielen müssen erklärt er auch seit Wochen, ohne das er Konstanz in den Kader bekommt.

    Mir stellen sich da inzwischen ordentlich Fragen ob das alles so fair läuft ohne das nur auf Draisaitl zu schieben.

    Gruß
    Thomas

  4. Alexander
    10.01.2018

    Wir haben 4 gute Torhüter jeder sollte gehalten werden im Sturm sollte sich nächste Saison aber noch was tun.

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