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Köln bestätigt seine Form: 4:2 gegen Iserlohn

Torjubel beim 1:1-Ausgleich. Foto: mcfly37.de
Torjubel beim 1:1-Ausgleich. Foto: mcfly37.de

Die Haie sind unter dem neuen Trainer Peter Draisaitl auf dem „aufsteigenden Ast“. Siege gab es zuletzt gegen Krefeld, Straubing und Düsseldorf. Diese Form wollte der KEC am heutigen Sonntag gegen die Iserlohn Roosters bestätigen. Die Roosters waren die letzte Mannschaft, gegen die die Haie nach dem Trainerwechsel mehr als zwei Gegentore kassierten. Vor rund 10.000 Zuschauer begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Doch: der KEC setzte sich mit 4:2 durch. Seine starke Form bewies erneut Justin Peters. Wichtig für die Mannschaft auch die Rückkehr von Sebastian Uvira. Die Haie zeigten auch, dass sie einen 0:1-Rückstand nicht mehr fürchten müssen.

Ausgeglichene Partie nach 20 Minuten

Die Partie begann schnell. Beide Mannschaften waren um viele Scheiben auf das Tor bemüht. Die erste größere Chance gelang Iserlohn durch Bassen auf Vorlage von Salmonsson, der zwei Kölner aussteigen lassen konnte. Früh zeigte sich, dass Justin Peters heute gut aufgelegt war. So hielt er etwa den Schuss von Turnbull, der in aussichtsreicher Position von hinter dem Tor angespielt werden konnte (5. Spielminute). Die Iserlohner spielten mit viel Selbstvertrauen, doch Köln hielt ebenbürtig dagegen. Mehrere Überzahlspiele halfen den Haien hierbei, auch wenn sie selbst eine doppelte Überzahl für knapp 30 Sekunden nicht nutzen konnten.

Nicht völlig unerwartet dann aber doch eine kalte Dusche: das 0:1 für die Sauerländer. Die Roosters konnten in der Defensive den Puck erobern und über Turnbull den schnellen Konter laufen. Der Ex-Kölner hatte das gute Auge für den zentral mitgelaufenen Larsson. Dieser zog per Onetimer trocken zur Führung ab (11. Spielminute).

Die Haie zeigten sich jedoch unbeeindruckt: Uvira initiierte die nächste gute Szene, die Lange aber mit einem Fanghand-Save beendete (12. Spielminute). Doch der KEC arbeitete weiter konsequent: Müller zog mit der Scheibe hinter das Roosters-Tor und legte an die blaue Linie ab, wo Hospelt seinen Spot eingenommen hatte. Dieser bediente Uvira, der seinerseits den perfekten Pass in den Slot spielen konnte – Krämmer musste nur noch die Kelle zum 1:1 hinhalten (14. Spielminute).

Beide Mannschaften mit weiteren Chancen – die beste vielleicht auf Iserlohner Seite durch Down. Von über dem Bullykreis traf er mit einem Handgelenkschuss den langen Pfosten (19. Spielminute). Er hatte viel Platz auf dem Eis, weil Müller nach einem Check gegen den Kopf für 2+10 Minuten auf die Strafbank musste. Das 1:1 nach dem ersten Drittel gab den Eindruck einer auf allen Ebenen ausgeglichenen Partie korrekt wieder.

Eriksson erhöht auf 2:1, doch das Spiel bleibt eng

Die Haie starteten besser in das zweite Drittel: So gehörte auch die erste Szene des zweiten Drittels den Haien. Eriksson zog von der blauen Linie ab und Jones spekulierte auf einen Rebound, doch Lange hielt den Schuss fest (22. Spielminute). Aufregung in der 24 Minute: Peters stoppte die Scheibe hinter dem eigenen Kasten. Der heraneilende Salmonsson traf den tief gehaltenen Kopf des Kölner Torhüters mit der Schulter (25. Spielminute). Peters blieb auf dem Eis liegen, das Spiel ging jedoch weiter. Krämmer und Boucher hingegen stellten Salmonsson an der Bande. Der Arm der Schiedsrichter blieb unten, aus der Szene ging keine Strafe hervor.

Die Spielanteile der beiden Mannschaften pendelten sich folgend wieder ein. Beide Mannschaften kamen immer wieder zu Möglichkeiten. Die Haie so beispielsweise im Pech, als Gogulla zunächst mehrere Roosters-Spieler austanzen konnte. Von der Grundlinie brachte er die Scheibe zu Lalonde. Der bekam die Scheibe aber nur in die Schlittschuhe, da er nicht wusste, wo die Scheibe war (27. Spielminute).

Nach weiteren teilweise guten Möglichkeiten der Rossters dann wieder der KEC! Uvira initiierte einen 2:1-Konter und brachte die Scheibe in den Slot. Doch Mulock konnte Lange nicht überwinden (29. Spielminute). Ein Pfeiffkonzert ernteten die Schiedsrichter, die bei der Szene gegen Peters zuvor nicht abgepfiffen hatten. Nun aber, als Lange vom eigenen Mann umgefahren worden war, taten sie dies sofort. Der Iserlohner Schlussmann spielte zunächst weiter, ließ sich dann aber wenige Minuten später auswechseln.

In der gleichen Minute konnte Schütz ein Bully zur rechten von Lange gewinnen und zu Eriksson bringen. Dieser hatte viel Zeit – um zu laufen, sich die Position auszusuchen und von der blauen Linie zu treffen (29. Spielminute). Gleich drei Spieler hatten Lange die Sicht genommen. Und die Haie drückten weiter: Die Reihe um Schütz brachte die Scheibe mit mehreren Pässen mit Geschwindigkeit vor den Kasten von Lange. Dort scheiterte Hanowski jedoch (30. Spielminute). Zahlreiche weitere Strafzeiten prägten das Drittel. Doch: Ein Tor konnte in diesem Drittel keine Mannschaft mehr erzielen. Das Drittel wie es begann, wie das letzte endete: Mit Müller auf der Strafbank und einem spielerisch völlig ausgeglichenen Spiel.

Form bestätigt: Haie bleiben defensiv stabil und offensiv erfolgreich

Das dritte Drittel begann spektakulär: Jones startete auf der linken Seite einen Konter und spielte den Querpass zu Ehrhoff. Dieser bediente Hospelt perfekt, so dass dieser die Scheibe zum 3:1 nur noch über die Linie schieben musste (41. Spielminute). Iserlohn musste jetzt kommen und investierte mehr.

Und die Roosters kamen zu zwei vollen Minuten doppelter Überzahl nach Strafen gegen Ehrhoff (hoher Stock) und Müller, der den Schläger dann wegschlug (46. Spielminute). Die Haie profitierten vom kurzen Wechsel, dennoch musste die Defensivabteilung des KEC volle Arbeit leisten und hielten trotz bester Chancen der Sauerländer das Tor sauber. Peters zeigte tolle Saves (etwa gegen Jaspers mit dem rechten Schoner), aber auch Potter musste auf der Linie klären (46. Spielminute).

Gerade als man den Eindruck hatte, die Haie würden nicht mehr mit aller Energie nach vorne gehen, kam Iserlohn zum 3:2-Anschlusstreffer. Jack Combs wurde von Schmidt mit einem Querpass gut in Szene gesetzt und konnte Peters von links überwinden (53. Spielminute). Dies war der Weckruf für den KEC. Beide Mannschaften zeigten nach wie vor durchaus gute Szenen, die Entscheidung aber dann durch Ryan Jones, der in der 60. Spielminute das Empty Net Goal erzielen konnte.

 


Über den Autor: René Guzmán

René hat Haimspiel.de 2003 zusammen mit Dennis gegründet. Mit Tobias hat er die allererste Radioübertragung aus Iserlohn gesendet. Er war Mitglied des Vorstandes des KEC “Die Haie” e.V., 2010 war er an der Organisation der Ausstellung “Powerplay – Eishockey in Köln” zur Eishockey-WM im Deutschen Sport und Olympia-Museum beteiligt, hat seine Staatsexamensarbeit zum Thema “Eishockey in Deutschland bis 1945” verfasst und z.B. das “Wir sind Haie!”-Logo und das Logo des Haie-Fanprojekts entworfen.

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2 Kommentare

  1. Alexander
    04.12.2017

    Das war Werbung für`s deutsche Eishockey!!! Draisaitl hat den Jungs den richtigen Zaubertrank gegeben.Die 10.018 Zuschauer waren auch super drauf sah nach mehr aus aber was nicht ist kann ja noch werden.

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